Freitag, 16. Oktober 2009

MEIN ABSOLUTER FAVORIT

Von allen 150 Psalmen ist Psalm 34 mein absoluter Favorit. Er handelt rund um die Treue des Herrn, der seine Kinder aus großen Prüfungen und Krisen befreit. David verkündet: "Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich... Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie... Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie... Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der HERR." (Psalm 34,5.8.18.20; Elberfelder/Luther)


Beachte Davids Behauptung in diesem Psalm: "Ich suchte den HERRN... Dieser Elende schrie..." (34,5.7). Wann war das, als David diesen Schrei von sich gab? Es muss geschehen sein, als er sich in Gat wahnsinnig stellte, und doch konnte er in Gegenwart der Philister nicht hörbar gebetet haben. Dies bringt uns zu einer großartigen Wahrheit hinsichtlich der Befreiung Gottes. Manchmal wird der lauteste Schrei ohne eine hörbare Stimme bewerkstelligt.

Ich weiß wie sich diese Art von "innerem Aufschrei" anhört. Viele der lautesten Gebete meines Lebens - meine wichtigsten, herzzerreißendsten, inbrünstigsten Schreie - geschahen in absoluter Stille.


Bisweilen war ich von Umständen so gelähmt, dass ich nicht sprechen konnte, von Situationen überwältigt, die mein Fassungsvermögen derart überstiegen, dass ich nicht klar genug denken konnte um zu beten. Gelegentlich saß ich allein in meinem Studierzimmer derart verwirrt, dass ich unfähig war dem Herrn überhaupt irgendetwas zu sagen, aber die ganze Zeit schrie mein Herz aus: "Gott, hilf mir! Ich weiß jetzt gerade nicht wie ich beten soll, so höre den Schrei meines Herzens. Befreie mich aus dieser Situation."


Warst du jemals dort, an jenem Punkt? Hast du jemals gedacht: "Ich verstehe nicht, was das alles soll. Ich bin so überwältigt von meiner Lebenslage, derart überflutet von tiefem Schmerz, dass ich es nicht erklären kann. Herr, ich weiß nicht einmal was ich dir sagen soll. Was ist los?"


Ich glaube, dies ist genau das, was David durchlebte, als er von den Philistern gefangen wurde. Als er Psalm 34 schrieb, gestand er ein: "Ich befand mich in einer derart erdrückenden Situation, dass ich die Rolle eines Trottels spielte. Doch innerlich fragte ich mich: "Was geht in mir vor? Wie kam es dazu? Herr, hilf!"


Und so mutet es an, dass David sagte: "Dieser Elende schrie von innen heraus, ohne zu wissen was oder wie er beten soll, und der Herr hörte und rettete mich". Es war ein tiefgehender Schrei von Herzen, und der Herr ist treu, er hört jedes Wimmern, egal wie schwach.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

CHRISTUS REGIERT

Oft nehmen Menschen Kontakt mit unserem Werk auf und sagen: "Ich habe keinen, mit dem ich reden kann, keinen, mit dem ich meine Last teilen kann, keinen, der Zeit hat, um meinen Schrei zu hören. Ich brauche jemanden, dem ich mein Herz ausschütten kann."


König David war ständig von Leuten umgeben. Er war verheiratet und hatte viele Gefährten an seiner Seite. Doch wir hören von ihm denselben Schrei: "Zu wem soll ich gehen?" Es liegt in unserer Natur, einen anderen Menschen, mit Gesicht, Augen und Ohren, zu wollen, der uns zuhört und berät.

Als Hiob von seinen Prüfungen überwältigt wurde, schrie er in Gram aus: "O, dass ich einen hätte, der mir Gehör schenkte!" (Hiob 31,35; Schlachter 2000). Er stieß diesen Schrei aus, während er vor seinen sogenannten Freunden saß. Jene Freunde hatten kein Mitleid für seine Sorgen; genau genommen waren sie Boten der Verzweiflung.

Hiob wandte sich nur an den Herrn: "Siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe... Zu Gott blickt mein Auge mit Tränen auf" (Hiob 16,19-20; Elberfelder)


David hielt Gottes Volk an, es gleichermaßen zu tun: "Vertraut auf ihn allezeit, ihr von Gottes Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht" (Psalm 62,9; Elberfelder).

Eines Tages kommt das Leiden zu uns allen, und gerade jetzt ist eine Vielzahl an Heiligen durch Bedrängnisse festgekettet. Ihre Situation hat ihre Freude in Gefühle der Hilflosigkeit und Nutzlosigkeit verwandelt. Viele fragen in ihrem Schmerz: "Warum geschieht mir das? Ist Gott zornig mit mir? Was habe ich falsch gemacht? Warum antwortet er nicht auf meine Gebete?"

Ich glaube von Herzen, dass dieses Wort eine Einladung des Heiligen Geistes an dich ist, einen ungestörten Ort aufzusuchen, wo du regelmäßig dem Herrn deine Seele ausschütten kannst. David "schüttete seine Klage vor ihm aus", und das kannst du auch. Du kannst mit Jesus über Alles reden - deine Probleme, deine gegenwärtige Prüfung, deine Finanzen, deine Gesundheit - und sage ihm, wie überfordert du bist, und selbst wie mutlos du bist. Er wird dich mit Liebe und Erbarmen anhören, und er wird deinen Schrei nicht verachten.

Gott ging auf David ein. Er ging auf Hiob ein. Und Jahrhunderte hindurch ist er auf den Schrei des Herzens von jedem eingegangen, der seinen Verheißungen vertraute. Er hat verheißen, dich anzuhören und zu leiten. Er hat feierlich geschworen, deine Stärke zu sein, so dass du zu ihm gehen kannst und erneuert herauskommst.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

ICH BIN KRAFT UND ERBARMEN

"Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten." (Matthäus 15,32; Schlachter 2000)

Ich glaube, dass Christus hier seinen Jüngern gegenüber eine Erklärung abgab. Er sagte: "Ich werde mehr für die Leute tun, als sie zu heilen. Ich werde sicherstellen, dass sie genug Brot zu essen haben. Ich habe Sorge um jede Sache, die ihr Leben betrifft. Ihr müsst erkennen, dass ich mehr als nur Kraft bin. Ich bin auch Erbarmen. Wenn ihr mich nur als einen Heiler, einen Wundertäter seht, dann werdet ihr Angst vor mir haben. Aber wenn ihr mich auch als Barmherzigen seht, dann werdet ihr mich lieben und mir vertrauen."

Ich schreibe diese Botschaft für alle, die sich am Rande der Erschöpfung befinden, kurz vorm Umkippen sind, von der gegenwärtigen Situation überwältigt.

Du warst ein treuer Knecht, in der Zuversicht, dass Gott das Unmögliche für sein Volk tun kann, hast du andere gespeist. Doch du hast einige andauernde Zweifel, hinsichtlich seiner Bereitschaft in deinen Kampf einzugreifen.

Ich frage mich, wie viele Leser dieser Botschaft Worte des Glaubens und der Hoffnung zu anderen geredet haben, die vor erschütternden, scheinbar hoffnungslosen Situationen stehen. Du hast sie angehalten: „Bleib dran! Der Herr ist imstande. Er ist ein wunderwirkender Gott, und seine Verheißungen sind wahr. So verliere nicht die Hoffnung, weil er deinen Schrei beantworten wird.

Glaubst du wirklich an Wunder?“ Das ist die Frage, die mich der Heilige Geist gefragt hat. Meine Antwort war: „Ja, natürlich, Herr. Ich glaube an jedes einzelne Wunder, von dem ich in der Heiligen Schrift gelesen habe“. Doch diese Antwort ist nicht gut genug. Die Frage des Herrn an jeden Einzelnen von uns lautet tatsächlich: „Glaubst du, dass ich ein Wunder für dich wirken kann?“ Und nicht nur ein Wunder, sondern ein Wunder für jede Krise, jede Situation, der wir begegnen. Wir brauchen mehr als alttestamentliche Wunder, neutestamentliche Wunder, sowie vergangene Wunder in der Geschichte. Wir benötigen aktuelle, persönliche Wunder, die nur für uns und unsere Situation entworfen sind.

