Mittwoch, 26. August 2009

IRDISCHE GEFÄSSE

Eine der ermutigsten Schriftstellen in der Bibel ist 2. Korinther 4,7: "Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns" (Luther). Und dann fährt Paulus fort, jene irdischen Gefäße als sterbende Menschen zu beschreibne, von allen Seiten bedrängt, bange, unterdrückt, niedergeschlagen. Auch wenn sie nie verlassen waren, noch verzweifelt, stöhnten jene von Gott gebrauchten Männer fortwährend unter der Last ihrer Leiber und warteten unruhig darauf mit neuen bekleidet zu werden.


Gott spottet der Kraft des Menschen. Er lacht über unsere egoistischen Bemühungen gut zu sein. Er gebraucht nie den Hohen und Mächtigen, sondern er gebraucht das, was schwach ist in dieser Welt, um die Weisen zuschanden zu machen. "Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist... damit sich kein Mensch vor Gott rühme." (1. Korinther 1,26-29; Luther)

 

Wow! Beschreibt das überhaupt mich! Schwach! Töricht! Verachtet! Gering! Was nicht sehr vornehm, nicht sehr gescheit, nicht sehr mächtig ist! Was für ein Wahnsinn zu denken, dass Gott solche Geschöpfe gebrauchen könnte! Doch das ist sein perfekter Plan und das größte Rätsel auf Erden. Gott beruft uns in unseren Schwachheiten, selbst wenn er weiß, dass wir es falsch machen werden. Er legt seinen unbezahlbaren Schatz in diese unsrigen Gefäße, weil es ihn begeistert das Unmögliche mit Nichts zu bewerkstelligen.

 

Gott hat festgelegt, dass er sein Ziel hier auf Erden durch Menschen mit Schwachheiten erreicht. Abraham hatte Schwachheiten: Er log, und machte beinahe seine Frau zu einer Ehebrecherin, aber Abraham "hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden" (Römer 4,3; Luther)

Dienstag, 25. August 2009

DER EINSIEDLERKREBS

König David, der Autor von so vielen Psalmen, hatte genug von seinen Kämpfen. Er war so seelenmatt, so sehr von Sorgen umkämpft und bedrängt, dass er nur noch an einen Ort des Friedens und der Sicherheit fliehen wollte: "Mein Herz bebt in mir, und die Schrecken des Todes haben mich überfallen.... Und ich sprach: O dass ich Flügel hätte wie die Taube; ich würde davonfliegen, bis ich Ruhe fände.... ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem brausenden Wind, vor dem Sturm." (Psalm 55,5-9; Schlachter 2000)


Eine Lektion aus der Natur offenbart, was passiert, wenn wir den guten Kampf gegen einen einfacheren Weg eintauschen und von unserer Schlacht weglaufen. Kürzlich las ich die Studie eines Biologen über Krebse, Kreaturen, die in einer rauhen, gefährlichen Umgebung zwischen zerklüfteten Felsen leben. Die Krebse werden täglich von Wellen herumgeschleudert und von allen Seiten durch Lebewesen aus tieferem Wasser angegriffen. Sie kämpfen unentwegt, um sich selbst zu schützen. Und mit der Zeit entwickeln sie einen harten Panzer und gewaltige Überlebensinstinkte.

 

Erstaunlicherweise geben einige in der Krebsfamilie den Lebenskampf auf. Auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort nehmen sie ihren Wohnsitz in den abgeworfenen Schalen anderer Ozeankreaturen. Diese Krebse sind als Einsiedlerkrebse bekannt. Indem sie sich für Sicherheit entscheiden, ziehen sie sich vom Kampf zurück und flüchten in Secondhand-Fertighäuser.