Denke an die eine Schwierigkeit, vor der du gerade stehst, deine größte Not, dein beunruhigendstes Problem. Du hast so lange dafür gebetet. Glaubst du wirklich, der Herr kann und wird es lösen, auf eine Art, die du dir nicht vorstellen kannst? Diese Art von Glauben befiehlt dem Herzen mit dem unruhigen Sorgen oder dem Fragenstellen aufzuhören. Er sagt dir, in der Fürsorge des Vaters zu ruhen, ihm zu vertrauen, dass er es alles auf seine Weise und zu seiner Zeit tut.

Dienstag, 13. Oktober 2009

JESUS HATTE EINEN PLAN

"Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen? Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte" (Johannes 6,5-6; Elberfelder). Jesus nahm Philippus auf die Seite und sagte: "Philippus, hier sind tausende von Menschen. Sie sind alle hungrig. Wo sollen wir genug Brot kaufen, um sie zu speisen? Was denkst du, sollten wir tun?"


Wie unglaublich liebevoll von Christus. Jesus wusste die ganze Zeit was er tun würde, so sagt es uns der Vers oben. Doch der Herr war dabei, Philippus etwas zu beizubringen, und die Lektion die er ihm weitergab, trifft auf jeden von uns heute zu. Denk doch mal nach, wieviele im Leib Christi sitzen die halbe Nacht aufrecht und versuchen ihre Probleme zu ergründen? Wir denken: "Vielleicht wird dies funktionieren. Nein, nein... aber vielleicht ist das die Lösung. Nein..."

Philippus und die Apostel hatten nicht nur ein Brotproblem. Sie hatten ein Bäckerladenproblem... und ein Geldproblem... und ein Verteilungsproblem... und ein Transportproblem... und ein Zeitproblem. Wenn man alles zusammenzählt, hatten sie Probleme, die sie sich nicht einmal vorstellen konnten. Ihre Lage war absolut unausführbar.


Jesus wusste die ganze Zeit genau, was er tun würde. Er hatte einen Plan. Und das gleiche gilt auch für deine Kümmernisse und Schwierigkeiten heute. Es gibt ein Problem, aber Jesus kennt deine ganze Situation. Und er kommt zu dir und fragt dich: "Was sollen wir diesbezüglich unternehmen?"

Die korrekte Antwort von Philippus wäre gewesen: "Jesus, du bist Gott. Bei dir ist kein Ding unmöglich. So übergebe ich dieses Problem an dich. Es ist nicht länger mein Problem, sondern deines".

Das ist es, was wir heute inmitten unserer Krise unserem Herrn sagen müssen: "Herr, du bist der Wundertäter, und ich händige all meine Zweifel und Ängste an dich aus. Ich vertraue meine gesamte Situation, mein ganzes Leben, deiner Fürsorge an. Ich weiß, du wirst es nicht zulassen, dass ich umkippe. Tatsächlich weißt du schon, was du mit meinem Problem tun wirst. Ich vertraue deiner Kraft."

Montag, 12. Oktober 2009

INMITTEN EINES WUNDERS

Du magst dich gerade inmitten eines Wunders befinden und es einfach nicht sehen. Es mag sein, dass du auf ein Wunder wartest. Du bist entmutigt, weil die Dinge stillzustehen scheinen. Du siehst kein Anzeichen für Gottes übernatürliches Wirken deinetwegen.


Bedenke was David in Psalm 18 sagt: "In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren. Da bebte und erzitterte die Erde; die Grundfesten der Berge wurden erschüttert und bebten... Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund... Er neigte den Himmel und fuhr herab... Dann donnerte der Herr in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen... er schoss seine Pfeile... er schleuderte Blitze" (Psalm 18,7-10.14-15; Schlachter 2000)

Du musst dir vergegenwärtigen, dass keine dieser Dinge wortwörtlich geschahen. All das war etwas, was David mit seinem geistlichen Auge sah. Ihr Lieben, das ist Glaube. Das geschieht wenn du glaubst, dass Gott deinen Schrei gehört hat, dass er sich nicht verspätet hat, dass er deine Bitte nicht ignoriert. Stattdessen hat er, als du gebetet hast, sofort auf stille Weise dein Wunder begonnen, und selbst jetzt tut er deinetwegen das übernatürliche Werk. Das heißt es, wirklich an Wunder zu glauben, sein fabelhaftes fortschreitendes Werk in unserem Leben.

David verstand die grundlegende Wahrheit hinter dem allen: "Er führte mich auch heraus in die Weite; er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir" (Psalm 18,20; Schlachter 2000). David verkündete: "Ich weiß warum der Herr all das für mich tut. Es geschieht, weil er Wohlgefallen an mir hat".


Ich glaube wirklich an augenblickliche Wunder. Gott wirkt heute in der Welt immer noch herrliche, sofortige Wunder. In Matthäus 16,9-11 und Markus 8,19-21, wo Jesus seine Jünger an die übernatürliche Speisung der 5.000 und der 4.000 erinnert, bittet er sie und uns, seinen fortschreitenden Wunder und ihrer Rolle in unserem eigenen Leben heute Beachtung zu schenken.

Freitag, 9. Oktober 2009

EIN VOLLKOMMENES HERZ HABEN

Weißt du, dass es möglich ist vor dem Herrn mit einem vollkommenen Herzen zu wandeln. Wenn du nach Jesus hungerst, magst du bereits mit einem aufrichtigen Wunsch versuchen, diesem Gebot des Herrn zu gehorchen.


Ich möchte dich ermutigen, es ist möglich oder Gott hätte uns nicht einen solchen Ruf gegeben. Ein vollkommenes Herz zu haben war Teil des Glaubenslebens von der Zeit als Gott das erste Mal zu Abraham sprach: "Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei vollkommen" (1. Mose 17,1; Elberfelder).


Im Alten Testament sehen wir, dass Einige das Ziel erreichten. David etwa beschloss in seinem Herzen Gottes Gebot zu gehorchen, vollkommen zu sein: "
Ich will einsichtig handeln auf vollkommenem Weg... Ich will mit lauterem Herzen wandeln in meinem Hause.
" (Psalm 101,2; Elberfelder)

Um das Problem hinsichtlich der Idee der Vollkommenheit in den Griff zu bekommen müssen wir zunächst verstehen, dass Vollkommenheit nicht eine sündenlose, lupenreine Existenz bedeutet. Nein, Vollkommenheit bedeutet in den Augen des Herrn etwas völlig anderes. Es bedeutet Vollständigkeit, Reife.

Die hebräische und griechische Bedeutung von "Vollkommenheit" beinhaltet "Aufrichtigkeit, ohne Fehler noch Makel, total gehorsam sein". Es bedeutet das zu vollenden, was begonnen wurde, eine vollkommene Darbringung. John Wesley nannte dieses Konzept von Vollkommenheit "beständigen Gehorsam". Ein vollkommenes Herz ist ein zugängliches Herz, eines das rasch und restlos auf all das Liebeswerben, das Flüstern und die Warnungen des Herrn eingeht. Solch ein Herz sagt zu allen Zeiten: "Sprich, Herr, dein Knecht hört. Zeige mir den Weg, und ich werde auf ihm wandeln".

Das vollkommene Herz ruft mit David aus: "Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Weg bin" (Psalm 139,24; Schlachter 2000).

In der Tat erforscht Gott unsere Herzen; so viel sagte er zu Jeremia: "Ich, der Herr, erforsche das Herz" (Jeremia 17,10; Schlachter 2000). Die hebräische Bedeutung für diesen Satz ist: "Ich durchschaue, ich sichte tief".

Das vollkommene Herz möchte, dass der Heilige Geist kommt und den inneren Menschen erforscht, dass er in all die verborgenen Ecken leuchtet - um all das zu untersuchen, zu entblößen und hervorzuholen, was nicht wie Christus ist. Jene jedoch, die eine heimliche Sünde verbergen, wollen nicht überführt, durchforscht oder eingehend untersucht werden.

Das vollkommene Herz verzehrt sich nach mehr als Sicherheit oder ein Bedecken von Sünde. Es bemüht sich darum immer in Gottes Gegenwart zu sein, in Gemeinschaft zu verweilen. Gemeinschaft bedeutet, mit dem Herrn zu reden, eine Super-Zeit mit ihm zu verbringen, sein Angesicht zu suchen und seine Gegenwart zu kennen.

Die Herzenserforschungen des Herrn sind nicht rachesüchtig, sondern erlösend. Seine Absicht ist nicht uns in Sünde verstrickt zu erwischen oder uns zu verdammen, sondern uns vorzubereiten, dass wir in seine heilige Gegenwart als saubere, reine Gefäße kommen. "Wer darf an seinem heiligen Ort stehen? Nur die Menschen, deren Hände und Herzen rein sind... Sie empfangen den Segen des Herrn" (Psalm 24,3-5; Neues Leben).

Donnerstag, 8. Oktober 2009

FORTSCHREITENDE WUNDER

Das Alte Testament ist voll von Gottes wunderwirkender Kraft: von der Teilung des Roten Meeres, zur Stelle, wo Gott zu Mose vom brennenden Dornbusch aus spricht und weiter zu Elia, der Feuer vom Himmel herbeiruft. All das waren unmittelbare Wunder. Die beteiligten Leute konnten sie vor ihren Augen sehen, sie fühlen und sich von ihnen begeistern lassen. Und sie sind die Art von Wunder, die wir heute sehen wollen, welche Ehrfurcht und Erstaunen einflößen. Wir wollen, dass Gott die Himmel aufreißt, herunter in unsere Situation kommt und in einer Explosion himmlischer Kraft die Dinge repariert.


Aber vieles von Gottes wunderwirkender Kraft im Leben seiner Leute geschieht durch, was wir "fortschreitende Wunder" nennen. Dies sind Wunder, die für das Auge kaum wahrnehmbar sind. Sie werden nicht durch Donner, Blitz oder irgendeine sichtbare Bewegung oder Veränderung begleitet. Vielmehr beginnen fortschreitende Wunder still, ohne Fanfaren, und sie entfalten sich langsam aber sicher, Schritt für Schritt.

Beide Arten von Wundern - plötzliche und fortschreitende - wurden bei den zwei Massenspeisungen Christi bezeugt. Die Heilungen, die er vollbrachte geschahen augenblicklich, sichtbar, durch jene, die in jenen Tagen gegenwärtig waren, leicht feststellbar. Ich denke an jenen verkrüppelten Mann mit dem verhutzelten Körper, der auf einmal eine äußerliche, physische Veränderung erfuhr, so dass er laufen und springen konnte. Hier war ein Wunder, das Alle in Erstaunen versetzen und bewegen musste, die es sahen.

Doch die Speisungen, die Christus tat, waren fortschreitende Wunder. Jesus brachte ein einfaches Segensgebet dar, ohne Feuer, Donner oder Erdbeben. Er brach bloß das Brot und den Trockenfisch, ohne ein Zeichen oder einen Ton von sich zu geben, dass gerade ein Wunder stattfand. Um jedoch so viele Menschen zu speisen, musste es tausende von jenen Brot- und Fischbrechungen geben, den ganzen Tag. Und jedes einzelne Stück Brot und Fisch war ein Teil des Wunders.

Auf diese Weise vollbringt Jesus heute viele seiner Wunder in dem Leben seiner Leute. Wir beten um plötzliche Wunder, aber oft ist der Herr still am Werk und gestaltet Stück für Stück ein Wunder für uns, häppchenweise. Vielleicht sind wir nicht in der Lage es zu hören oder zu berühren, aber er ist am Werk und gestaltet unsere Erlösung, über das hinaus was wir sehen können.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

DIE MACHT DER VERGEBUNG

Vergebung ist nicht eine einmalige Handlung, sondern ein Lebensstil, der uns in jegliche Segnung in Christus bringen soll. "Ich sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid." (Matthäus 5,44-45; Schlachter 2000)


Gemäß Jesus ist Vergebung nicht eine Angelegenheit des Herauspickens oder Aussuchens, wem wir gerne vergeben wollen. Wir können nicht sagen: "Du hast mich zu sehr verletzt, also vergebe ich dir nicht." Christus sagt uns: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?" (5,46)


Es spielt keine Rolle gegen wen sich unser Groll richtet. Wenn wir an ihm festhalten, wird er in Bitterkeit führen, die jeden Aspekt unseres Lebens vergiftet. Unversöhnlichkeit verursacht geistliche Hungersnot, Schwäche und einen Verlust des Glaubens und setzt dabei nicht nur uns zu, sondern Allen in unserem Umkreis.


In den vergangenen 50 Jahren meines Dienstes habe ich entsetzliche Verwüstungen in den Leben jener gesehen, welche Vergebung vorenthielten.

" Doch ich habe auch die siegreiche Kraft eines vergebenden Geistes gesehen. Vergebung verwandelt Menschenleben und lässt die Fenster des Himmels sich öffnen. Sie füllt unseren Becher mit geistlichem Segen bis zum Rand mit überfließendem Frieden, Freude und Ruhe im Heiligen Geist. Jesu Lehre über dieses Thema ist sehr konkret, und wenn du dich in diesen wunderbaren Bereich des Segens begeben willst, dann beherzige und ergreife seine Worte.
Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben" (Matthäus 6,14-15; Schlachter 2000). Mach nicht den Fehler, Gott schließt mit uns hier kein Geschäft ab. Er sagt nicht: "Weil du anderen vergeben hast, werde ich dir vergeben". Wir können niemals Gottes Vergebung verdienen. Nur das vergossene Blut Christi ist der Vergebung von Sünden wert.

Vielmehr sagt Christus: "Volle Vergebung der Sünde erfordert, dass du anderen vergibst. Wenn du an irgendeiner Unversöhnlichkeit festhältst, dann hast du nicht all deine Sünden bekannt. Wahre Buße heißt jeden Groll zu bekennen und aufzugeben, und somit jede Spur von Bitterkeit gegenüber Anderen zu kreuzigen. Alles andere ist keine Buße."


Das geht Hand in Hand mit seiner Seligpreisung: "Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!" (Matthäus 5,7; Schlachter 2000). Sein Punkt ist: Vergebe Anderen, so kannst du dich in die Segnungen und die Freude der Sohnschaft begeben. Dann kann Gott Zeichen seiner Liebe ausgießen. Und wenn du vergibst, offenbarst du der Welt das Wesen des Vaters.

Dienstag, 6. Oktober 2009

DIESELBE HERRLICHKEIT

"Wer mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" (Johannes 14,21; Luther). "...damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein... Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien" (Johannes 17,21-23; kursiv von mir; Luther).


Wirf noch einmal einen Blick auf den kursiven Vers. Im wesentlichen sagt Jesus: "Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, Vater, habe ich ihnen gegeben". Christus macht hier eine unglaubliche Aussage. Er sagt aus, dass uns dieselbe Herrlichkeit gegeben worden ist, welche der Vater ihm gab. Was für ein verblüffender Gedanke. Doch, was ist das für eine Herrlichkeit, die Christus gegeben wurde, und wie gibt unser Leben den Blick auf jene Herrlichkeit frei? Sie ist nicht irgendeine Aura oder irgendein Gefühl; sie ist unbeeinträchtigter Zugang zum himmlischen Vater!


Jesus machte es uns einfach, Zugang zum Vater zu haben, indem er uns die Tür durch das Kreuz geöffnet hat: "Denn durch ihn [Christus] haben wir alle beide [wir und die Fernstehenden] durch 'einen' Geist den Zugang zum Vater" (Epheser 2,18). Das Wort "Zugang" meint die Berechtigung hereinzukommen. Es bedeutet freien Zutritt, wie auch direkte Ansprechbarkeit: "In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn" (3,12; Elberfelder).

Siehst du, was Paulus hier sagt? Durch den Glauben sind wir an einen Ort des unbeeinträchtigten Zugangs zu Gott gelangt. Uns geht es nicht wie Esther im Alten Testament. Sie musste auf ein Zeichen des Königs warten, bevor sie zum Thron hinzutreten konnte. Erst als er ihr sein Zepter entgegenstreckte,war es Esther erlaubt vorzutreten.

Dagegen sind du und ich bereits im Thronsaal. Und wir haben die Berechtigung und das Vorrecht den König jederzeit anzusprechen. Tatsächlich sind wir eingeladen, jegliche Bitte an ihn zu richten: "Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe" (Hebräer 4,16; Elberfelder).