Aber der "sichere Unterschlupf" erweist sich als kostenreich und ruinös. Aufgrund des mangelnden Kampfes verderben wichtige Teile ihres Körpers. Selbst ihre Organe verkümmern aufgrund des Mangels an Gebrauch. Mit der Zeit verliert der Einsiedlerkrebs alle Bewegungskraft, wie auch lebensnotwendige Körperteile, die zur Flucht notwendig sind. Diese Gliedmaße fallen einfach ab und lassen die Krabbe zwar ohne Gefahr zurück, aber unbrauchbar irgendetwas anderes zu tun als zu existieren.


Zwischenzeitlich wachsen und gedeihen jene Krebse, die den Kampf fortsetzten. Ihre fünf Beinpaare werden fleischig und stark, weil sie den kräftigen Gezeiten widerstehen. Und sie lernen sich vor ihren Räubern zu verstecken, indem sie geschickt unter Felsformationen krabbeln.

 

Dieses Gesetz der Natur ist ein Bild für das Gesetz des Geistes. Als Gläubige werden wir Welle um Welle von Schwierigkeiten gebeutelt und gestoßen. Wir schauen brutalen Räubern der Mächte und Gewalten Satans ins Auge. Aber wenn wir kämpfen, werden wir stärker. Und wir werden lernen die Listen des Teufels zu erkennen, wenn er sie gegen uns anwendet. Wir entdecken unsere wahre Zuflucht, die "Felsspalte", indem wir Jesus vertrauen. Nur dann sind wir inmitten unserer Schlacht wahrhaftig sicher.

Samstag, 22. August 2009

GOTTES ERFOLGSMASS

In Gottes Augen wird Erfolg total erreicht, wenn man ihm dient. Solche Diener trachten nicht danach "es zu schaffen", auch streben sie keine irdische Sicherheit an. Sie wollen lediglich ihren Herrn kennenlernen und ihm dienen.


Denk über die von Obadja 100 versteckten Propheten nach (1. Könige 18,4). Sie fristeten während einer schweren Hungersnot für wenigstens drei bis vier Jahre ein abgeschiedenes Dasein in Höhlen. Diese Männer besaßen keinen Dienst im Freien. Sie befanden sich vollkommen außerhalb der öffentlichen Sicht, vergessen von den meisten Leuten. Sie konnten nicht einmal Elias Sieg auf dem Berg Karmel teilen. Ohne Zweifel würde die Welt sie als Versager bezeichnen, unbedeutende Männer, die nichts erreicht haben.


Doch Gott hatte diesen hingegebenen Dienern die kostbare Gabe der Zeit gegeben. Sie hatten Tage, Wochen, sogar Jahre, um zu beten, zu studieren, zu wachsen und dem Herrn zu dienen. Siehst du, Gott bereitete sie auf den Tag vor, an dem er sie freilassen würde, um seinem Volk zu dienen. In der Tat würden diese Männer jenehüten, die unter Elias Dienst zu Gott umkehren.


Vor Jahren segnete der Herr mich mit dieser Gabe der Zeit. Bevor ich überhaupt Pastor einer Gemeinde war, ging ich in den Wald und predigte zu den Vögeln und Bäumen. Ich hatte keine Pläne, kein Programm, keine Träume. Ich wollte lediglich Gottes Herz kennenlernen. So betete ich täglich, indem ich den Herrn suchte und ihm diente. Und vom vorderen bis zum hinteren Buchdeckel strich ich meine Bibel an. Ich war verborgen, wurde von niemandem gesehen. Aber Gott kannte meine Adresse bereits die ganze Zeit.

Mein Ratschlag ist: Verzichte darauf nach einem Dienst Ausschau zu halten. Verbringe stattdessen deine Zeit mit Gott. Er weiß, wo er dich findet. Er wird dich herbeirufen, wenn er sieht, dass du so weit bist. Vergiss wass andere tun. Strebe danach ein Erfolg beim Thron Gottes zu sein. Wenn du dem Herrn dienst und für andere betest, bist du bereits ein Erfolg in seinen Augen!