Als Christus auf Erden diente, musste er sich nicht davonmachen, um im Gebet die Absicht des Vaters zu erlangen. Er sagte: "Ich kann nichts aus mir selbst tun. Ich tue nur, was der Vater mir sagt und zeigt" (vgl. Johannes 5,19). Heute ist uns genau derselbe Grad an Zugang zum Vater gegeben, den Christus hatte. Du magst sagen: "Augenblick mal. Ich habe denselben Zugang zum Vater, den Jesus hatte?"


Mach nicht den Fehler. Genau wie Jesus sollen wir oft und leidenschaftlich beten, Gott suchen, auf den Herrn warten. Aber wir müssen uns nicht davonmachen, um Gott wegen Kraft oder Führung anzuflehen, weil genau sein Geist in uns wohnt. Und der Heilige Geist offenbart uns die Absicht und den Willen des Vaters.

Montag, 5. Oktober 2009

VIER AUSSICHTEN

Gott ist jemand, der Zusagen macht und Zusagen hält, und er hat zu meinem Herzen über vier Dinge gesprochen, für die Gottes Volk ihm vertrauen sollte. Diese Aussichten gründen sich auf den Zusagen, die Gott uns gemacht hat.

1. Erwarte, dass du belohnt wirst, wenn du den Herrn aufrichtig suchst. "[Er] belohnt [die], die ihn aufrichtig suchen." (Hebräer 11,6; Neue Genfer Übersetzung).

Du kannst im Glauben Gott um ein Zeichen bitten, das dein Vertrauen belebt und wiederanfacht. Gott ist immer pünktlich, und er weiß, dass du in deiner Anfechtungszeit einen Strahl der Hoffnung und der guten Nachricht benötigst. Erwarte von ihm, dass er seine Zusage hält, dich jetzt zu belohnen, wo du dich in der größten Not befindest. Gott kann nicht lügen. Er hat gesagt, dass er jene belohnt, die ihn aufrichtig suchen. Suche ihn tagtäglich und glaube, dass dieses Jahr dein Jahr ist, geprägt von einem großartigen geistlichen Segen.

2. Erwarte, dass du Belege eines zunehmenden Wunders in deinem Leben sehen wirst. "Bei Gott sind alle Dinge möglich" (Markus 10,27; Elberfelder).

Ich glaube an Sofort-Wunder und an zunehmende Wunder. Zunehmende Wunder beginnen auf unbemerkte, stille Weise und entfalten sich ganz allmählich - ein kleines Erbarmen zur Zeit. Erwarte, Gott auf geheimnisvolle Weise handeln zu sehen, unsichtbar für das menschliche Auge.

3. Erwarte, in Gottes verheißenen Ort der Ruhe einzugehen. "Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes... Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen" (Hebräer 4,9.11; Luther/Elberfelder).

In den letzten paar Jahren haben wir eine Ausgießung von unglaublichen Katastrophen, Problemen und Anfechtungen gesehen. Inmitten all dessen sehnt sich der Herr danach, dass du ihm vertraust, dass er dich in seine verheißene Ruhe bringt. Gott hat niemals beabsichtigt, dass seine Kinder in Furcht und Verzweiflung leben. Wir brauchen einen draufgängerischen Glauben und vertrauen Gott im Angesicht der Furcht, der Schwierigkeiten und selbst des Todes.

4. Erwarte, dass der Heilige Geist sich immer in seinem Tempel befindet. "Wisst ihr nicht,dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?" (1. Korinther 6,19; Luther).

Der Heilige Geist wohnt in dem Herzen des Gläubigen. Auf der ganzen Welt ist er allgegenwärtig. Ich begehe jeden Tag mit dem Bekenntnis, dass er hier in seinem Tempel ist, um mich zu trösten, mich zu führen, mich zu ermutigen, mich zu salben und die Herrlichkeit Jesu Christi in einer fortwährend zunehmenden Offenbarung aufzudecken. Ihn verlangt danach, dass du von ihm erwartest, dass er dir seine Gegenwart aufzeigt, und das jeden Tag mehr. Er möchte dich zu einem unerschütterlichen Glauben bringen, so wie er es mit seinen Jüngern getan hat.

Glaube diesen Zusagen! Ergreife diese Aussichten, und du wirst Gott wunderbare Dinge tun sehen.

Freitag, 2. Oktober 2009

DAS ANGESICHT GOTTES SUCHEN

In Psalm 27 fleht David Gott in einem starken, eindringlichen Gebet an. Er bittet in Vers 7: "HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!" (Luther). Sein Gebet dreht sich um ein Verlangen, ein Bestreben, etwas das ihn vollständig verzehrt: "Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich" (27,4; Elberfelder).

David bezeugt: "Ich habe ein Gebet, Herr, eine Bitte. Es ist meine einzige, wichtigste Zielsetzung im Leben, mein fortwährendes Gebet, die eine Sache, die ich mir erbete. Und ich werde es begehren mit allem, was in mir ist. Diese eine Angelegenheit verzehrt mich als mein Lebensziel.

Was war diese eine Angelegenheit, die David über alles andere ersehnte, der Gegenstand auf das er sein Herz ausgerichtet hatte, um ihn zu erlangen? Er spricht zu uns: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4; King James Version).

Mach nicht den Fehler, David war kein Asket, der die Welt da draußen scheut. Er war kein Eremit, der sich an einen einsamen Ort in der Einöde verdrücken will. Nein, David war ein leidenschaftlicher Mann der Tat. Er war ein großartiger Krieger, mit einer gewaltigen Menschenmasse, die von seinen Siegen in der Schlacht sang. Er war auch leidenschaftlich in seinem Gebet und seiner Hingabe, mit einem Herzen, das nach Gott verlangte. Und der Herr hatte David mit so vielen Dingen, die seinen Herzenswünschen entsprangen, gesegnet.

Tatsächlich hatte David alles geschmeckt, was ein Mensch sich im Leben wünschen könnte. Er hatte Reichtümer und Wohlstand, Macht und Autorität kennengelernt. Er hatte Respekt, Lob und Bewunderung der Menschen erhalten. Gott hatte ihm Jerusalem als die Hauptstadt des Königreichs gegeben, und er war von treu ergebenen Männern umgeben, die bereit waren für ihn zu sterben.

Aber vor allem war David ein Anbeter. Er war ein lobpreisender Mann, der Gott für all seine Segnungen danksagte. Er bezeugte: "Der Herr hat tagtäglich Segnungen auf mich gelegt".

Tatsächlich sagte David damit: "Es gibt einen Lebensstil, den ich jetzt erstrebe - einen Ruheort im Herrn, wonach sich meine Seele sehnt. Ich möchte ununterbrochene geistliche Vertrautheit mit meinem Gott". Dies war das, was David meinte, als er betete: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4).

Donnerstag, 24. September 2009

DAS ANGESICHT GOTTES

"Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich" (Psalm 27,4; Elberfelder). König David wusste, dass da noch mehr wäre als das Kennen Gottes; er spürte, dass der Herrn etwas bereithielt, das er noch nicht erhalten hatte, und er würde nicht stillehalten, bis er es gefunden hätte. Er sagte, lange Rede kurzer Sinn: "Da ist eine Anmut, eine Herrlichkeit, eine Begeisterung über den Herrn, die ich in meinem Leben noch nicht gesehen habe. Ich möchte wissen, wie es ist, eine ununterbrochene Gemeinschaft mit meinem Gott zu haben. Mein Leben soll ein lebendiges Gebet sein. Nur das wird mich den Rest meiner Tage hindurchtragen."


Das Angesicht Gottes ist sein Ebenbild, sein Spiegelbild. Als Antwort auf den Schrei aus Davids Herz, Innigkeit zu ihm zu haben, sagte Gott: "Suche mein Angesicht". Davids Antwort war: "Herr, als du sagtest: 'Suche mein Angesicht', da hüpfte mein Herz in Erwiderung auf Dein Reden". "Mein Herz sagte dir: Dein Angesicht, HERR, werde ich suchen" (Psalm 27,8; King James Version).

In seiner Antwort offenbarte der David, dass er seine Sehnsüchte befriedigen kann, indem er Gott in seinem eigenen Leben widerspiegelt. Er unterwies David: "Lerne von mir. Erforsche mein Wort und bete um Verstehen durch den Geist, so kannst du wie ich sein. Ich möchte, dass dein Leben der Welt meine Anmut offenbart."

Dies war nicht lediglich ein Aufruf zum Gebet; David betete bereits siebenmal am Tag. Tatsächlich sind die Gebete Davids das, was seine Leidenschaft entfachte, den Herrn zu kennen. Nein, dieser Ruf von Gott war, nach einem Lebensstil Hunger zu verspüren, der total widerspiegelt, wer Jesus ist.

Siehst du, auf Golgatha nahm Gott ein menschliches Antlitz an. Jesus kam auf die Erde als Mensch. Gott im Fleisch. Und er tat dies, darum konnte er unseren Schmerz empfinden, er wurde versucht und auf die Probe gestellt, wie wir, und er konnte den Vater abbilden. Die Heilige Schrift nennt Jesus den Abdruck (das ist das exakte Ebenbild) Gottes. Er ist dieselbe Essenz und Substanz Gott-Vaters (vgl. Hebräer 1,3), dasselbe "eingravierte Bild". Lange Rede kurzer Sinn, er ist "derselbe wie" der Vater in jeder Hinsicht.


Bis auf den heutigen Tag ist Jesus Christus das Angesicht, oder das genau Ebenbild Gottes auf der Erde. Und wegen ihm haben wir die ununterbrochene Gemeinschaft mit dem Vater. Durch das Kreuz haben wir das Vorrecht "sein Angesicht zu sehen", ihn zu berühren. Wir können wie er leben und bezeugen: "Ich tue nichts, außer ich sehe und höre es vom Herrn".

Heute, wenn Gott sagt: "Suche mein Angesicht", haben seine Worte größere Folgen als zu irgendeiner anderen Zeit in der Geschichte. Wie sollen wir bei all dem, was in der Welt um uns herum abläuft, reagieren? Als David von einer Menge Götzendiener umgeben war, sagte Gott: "Suche mein Angesicht". Und wir tun es aus dem einen Grund: dass wir wie er sein mögen! Dass wir sein Bildabdruck werden, so dass jene, die den wahren Christus suchen, ihn in uns sehen.

Freitag, 11. September 2009

LIEBE BEGINNT ZUHAUSE

Die Anweisung von Jesus in Johannes 15,6 hat damit zu tun wie ich meinen Ehepartner und meine Kinder behandle. Für Ledige schließt dies ein, wie du Mitbewohner, Mitchristen, die Leute, die Dir am nächsten sind, behandelst.

Es führt kein Weg daran vorbei. Wenn ich der Mann und Pastor werden soll zu dem mich Gott berufen hat, dann muss meine Ehefrau in der Lage sein vor dem Himmel, der Hölle und der ganzen Welt ehrlich zu sagen: "Mein Ehemann liebt mich mit der Liebe Christi. Er macht Fehler, aber er wird immer geduldiger und verständnisvoller mit mir. Er wird zärtlicher und fürsorglicher. Und er betet mit mir. Er ist kein falscher Fuffziger. Er ist was er predigt."

Aber wenn dies nicht das Zeugnis meiner Frau ist - wenn sie einen geheimen Schmerz in ihrem Herzen hat und denkt: "Mein Ehemann ist nicht der Mann Gottes den er vorgibt zu sein" - dann ist alles in meinem Leben umsonst. All meine Werke - das Predigen, die Erfolge, das wohltätige Spenden, die vielen Reisen - laufen dann auf nichts hinaus. Ich bin dann ein verdorrter, nutzloser Ast, der nicht die Frucht der Christusähnlichkeit trägt. Jesus wird andere dazu bringen, den Tod in mir zu sehen, und ich werde für sein Königreich wenig wert sein.

Ein Pastor im mittleren Alter und seine Frau kamen todunglücklich und weinend zu mir. Der Pastor erzählte mir unter Tränen: "Bruder Dave, ich habe gegen Gott und meine Frau gesündigt. Ich habe Ehebruch begangen".

Er zitterte unter göttlicher Reue als er mir seine Sünde bekannte. Dann wandte sich seine Frau zu mir und sagte leise: "Ich habe ihm vergeben.

Seine Buße ist für mich echt, und ich bin zuversichtlich, dass der Herr uns wiederherstellen wird."

Ich war privilegiert, den Beginn einer wunderschönen Heilung mitzuerleben. Wir können niemals unsere vergangenen Verfehlungen wiedergutmachen. Aber wenn da wahre Buße ist, dann verspricht Gott all das wiederherzustellen, was die Heuschrecken zerstört haben.

Ich wünsche jedem Paar, das sich an einer christozentrischen Ehe erfreut, dass sie aufstehen und die Wahrheit erzählen würden: "Es ist nicht einfach". Ehe ist eine Tag-für-Tag Anstrengung, in gleicher Weise wie es das christliche Leben ist. Wie der Weg des Kreuzes bedeutet es, dass du täglich deine Rechte aufgibst. Natürlich weiß Satan, dass dein Herz bestrebt ist in deinem Heim christusähnlicher zu werden, daher wird er beständig Anfechtungen bringen.

Keine andere Schule ist so schwierig und intensiv wie die Schule der Ehe. Und man erlangt nie einen Abschluss. Gott macht es uns deutlich:

Unser Leben mit unseren Geliebten ist die Spitze, der äußerste Gipfel all unserer Prüfungen. Wenn wir es hier falsch machen, werden wir es auch sonst überall in unserem Leben falsch machen.

Donnerstag, 10. September 2009

ANDERE LIEBEN

Christusähnlich zu sein heißt Jesus in Anderen wahrzunehmen. Auf meinen Reisen treffe ich viele wertvolle Männer und Frauen, von denen ich weiß, dass sie dem Herrn völlig hingegeben sind. Wenn ich ihnen begegne hüpft augenblicklich mein Herz. Obwohl wir uns vorher noch nie begegnet sind, habe ich einen Zeugen im Heiligen Geist, dass sie von Christus erfüllt sind. 


Ich kann noch einige ihrer Gesichter sehen: Pastoren, Bischöfe, arme Straßenevangelisten. Und in dem Augenblick, als ich sie traf, realisierte ich ohne dass ein Wort gesprochen worden war: "Dieser Mann ist mit Jesus zusammen gewesen. Diese Frau ist in Christus gesättigt". Wenn ich sie begrüße, sage ich immer eine Sache, von der ich mir wünsche, dass andere sie von mir sagen: "Bruder, Schwester, ich sehe Jesus in dir".


Christusähnlichkeit hat damit zu tun, wie ich jene außerhalb meiner Familie behandle, andere zu lieben wie er uns liebt. Doch es bedeutet auch unsere Feinde zu lieben - jene, die uns hassen, die sich unserer auf gemeine Weise bedienen, die nicht in der Lage sind uns zu lieben. Und wir sollen dies tun und nichts im Gegenzug erwarten. Auf diese Weise zu lieben ist für menschliche Begriffe unmöglich. Es gibt keine Ratgeberbücher, keine Prinzipiensätze, oder irgendein Maß an menschlicher Intelligenz, die uns aufzeigen könnten, wie wir, in der Weise wie Christus uns geliebt hat, unsere Feinde lieben sollen. Doch haben wir die Anweisung erhalten es zu tun. Und wir müssen es mit einem immer größer werdenden Vorsatz tun.

 

Also, wie tun wir es? Wie liebe ich den Moslem, der einen Block von meiner Kirche entfernt mir ins Gesicht spuckt? Wie liebe ich die Leute, die Internetwebseiten betreiben auf denen sie mich als einen falschen Propheten bezeichnen? Wie liebe ich Homosexuelle, die die Fifth Avenue herunterstolzieren mit Schildern, die kundtun: "Jesus war schwul"? Wie liebe ich sie ehrlicherweise in Christus? Ich weiß nicht einmal wie andere Christen aus eigener Kraft zu lieben sind.

Es muss das Werk des Heiligen Geistes sein. Jesus betete zum Vater: "Dass die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen" (Johannes 17,26). Christus bittet den Vater, seine Liebe in uns hineinzulegen. Und er verspricht, dass der Heilige Geist uns zeigen wird, wie wir jene Liebe ausleben können.