Donnerstag, 13. August 2009

ICH BIN

Ich habe den Heiligen Geist gebeten, mir in einem Absatz eine Beschreibung von Glauben zu geben, so dass die Jungs in unserem Teen Challenge Drogenzentrum es verstehen können. In meiner Bibliothek habe ich ein Buch, das über dreihundert Seiten benötigt, um Glaube zu definieren, und ich habe es nie verstanden. (Ich glaube, der Mann, der es schrieb, hat es auch nicht verstanden)


Einst stellte Mose dieselben Fragen, die wir stellen: "Wer bin ich? - Wer ist Gott? - Beschreibe ihn". Gott antwortete Mose in zwei Worten. Gott sagte: "Mose, sprich zum Volk, dass 'ICH BIN' dich gesendet hat" (vgl. 2. Mose 3,14; Elberfelder). (Laut modernem Denken hatte Gott sich zu stark vereinfacht.)


ICH BIN wer? Was brauchst du? Befreiung? Dann: ICH BIN Befreiung. ICH BIN alles was du brauchst.

Glaube ist: Gott sagt "ICH BIN" und meine Antwort "ER IST". Glaube stimmt der Beschreibung Gottes von sich selbst einfach zu. Gott sagt: "Ich bin dabei dich aus dem Unwetter zu erretten". Ich sage: "Er ist dabei mich aus dem Unwetter zu erretten".

 

Glaube nimmt Gott beim Wort bei dem was er sagt, dass ER es IST.

 

Was ist das Unwetter in deinem Leben? Wie siehst du ihm entgegen?

 

Bitte ihn, dass er dir Glauben schenkt zu glauben. Bitte ihn, ganz gleich was passiert - ganz gleich, welchen Umständen du gegenüberstehst. Das Unwetter ist der Ausweg!

 

Paulus sagte: "Ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin" (Philipper 4,11; Elberfelder). Ich glaube, dass in dem Augenblick, als Paulus vom Glauben ergriffen wurde, er zufrieden war. Er war im Zentrum des Willens Gottes, und er hatte die Verheißung von Gott. Er hatte durchgebetet. Ganz gleich was von jenem Augenblick an passieren sollte. Gott hatte den Stachel aus dem Unwetter herausgenommen.


Er kann auch für dich die Furcht vor dem Unwetter nehmen. Wirst du es ihm erlauben? Sitze dein Unwetter aus - Gott ist nicht dabei, dich zu Grunde gehen zu lassen.

Mittwoch, 12. August 2009

UNSER DIENST

"Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel" (2. Korinther 3,18; Luther). Was bedeutet es, die Herrlichkeit des Herrn zu schauen? Paulus spricht hier von hingegebener, fokussierter Anbetung. Das ist die Zeit, die Gott gegeben wird, um ihn einfach schauen. Und der Apostel fügt schnell hinzu: "So sieht also der Dienst aus" (4,1; Neue Genfer Übersetzung). Paulus macht deutlich, dass es ein Dienst ist, das Angesicht Christi zu schauen, dem wir uns alle weihen müssen.


Das griechische Wort für schauen in diesem Vers ist ein kraftvoller Ausdruck. Er bezeichnet nicht einfach nur einen "Blick zu werfen auf", sondern den "Blick zu fixieren". Das heißt, sich zu entscheiden: "Ich werde mich nicht von dieser Stelle bewegen. Bevor ich irgendetwas anderes mache, werde ich versuchen eine einzige Sache zu bewerkstelligen, ich muss mich in der Gegenwart Gottes befinden."

 

Viele Christen missinterpretieren den Ausdruck "schauen... wie in einem Spiegel" (3,18). Sie denken an einen Spiegel, in dem Jesu Angesicht auf sie zurückreflektiert wird. Aber das ist nicht, was Paulus hier meint. Er spricht von einem äußerst fixierten Blick, als ob man ernstlich versuchen würde etwas durch ein Glas zu erspähen, um es klarer zu sehen. Wir müssen unsere Augen in dieser Weise "festmachen", entschlossen, Gottes Herrlichkeit in dem Angesicht Christi zu sehen.Wir müssen uns in das Allerheiligste einschließen, mit dem einzigen Wunsch: derart konzentriert zu schauen, und mit einer solchen Hingabe innige Gemeinschaft zu haben, dass wir verändert werden.