Der Heilige Geist wird getreulich all die Weisen, wie Christus andere liebte, zusammenbringen und dir aufzeigen (Johannes 16,15). Tatsächlich ist der Heilige Geist begeistert, uns mehr von Jesus aufzuzeigen. Das ist der Grund, weshalb er in unseren leiblichen Tempeln wohnt: um uns Christus zu lehren. "Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein... er wird euch alles lehren" (Johannes 14,17.26)

Mittwoch, 26. August 2009

IRDISCHE GEFÄSSE

Eine der ermutigsten Schriftstellen in der Bibel ist 2. Korinther 4,7: "Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns" (Luther). Und dann fährt Paulus fort, jene irdischen Gefäße als sterbende Menschen zu beschreibne, von allen Seiten bedrängt, bange, unterdrückt, niedergeschlagen. Auch wenn sie nie verlassen waren, noch verzweifelt, stöhnten jene von Gott gebrauchten Männer fortwährend unter der Last ihrer Leiber und warteten unruhig darauf mit neuen bekleidet zu werden.


Gott spottet der Kraft des Menschen. Er lacht über unsere egoistischen Bemühungen gut zu sein. Er gebraucht nie den Hohen und Mächtigen, sondern er gebraucht das, was schwach ist in dieser Welt, um die Weisen zuschanden zu machen. "Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist... damit sich kein Mensch vor Gott rühme." (1. Korinther 1,26-29; Luther)

 

Wow! Beschreibt das überhaupt mich! Schwach! Töricht! Verachtet! Gering! Was nicht sehr vornehm, nicht sehr gescheit, nicht sehr mächtig ist! Was für ein Wahnsinn zu denken, dass Gott solche Geschöpfe gebrauchen könnte! Doch das ist sein perfekter Plan und das größte Rätsel auf Erden. Gott beruft uns in unseren Schwachheiten, selbst wenn er weiß, dass wir es falsch machen werden. Er legt seinen unbezahlbaren Schatz in diese unsrigen Gefäße, weil es ihn begeistert das Unmögliche mit Nichts zu bewerkstelligen.

 

Gott hat festgelegt, dass er sein Ziel hier auf Erden durch Menschen mit Schwachheiten erreicht. Abraham hatte Schwachheiten: Er log, und machte beinahe seine Frau zu einer Ehebrecherin, aber Abraham "hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden" (Römer 4,3; Luther)

Dienstag, 25. August 2009

DER EINSIEDLERKREBS

König David, der Autor von so vielen Psalmen, hatte genug von seinen Kämpfen. Er war so seelenmatt, so sehr von Sorgen umkämpft und bedrängt, dass er nur noch an einen Ort des Friedens und der Sicherheit fliehen wollte: "Mein Herz bebt in mir, und die Schrecken des Todes haben mich überfallen.... Und ich sprach: O dass ich Flügel hätte wie die Taube; ich würde davonfliegen, bis ich Ruhe fände.... ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem brausenden Wind, vor dem Sturm." (Psalm 55,5-9; Schlachter 2000)


Eine Lektion aus der Natur offenbart, was passiert, wenn wir den guten Kampf gegen einen einfacheren Weg eintauschen und von unserer Schlacht weglaufen. Kürzlich las ich die Studie eines Biologen über Krebse, Kreaturen, die in einer rauhen, gefährlichen Umgebung zwischen zerklüfteten Felsen leben. Die Krebse werden täglich von Wellen herumgeschleudert und von allen Seiten durch Lebewesen aus tieferem Wasser angegriffen. Sie kämpfen unentwegt, um sich selbst zu schützen. Und mit der Zeit entwickeln sie einen harten Panzer und gewaltige Überlebensinstinkte.

 

Erstaunlicherweise geben einige in der Krebsfamilie den Lebenskampf auf. Auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort nehmen sie ihren Wohnsitz in den abgeworfenen Schalen anderer Ozeankreaturen. Diese Krebse sind als Einsiedlerkrebse bekannt. Indem sie sich für Sicherheit entscheiden, ziehen sie sich vom Kampf zurück und flüchten in Secondhand-Fertighäuser.


Aber der "sichere Unterschlupf" erweist sich als kostenreich und ruinös. Aufgrund des mangelnden Kampfes verderben wichtige Teile ihres Körpers. Selbst ihre Organe verkümmern aufgrund des Mangels an Gebrauch. Mit der Zeit verliert der Einsiedlerkrebs alle Bewegungskraft, wie auch lebensnotwendige Körperteile, die zur Flucht notwendig sind. Diese Gliedmaße fallen einfach ab und lassen die Krabbe zwar ohne Gefahr zurück, aber unbrauchbar irgendetwas anderes zu tun als zu existieren.


Zwischenzeitlich wachsen und gedeihen jene Krebse, die den Kampf fortsetzten. Ihre fünf Beinpaare werden fleischig und stark, weil sie den kräftigen Gezeiten widerstehen. Und sie lernen sich vor ihren Räubern zu verstecken, indem sie geschickt unter Felsformationen krabbeln.

 

Dieses Gesetz der Natur ist ein Bild für das Gesetz des Geistes. Als Gläubige werden wir Welle um Welle von Schwierigkeiten gebeutelt und gestoßen. Wir schauen brutalen Räubern der Mächte und Gewalten Satans ins Auge. Aber wenn wir kämpfen, werden wir stärker. Und wir werden lernen die Listen des Teufels zu erkennen, wenn er sie gegen uns anwendet. Wir entdecken unsere wahre Zuflucht, die "Felsspalte", indem wir Jesus vertrauen. Nur dann sind wir inmitten unserer Schlacht wahrhaftig sicher.

Samstag, 22. August 2009

GOTTES ERFOLGSMASS

In Gottes Augen wird Erfolg total erreicht, wenn man ihm dient. Solche Diener trachten nicht danach "es zu schaffen", auch streben sie keine irdische Sicherheit an. Sie wollen lediglich ihren Herrn kennenlernen und ihm dienen.


Denk über die von Obadja 100 versteckten Propheten nach (1. Könige 18,4). Sie fristeten während einer schweren Hungersnot für wenigstens drei bis vier Jahre ein abgeschiedenes Dasein in Höhlen. Diese Männer besaßen keinen Dienst im Freien. Sie befanden sich vollkommen außerhalb der öffentlichen Sicht, vergessen von den meisten Leuten. Sie konnten nicht einmal Elias Sieg auf dem Berg Karmel teilen. Ohne Zweifel würde die Welt sie als Versager bezeichnen, unbedeutende Männer, die nichts erreicht haben.


Doch Gott hatte diesen hingegebenen Dienern die kostbare Gabe der Zeit gegeben. Sie hatten Tage, Wochen, sogar Jahre, um zu beten, zu studieren, zu wachsen und dem Herrn zu dienen. Siehst du, Gott bereitete sie auf den Tag vor, an dem er sie freilassen würde, um seinem Volk zu dienen. In der Tat würden diese Männer jenehüten, die unter Elias Dienst zu Gott umkehren.


Vor Jahren segnete der Herr mich mit dieser Gabe der Zeit. Bevor ich überhaupt Pastor einer Gemeinde war, ging ich in den Wald und predigte zu den Vögeln und Bäumen. Ich hatte keine Pläne, kein Programm, keine Träume. Ich wollte lediglich Gottes Herz kennenlernen. So betete ich täglich, indem ich den Herrn suchte und ihm diente. Und vom vorderen bis zum hinteren Buchdeckel strich ich meine Bibel an. Ich war verborgen, wurde von niemandem gesehen. Aber Gott kannte meine Adresse bereits die ganze Zeit.

Mein Ratschlag ist: Verzichte darauf nach einem Dienst Ausschau zu halten. Verbringe stattdessen deine Zeit mit Gott. Er weiß, wo er dich findet. Er wird dich herbeirufen, wenn er sieht, dass du so weit bist. Vergiss wass andere tun. Strebe danach ein Erfolg beim Thron Gottes zu sein. Wenn du dem Herrn dienst und für andere betest, bist du bereits ein Erfolg in seinen Augen!

Donnerstag, 13. August 2009

ICH BIN

Ich habe den Heiligen Geist gebeten, mir in einem Absatz eine Beschreibung von Glauben zu geben, so dass die Jungs in unserem Teen Challenge Drogenzentrum es verstehen können. In meiner Bibliothek habe ich ein Buch, das über dreihundert Seiten benötigt, um Glaube zu definieren, und ich habe es nie verstanden. (Ich glaube, der Mann, der es schrieb, hat es auch nicht verstanden)


Einst stellte Mose dieselben Fragen, die wir stellen: "Wer bin ich? - Wer ist Gott? - Beschreibe ihn". Gott antwortete Mose in zwei Worten. Gott sagte: "Mose, sprich zum Volk, dass 'ICH BIN' dich gesendet hat" (vgl. 2. Mose 3,14; Elberfelder). (Laut modernem Denken hatte Gott sich zu stark vereinfacht.)


ICH BIN wer? Was brauchst du? Befreiung? Dann: ICH BIN Befreiung. ICH BIN alles was du brauchst.

Glaube ist: Gott sagt "ICH BIN" und meine Antwort "ER IST". Glaube stimmt der Beschreibung Gottes von sich selbst einfach zu. Gott sagt: "Ich bin dabei dich aus dem Unwetter zu erretten". Ich sage: "Er ist dabei mich aus dem Unwetter zu erretten".

 

Glaube nimmt Gott beim Wort bei dem was er sagt, dass ER es IST.

 

Was ist das Unwetter in deinem Leben? Wie siehst du ihm entgegen?

 

Bitte ihn, dass er dir Glauben schenkt zu glauben. Bitte ihn, ganz gleich was passiert - ganz gleich, welchen Umständen du gegenüberstehst. Das Unwetter ist der Ausweg!

 

Paulus sagte: "Ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin" (Philipper 4,11; Elberfelder). Ich glaube, dass in dem Augenblick, als Paulus vom Glauben ergriffen wurde, er zufrieden war. Er war im Zentrum des Willens Gottes, und er hatte die Verheißung von Gott. Er hatte durchgebetet. Ganz gleich was von jenem Augenblick an passieren sollte. Gott hatte den Stachel aus dem Unwetter herausgenommen.


Er kann auch für dich die Furcht vor dem Unwetter nehmen. Wirst du es ihm erlauben? Sitze dein Unwetter aus - Gott ist nicht dabei, dich zu Grunde gehen zu lassen.

Mittwoch, 12. August 2009

UNSER DIENST

"Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel" (2. Korinther 3,18; Luther). Was bedeutet es, die Herrlichkeit des Herrn zu schauen? Paulus spricht hier von hingegebener, fokussierter Anbetung. Das ist die Zeit, die Gott gegeben wird, um ihn einfach schauen. Und der Apostel fügt schnell hinzu: "So sieht also der Dienst aus" (4,1; Neue Genfer Übersetzung). Paulus macht deutlich, dass es ein Dienst ist, das Angesicht Christi zu schauen, dem wir uns alle weihen müssen.


Das griechische Wort für schauen in diesem Vers ist ein kraftvoller Ausdruck. Er bezeichnet nicht einfach nur einen "Blick zu werfen auf", sondern den "Blick zu fixieren". Das heißt, sich zu entscheiden: "Ich werde mich nicht von dieser Stelle bewegen. Bevor ich irgendetwas anderes mache, werde ich versuchen eine einzige Sache zu bewerkstelligen, ich muss mich in der Gegenwart Gottes befinden."

 

Viele Christen missinterpretieren den Ausdruck "schauen... wie in einem Spiegel" (3,18). Sie denken an einen Spiegel, in dem Jesu Angesicht auf sie zurückreflektiert wird. Aber das ist nicht, was Paulus hier meint. Er spricht von einem äußerst fixierten Blick, als ob man ernstlich versuchen würde etwas durch ein Glas zu erspähen, um es klarer zu sehen. Wir müssen unsere Augen in dieser Weise "festmachen", entschlossen, Gottes Herrlichkeit in dem Angesicht Christi zu sehen.Wir müssen uns in das Allerheiligste einschließen, mit dem einzigen Wunsch: derart konzentriert zu schauen, und mit einer solchen Hingabe innige Gemeinschaft zu haben, dass wir verändert werden.

 

Das griechische Wort für verändert ist hier "metamorphosiert", welches "verändert, umgeformt, umgestaltet" bedeutet. Jeder, der häufig in das Allerheiligste geht und seinen Blick konzentriert auf Christus richtet, wird metamorphosiert. Eine Umgestaltung findet statt. Eine solche Person wird fortwährend in das Ebenbild und das Wesen von Jesus verwandelt.

 

Vielleicht kommst du häufig in die Gegenwart des Herrn. Doch fühlst gar nicht, dass du dich veränderst, während du Zeit, eingeschlossen mit ihm, verbringst. Ich sage dir, du kannst wissen, dass eine Metamorphose gerade stattfindet. Mit Sicherheit geschieht etwas, weil niemand beständig die Herrlichkeit Christi schauen kann ohne umgewandelt zu werden. Beachte den letzten Satz in der Aussage von Paulus: "Wir alle... werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn." (3,18; kursiv von mir; Schlachter 2000). Nun beachte den vorangehenden Vers: "Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit." (3,17; Elberfelder)

 

Siehst du, was Paulus hier sagt? Er sagt uns: "Wenn du das Angesicht Christi anschaust, dann ist dort Freiheit zur Veränderung". Wenn wir uns in seiner Gegenwart aufhalten geben wir dem Heiligen Geist die Freiheit unser Leben zu regieren und mit uns zu tun, was er möchte. Das ist eine Tat der Unterordnung, die aussagt: "Herr, mein Wille gehört dir. Was auch immer dazu notwendig ist: wandle mich um in das Bild von Jesus".

Dienstag, 11. August 2009

EINEN BAUM PFLANZEN

Gott hat nicht verheißen, dass er seine Kinder vom Leiden fernhält. Er hat nicht versprochen uns davor abzuhalten einer Stunde der Not ins Auge zu sehen. Wir haben nicht die Verheißung eines Weltfriedens, der Stille oder des fortwährenden finanziellen Wohlbefindens. Uns ist Friede und Sicherheit von Seele und Gemüt verheißen - die übernatürliche Versorgung für jede wahre Not - und die Zusage, dass wir niemals um Brot zu betteln haben. Gott würde uns lieber an dem Ort haben, an den Paulus kam als er sagte: "Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen." (1. Timotheus 6,8; Elberfelder)


Die Zukunft schaut böse und nichts Gutes ahnend aus. Aber David sagte in Psalm 23: "Ich fürchte kein Unheil". Dies ist die Botschaft für die Gläubigen heute. Auch die Zukunft ist unter seiner Kontrolle, daher brauchen wir uns nicht zu fürchten. Gott hat alles vorprogrammiert. Er kennt den genauen Augenblick wenn Christus wiederkommen wird. Der Gott, der den ganzen Himmel und die Erde kontrolliert, sagte: "Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein Stäubchen in den Waagschalen sind sie geachtet... alle Völker sind wie nichts vor ihm... weniger als nichts" (Jesaja 40,15.17; Schlachter 2000).

 

Gott möchte von uns, dass wir weiterhin arbeiten bis zur Wiederkunft Christi. Das bedeutet einfach, dass wir so arbeiten sollen als ob das Ende niemals käme und so leben als ob es morgen käme. Der große Evangelist D.L. Moody wurde gefragt: "Was würdest du heute tun wenn du wüsstest, dass Jesus Christus morgen käme?" Seine Antwort war: "Ich würde einen Baum pflanzen". So sei es. Lass den wahren Christen sich daranmachen zu säen und Gottes Samen zu pflanzen und sich damit zu beschäftigen, Gottes Werk zu tun. Wenn er wiederkommt, lasst ihn uns als solche finden, die "seinen Willen tun".

 

Immer noch zählt Gott die einzelnen Haare auf unseren Häuptern. Immer noch zählt er die Spatzen, die auf den Boden fallen. Immer noch hört er Bitten bevor sie gestellt werden. Immer noch antwortet er bevor er angerufen wird. Immer noch gibt er überfließend mehr als wir bitten oder denken können. Warum sich also fürchten? 

Montag, 10. August 2009

DAVIDS ÜBERRASCHENDES EINGESTÄNDNIS

Nachdem er Gottes Wort ausführlich gepriesen hat, beschließt David den Psalm 119 mit diesem Vers: "Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht!" (Vers 176; Schlachter 2000).