 

Das griechische Wort für verändert ist hier "metamorphosiert", welches "verändert, umgeformt, umgestaltet" bedeutet. Jeder, der häufig in das Allerheiligste geht und seinen Blick konzentriert auf Christus richtet, wird metamorphosiert. Eine Umgestaltung findet statt. Eine solche Person wird fortwährend in das Ebenbild und das Wesen von Jesus verwandelt.

 

Vielleicht kommst du häufig in die Gegenwart des Herrn. Doch fühlst gar nicht, dass du dich veränderst, während du Zeit, eingeschlossen mit ihm, verbringst. Ich sage dir, du kannst wissen, dass eine Metamorphose gerade stattfindet. Mit Sicherheit geschieht etwas, weil niemand beständig die Herrlichkeit Christi schauen kann ohne umgewandelt zu werden. Beachte den letzten Satz in der Aussage von Paulus: "Wir alle... werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn." (3,18; kursiv von mir; Schlachter 2000). Nun beachte den vorangehenden Vers: "Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit." (3,17; Elberfelder)

 

Siehst du, was Paulus hier sagt? Er sagt uns: "Wenn du das Angesicht Christi anschaust, dann ist dort Freiheit zur Veränderung". Wenn wir uns in seiner Gegenwart aufhalten geben wir dem Heiligen Geist die Freiheit unser Leben zu regieren und mit uns zu tun, was er möchte. Das ist eine Tat der Unterordnung, die aussagt: "Herr, mein Wille gehört dir. Was auch immer dazu notwendig ist: wandle mich um in das Bild von Jesus".

Dienstag, 11. August 2009

EINEN BAUM PFLANZEN

Gott hat nicht verheißen, dass er seine Kinder vom Leiden fernhält. Er hat nicht versprochen uns davor abzuhalten einer Stunde der Not ins Auge zu sehen. Wir haben nicht die Verheißung eines Weltfriedens, der Stille oder des fortwährenden finanziellen Wohlbefindens. Uns ist Friede und Sicherheit von Seele und Gemüt verheißen - die übernatürliche Versorgung für jede wahre Not - und die Zusage, dass wir niemals um Brot zu betteln haben. Gott würde uns lieber an dem Ort haben, an den Paulus kam als er sagte: "Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen." (1. Timotheus 6,8; Elberfelder)


Die Zukunft schaut böse und nichts Gutes ahnend aus. Aber David sagte in Psalm 23: "Ich fürchte kein Unheil". Dies ist die Botschaft für die Gläubigen heute. Auch die Zukunft ist unter seiner Kontrolle, daher brauchen wir uns nicht zu fürchten. Gott hat alles vorprogrammiert. Er kennt den genauen Augenblick wenn Christus wiederkommen wird. Der Gott, der den ganzen Himmel und die Erde kontrolliert, sagte: "Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein Stäubchen in den Waagschalen sind sie geachtet... alle Völker sind wie nichts vor ihm... weniger als nichts" (Jesaja 40,15.17; Schlachter 2000).

 

Gott möchte von uns, dass wir weiterhin arbeiten bis zur Wiederkunft Christi. Das bedeutet einfach, dass wir so arbeiten sollen als ob das Ende niemals käme und so leben als ob es morgen käme. Der große Evangelist D.L. Moody wurde gefragt: "Was würdest du heute tun wenn du wüsstest, dass Jesus Christus morgen käme?" Seine Antwort war: "Ich würde einen Baum pflanzen". So sei es. Lass den wahren Christen sich daranmachen zu säen und Gottes Samen zu pflanzen und sich damit zu beschäftigen, Gottes Werk zu tun. Wenn er wiederkommt, lasst ihn uns als solche finden, die "seinen Willen tun".

 

Immer noch zählt Gott die einzelnen Haare auf unseren Häuptern. Immer noch zählt er die Spatzen, die auf den Boden fallen. Immer noch hört er Bitten bevor sie gestellt werden. Immer noch antwortet er bevor er angerufen wird. Immer noch gibt er überfließend mehr als wir bitten oder denken können. Warum sich also fürchten? 

Montag, 10. August 2009

DAVIDS ÜBERRASCHENDES EINGESTÄNDNIS

Nachdem er Gottes Wort ausführlich gepriesen hat, beschließt David den Psalm 119 mit diesem Vers: "Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht!" (Vers 176; Schlachter 2000).

 

David sagt im wesentlichen: "Bitte, Herr, suche mich in der Weise auf, wie ein Hirte nach einem verlorenen Schaf sucht. Trotz all meines biblischen Wissens, Predigens und des langen Werdegangs mit dir bin ich irgendwie von deiner Liebe abgekommen. Ich habe das Gespür für die Ruhe verloren, die ich einst in dir hatte. All meine Pläne sind misslungen. Und jetzt begreife ich meine totale Hilflosigkeit. Komm zu mir, Vater. Suche mich auf an diesem schrecklichen, dürren Ort. Auf eigene Faust kann ich dich nicht finden. Du musst mich finden. Ich glaube immer noch, dass dein Wort wahr ist".


David wusste, dass er von Gottes Ruhe abgekommen war. Er wusste, dass die Liebe des Herrn während seiner vorangegangenen Krisen in sein Herz hätte eingeprägt werden sollen. Aber jetzt, wieder einmal, hatte er vergessen, dass Gott ihn liebt. So schrie er zum Herrn und flehte ihn an, seinen verlorenen Diener aufzusuchen.

 

Nunmehr kam der Hirte wieder zu David. Und als David hörte, wie sein Name gerufen wurde, war sein Herz getröstet. Ihm wurde bewusst: "Mein Hirte kennt mich bei meinem Namen". David fand sich wieder, wie er vom Hügel in das grüne Tal geführt wurde. Und sobald er die grüne Weide unten erreicht hatte, sagte Jahwe Roi (der Herr mein Hirte) zu ihm: "Lege dich hin, schlafe und lass deine ermattete Seele ausruhen. Keine Angst - ich bin dabei und kümmere mich um alles".

 

Es ist hier wichtig festzustellen, dass sich Davids Umstände nicht geändert hatten. Tatsächlich sagt die Heilige Schrift, dass die Feinde, die David Sorgen bereiteten, mehr geworden waren (Psalm 3,1). Aber David befand sich wieder in Gottes Liebe hineinversetzt. Jetzt konnte er sagen: "Bei dem HERRN ist die Rettung (Befreiung)" (3,9; Elberfelder). Er bezeugte: "Keine eigenen Pläne mehr. Keine schlaflosen Nächte mehr, in denen man es so deichselt. Ich gehe sehnlich ein in die Liebe meines Hirten. Ich laufe in seine mir offenen Arme. Und ich ruhe aus in seiner Ruhe. Ich schlafe friedlich in seiner bedingungslosen Liebe mir gegenüber."

Freitag, 7. August 2009

DIE FÜHRUNG DES HEILIGEN GEISTES

Wenn die Schrift sagt, dass der Heilige Geist in uns "wohnt", bedeutet dies, dass Gottes Geist hereinkommt und unseren Körper besitzt und ihn zu seinem Tempel macht. Und weil der Heilige Geist die Absicht und Stimme des Vaters kennt, spricht er Gottes Gedanken zu uns. "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen" (Johannes 16,13; Elberfelder). Der Heilige Geist ist die Stimme Gottes in und zu uns!


Wenn der Heilige Geist in dir wohnt, dann wird er dich persönlich unterweisen. Du musst wissen, dass er nicht nur zu Pastoren, Propheten und Lehrern redet, sondern zu allen Nachfolgern von Jesus. Dies ist das ganze Neue Testament hindurch ersichtlich, da der Heilige Geist sein Volk führte und leitete indem er ihnen immerfort sagte: "Geh hierher, geh dorthin... geh in diese Stadt... salbe jene Person...". Die frühen Gläubigen wurden überall und in allem durch den Heiligen Geist geführt!

Und der Geist spricht niemals ein einziges Wort das der Heiligen Schrift widerspricht. Vielmehr gebraucht er die Heilige Schrift, um deutlich zu uns zu reden. Er gibt uns niemals eine "neue Offenbarung" abgesondert von Gottes Wort. Er schließt uns sein offenbartes Wort auf, um uns zu leiten, zu führen und uns zu trösten, und um uns Dinge zu zeigen, die noch kommen sollen.

Ich bin überzeugt, dass Gott nur zu jenen spricht die, wie Mose, "kommen und bei ihm verweilen". Dies bedeutet, dass wir täglich hochwertige Zeit mit dem Herrn verbringen müssen - auf ihn warten, dass er unsere Herzen öffnet, damit wir seine Stimme in vollem Umfang hören, ohne in seiner Gegenwart gehetzt zu sein, weil wir glauben, dass er es liebt zu uns zu reden. Er wird uns nie irgendetwas vorenthalten - und er wird es niemals zulassen, dass wir verführt werden oder durcheinander zurückbleiben. Selbst in den schwierigsten Zeiten werden wir uns einer Zeit großen Jubels erfreuen - weil er selbst sich uns offenbaren wird, wie nie zuvor.

Donnerstag, 6. August 2009

WAS IN ALLER WELT IST MIT DER FREUDE GESCHEHEN?

Der Heilige Geist sehnt sich danach Gottes Volk zurück in den Dienst des Herrn mit Freude und Fröhlichkeit zu bringen. Wie bekümmert muss der Himmel sein, mitzuerleben wie sich die nasse Decke der Verzweiflung und Traurigkeit auf Scharen von Gläubigen gelegt hat.


Der Psalmist verkündete: "Glücklich das Volk, dessen Gott der HERR ist!" (Psalm 144,15; Elberfelder)


Jesaja sagte: "
Mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils" (Jesaja 12,3; Elberfelder)

Als der Heilige Geist begann bei mir die Angelegenheit des Ihm-mit-Freuden-Dienens anzugehen, war es mir schwer der Ernsthaftigkeit dieses Themas ins Angesicht zu sehen. Ich verstand Gottes Haltung nicht völlig. Ich fragte mich, wie wichtig das wohl sein könnte im Vergleich zu all den herzzerreißenden Problemen der Welt heute.


Wenige Christen kennen die Wahrheit über die Freiheit und das leben-freimachende Opfer auf Golgatha! Sie haben dem Kreuz nie erlaubt, sie von aller Furcht und Bindung freizusetzen. Wir können in unserer Beziehung mit dem Herrn nicht jubeln und über alle Maßen froh sein, wenn wir nur eine armselige oder begrenzte Kenntnis dessen besitzen, was am Kreuz geschah.


Du musst nicht all die Lehren über die Erlösung, die Versöhnung, die Sühne, die Gnade, die Heiligung usw. verstehen. Alles was du wissen musst, um dem Herrn fröhlich zu leben, ist diese eine grundlegende Wahrheit: GOTT WURDE MIT CHRISTI OPFER AM KREUZ GÄNZLICH BESÄNFTIGT!

Das war alles, was erforderlich war! Jetzt vergibt Gott gerne - mit Freuden - jedem der Buße tut.


Nicht in der Vergebung Christi zu frohlocken bedeutet seine vollständige Bezahlung unserer Sünden anzuzweifeln! Lass den Geist dir ein Verständnis dieser Wahrheit geben - wir sind zur Freiheit berufen. Gott möchte, dass wir ein Übermaß an Freude haben, eine Freude die vollständig und umfassend ist. Gedrückt und überlaufend!


Gottes Wort sagt in aller Deutlichkeit, wie er sich danach sehnt, dass sich seine Heiligen an ihm freuen.


"Damit meine Freude in ihnen vollkommen sei..." (Johannes 17,13; Luther)


"Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen." (Jesaja 35,10; Luther)

Mittwoch, 5. August 2009

NUR ZU UND WEINE!

Wenn es dir am schlimmsten geht, geh in dein verborgenes Gebetskämmerlein und weine all deine Bitterkeit heraus. Jesus weinte, Petrus trug in sich den Schmerz, dass er den Sohn Gottes verleugnet hatte, und er weinte bitterlich! Er ging allein auf die Berge und weinte vor Reue. Jene bitteren Tränen bewirkten ein süßes Wunder in ihm, und er kam zurück um das Reich Satans zu erschüttern.


Vor Jahren schrieb eine Frau, die durch eine Brustamputation gegangen war, das Buch mit dem Titel "First You Cry" (Anmerkung des Übersetzers: "Zuerst weinst du"). Wie wahr! Vor kurzem sprach ich mit einem Freund, der gerade informiert worden war, dass er Krebs im Endstadium hatte. "Das erste was du tust", sagte er, "ist zu weinen, bis keine Tränen mehr da sind. Dann fängst du an, dich näher zu Jesus zu bewegen, bis du weißt, dass seine Arme dich festhalten". 


Jesus wendet seinen Blick niemals von einem weinenden Herzen ab. Er sagte: "Ein zerschlagenes Herz werde ich nicht verachten" (vgl. Psalm 51,19). Nicht ein einziges Mal wird der Herr sagen: "Reiß dich zusammen! Steh auf und nimm deine Medizin! Beiß die Zähne zusammen und trockne deine Tränen". Nein! Jesus füllt jede Träne in sein ewiges Gefäß ein.

Geht es dir schlecht? Dann nur zu und weine. Und weine so lange bis die Tränen aufhören zu fließen. Aber lass jene Tränen nur dem Schmerz entspringen, nicht dem Unglauben oder dem Selbstmitleid.


Ermuntere dich im Herrn. Wenn dich Nebel umgibt und du keinen Ausweg aus deiner Zwangslage siehst, lehne dich zurück in die Arme von Jesus und vertraue ihm einfach. Er soll das alles bewerkstelligen! Er möchte deinen Glauben, dein Vertrauen. Er möchte, dass du laut ausrufst: "Jesus liebt mich! Er ist bei mir! Er wird mich nicht im Stich lassen! Gerade jetzt ist er dabei eine Lösung herbeizuführen! Ich werde nicht niedergeschlagen sein! Ich werde nicht unterliegen! Ich werde kein Leidtragender Satans sein! Ich werde weder meinen Verstand noch meine Ausrichtung verlieren! Gott ist auf meiner Seite! Ich liebe ihn, und er liebt mich!" 

Dienstag, 4. August 2009

HERR, BRING MICH NACH HAUSE!

Wie wir in Daniel 3,15-16 lesen, waren die drei hebräischen Männer für die Welt bereits tot als sie in das Feuer gingen. Sie konnten ihre Leiber freudevoll darbieten, als lebendige Opfer. Und wortwörtlich begegnete ihnen in ihrer Krise Jesus!


Was denkst du, sagten sie zu Jesus, als er im Feuerofen aufkreuzte? "Danke, dass du uns nicht den Schmerz fühlen lässt. Danke, dass du uns noch eine Gelegenheit schenkst - für ein paar weitere Jahre!"

 

Nein - niemals! Ich glaube sie sagten: "Herr, nimm uns mit! Lass uns nicht hier. Wir haben die Wonne, die Herrlichkeit, berührt - und wir wollen nicht mehr zurück! Bring uns nach hause, um mit dir zu sein." Sie hätten es vorgezogen, mit ihm zu sein! Jesus kennt diese Art von Herz - und es ist dergestalt, dass er sich selbst festlegt.

 

Bist du in der Lage zu sagen: "Herr, bring mich nach Hause"? Vielleicht hast du nie gelernt, deinen Körper, dein Unternehmen, deine Ehe, deine Krise in Gottes Hände zu legen. Ja, wir sollen immer im Glauben beten und glauben, dass Gott antworten wird; jedoch sollen wir ihm in unserer Situation vollkommen vertrauen, indem wir in unserem Herzen sagen: "Aber wenn nicht, Herr - Ich werde dir dennoch vertrauen!"


"Herr, du bist in der Lage, mich von diesem Feuerofen zu erlösen. Aber wenn du es nicht tust, dann werde ich dennoch glauben! Selbst wenn ich weiter durch diese entsetzliche Prüfung gehen muss - selbst wenn ich noch mehr Leiden, noch mehr Prüfungen ins Auge sehe - ich vertraue dir alles an. Nur komm und geh mit mir da hindurch!" Kannst du dieses Gebet beten?


Ich verspreche dir - Jesus Christus wird in deine Krise hineinkommen. Er wird dich bei deiner Hand nehmen und dich durch das Feuer hindurchführen!


Ich betrachte das Kommen von Christus in meine Krise als größtmögliche Antwort auf Gebet, weil wenn er kommt, wird seine Gegenwart mich über all meine Schmerzen heben, über all meine Verletzungen, über all meine Verwirrung. Wenn Jesus an deiner Seite auftaucht, nimmt er dich an der Hand und macht dich standfest.

Montag, 3. August 2009

HINGEGEBEN - IM LEBEN ODER TOD!

"Nebukadnezar ergriff das Wort und sprach zu ihnen:... Wenn ihr es aber nicht anbetet, so sollt ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?" (Daniel 3,14-15; Schlachter 2000)

Daniels Freunde sahen der schlimmsten möglichen Krise entgegen, die je einem Mensch begegnen kann. Wenn Gott nicht kommen und sie durch ein Wunder befreien würde, wären sie tot!

Was wird Christus in deine Krise bringen? Er kommt, wenn du die gleiche Verpflichtung eingehst, welche die drei hebräischen Söhne eingingen: "
[Sie] sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen" (die Verse 16 bis 18).

In anderen Worten: "Es schaut hoffnungslos aus. Wenn Gott kein Wunder für uns tun wird, sind wir tot. Doch unser Gott ist in der Lage uns aus dieser feuergefährlichen Krise zu befreien! Aber selbst wenn er es nicht tut, werden wir ihn doch nicht verlassen. Im Leben oder Tod werden wir ihm vertrauen!"

Geliebte, dies ist die Art von Glauben, welche Engel zum Jubeln bringt und das Herz Gottes wirklich beglückt. Es ist ein Glaube, der sagt: "Gott, ich bin überzeugt, felsenfest überzeugt, dass du in der Lage bist, mich zu befreien. Wenn du nur ein Wort sprichst, wird das alles vorbei sein."

"Aber wenn nicht, werde ich nicht rennen. Ich werde dich nicht anklagen, als ob du mich verlassen würdest. Ich werde treu und wahrhaftig bleiben. Deine Wege sind höher als meine, Herr - und mein Leben ist in deiner Hand. Selbst wenn du mich umbringst, werde ich dir doch vertrauen!" Dies ist was Christus in unsere Krise bringt - die völlige Zuversicht, dass er in der Lage ist uns aus jeglicher Krise zu erretten und zu befreien! Es ist eine Zuversicht, die egal was kommt, wir sind in seiner Hand.