 

David sagt im wesentlichen: "Bitte, Herr, suche mich in der Weise auf, wie ein Hirte nach einem verlorenen Schaf sucht. Trotz all meines biblischen Wissens, Predigens und des langen Werdegangs mit dir bin ich irgendwie von deiner Liebe abgekommen. Ich habe das Gespür für die Ruhe verloren, die ich einst in dir hatte. All meine Pläne sind misslungen. Und jetzt begreife ich meine totale Hilflosigkeit. Komm zu mir, Vater. Suche mich auf an diesem schrecklichen, dürren Ort. Auf eigene Faust kann ich dich nicht finden. Du musst mich finden. Ich glaube immer noch, dass dein Wort wahr ist".


David wusste, dass er von Gottes Ruhe abgekommen war. Er wusste, dass die Liebe des Herrn während seiner vorangegangenen Krisen in sein Herz hätte eingeprägt werden sollen. Aber jetzt, wieder einmal, hatte er vergessen, dass Gott ihn liebt. So schrie er zum Herrn und flehte ihn an, seinen verlorenen Diener aufzusuchen.

 

Nunmehr kam der Hirte wieder zu David. Und als David hörte, wie sein Name gerufen wurde, war sein Herz getröstet. Ihm wurde bewusst: "Mein Hirte kennt mich bei meinem Namen". David fand sich wieder, wie er vom Hügel in das grüne Tal geführt wurde. Und sobald er die grüne Weide unten erreicht hatte, sagte Jahwe Roi (der Herr mein Hirte) zu ihm: "Lege dich hin, schlafe und lass deine ermattete Seele ausruhen. Keine Angst - ich bin dabei und kümmere mich um alles".

 

Es ist hier wichtig festzustellen, dass sich Davids Umstände nicht geändert hatten. Tatsächlich sagt die Heilige Schrift, dass die Feinde, die David Sorgen bereiteten, mehr geworden waren (Psalm 3,1). Aber David befand sich wieder in Gottes Liebe hineinversetzt. Jetzt konnte er sagen: "Bei dem HERRN ist die Rettung (Befreiung)" (3,9; Elberfelder). Er bezeugte: "Keine eigenen Pläne mehr. Keine schlaflosen Nächte mehr, in denen man es so deichselt. Ich gehe sehnlich ein in die Liebe meines Hirten. Ich laufe in seine mir offenen Arme. Und ich ruhe aus in seiner Ruhe. Ich schlafe friedlich in seiner bedingungslosen Liebe mir gegenüber."

Freitag, 7. August 2009

DIE FÜHRUNG DES HEILIGEN GEISTES

Wenn die Schrift sagt, dass der Heilige Geist in uns "wohnt", bedeutet dies, dass Gottes Geist hereinkommt und unseren Körper besitzt und ihn zu seinem Tempel macht. Und weil der Heilige Geist die Absicht und Stimme des Vaters kennt, spricht er Gottes Gedanken zu uns. "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen" (Johannes 16,13; Elberfelder). Der Heilige Geist ist die Stimme Gottes in und zu uns!


Wenn der Heilige Geist in dir wohnt, dann wird er dich persönlich unterweisen. Du musst wissen, dass er nicht nur zu Pastoren, Propheten und Lehrern redet, sondern zu allen Nachfolgern von Jesus. Dies ist das ganze Neue Testament hindurch ersichtlich, da der Heilige Geist sein Volk führte und leitete indem er ihnen immerfort sagte: "Geh hierher, geh dorthin... geh in diese Stadt... salbe jene Person...". Die frühen Gläubigen wurden überall und in allem durch den Heiligen Geist geführt!

Und der Geist spricht niemals ein einziges Wort das der Heiligen Schrift widerspricht. Vielmehr gebraucht er die Heilige Schrift, um deutlich zu uns zu reden. Er gibt uns niemals eine "neue Offenbarung" abgesondert von Gottes Wort. Er schließt uns sein offenbartes Wort auf, um uns zu leiten, zu führen und uns zu trösten, und um uns Dinge zu zeigen, die noch kommen sollen.

Ich bin überzeugt, dass Gott nur zu jenen spricht die, wie Mose, "kommen und bei ihm verweilen". Dies bedeutet, dass wir täglich hochwertige Zeit mit dem Herrn verbringen müssen - auf ihn warten, dass er unsere Herzen öffnet, damit wir seine Stimme in vollem Umfang hören, ohne in seiner Gegenwart gehetzt zu sein, weil wir glauben, dass er es liebt zu uns zu reden. Er wird uns nie irgendetwas vorenthalten - und er wird es niemals zulassen, dass wir verführt werden oder durcheinander zurückbleiben. Selbst in den schwierigsten Zeiten werden wir uns einer Zeit großen Jubels erfreuen - weil er selbst sich uns offenbaren wird, wie nie zuvor.

Donnerstag, 6. August 2009

WAS IN ALLER WELT IST MIT DER FREUDE GESCHEHEN?

Der Heilige Geist sehnt sich danach Gottes Volk zurück in den Dienst des Herrn mit Freude und Fröhlichkeit zu bringen. Wie bekümmert muss der Himmel sein, mitzuerleben wie sich die nasse Decke der Verzweiflung und Traurigkeit auf Scharen von Gläubigen gelegt hat.


Der Psalmist verkündete: "Glücklich das Volk, dessen Gott der HERR ist!" (Psalm 144,15; Elberfelder)


Jesaja sagte: "
Mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils" (Jesaja 12,3; Elberfelder)

Als der Heilige Geist begann bei mir die Angelegenheit des Ihm-mit-Freuden-Dienens anzugehen, war es mir schwer der Ernsthaftigkeit dieses Themas ins Angesicht zu sehen. Ich verstand Gottes Haltung nicht völlig. Ich fragte mich, wie wichtig das wohl sein könnte im Vergleich zu all den herzzerreißenden Problemen der Welt heute.


Wenige Christen kennen die Wahrheit über die Freiheit und das leben-freimachende Opfer auf Golgatha! Sie haben dem Kreuz nie erlaubt, sie von aller Furcht und Bindung freizusetzen. Wir können in unserer Beziehung mit dem Herrn nicht jubeln und über alle Maßen froh sein, wenn wir nur eine armselige oder begrenzte Kenntnis dessen besitzen, was am Kreuz geschah.


Du musst nicht all die Lehren über die Erlösung, die Versöhnung, die Sühne, die Gnade, die Heiligung usw. verstehen. Alles was du wissen musst, um dem Herrn fröhlich zu leben, ist diese eine grundlegende Wahrheit: GOTT WURDE MIT CHRISTI OPFER AM KREUZ GÄNZLICH BESÄNFTIGT!

Das war alles, was erforderlich war! Jetzt vergibt Gott gerne - mit Freuden - jedem der Buße tut.


Nicht in der Vergebung Christi zu frohlocken bedeutet seine vollständige Bezahlung unserer Sünden anzuzweifeln! Lass den Geist dir ein Verständnis dieser Wahrheit geben - wir sind zur Freiheit berufen. Gott möchte, dass wir ein Übermaß an Freude haben, eine Freude die vollständig und umfassend ist. Gedrückt und überlaufend!


Gottes Wort sagt in aller Deutlichkeit, wie er sich danach sehnt, dass sich seine Heiligen an ihm freuen.


"Damit meine Freude in ihnen vollkommen sei..." (Johannes 17,13; Luther)


"Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen." (Jesaja 35,10; Luther)

Mittwoch, 5. August 2009

NUR ZU UND WEINE!

Wenn es dir am schlimmsten geht, geh in dein verborgenes Gebetskämmerlein und weine all deine Bitterkeit heraus. Jesus weinte, Petrus trug in sich den Schmerz, dass er den Sohn Gottes verleugnet hatte, und er weinte bitterlich! Er ging allein auf die Berge und weinte vor Reue. Jene bitteren Tränen bewirkten ein süßes Wunder in ihm, und er kam zurück um das Reich Satans zu erschüttern.


Vor Jahren schrieb eine Frau, die durch eine Brustamputation gegangen war, das Buch mit dem Titel "First You Cry" (Anmerkung des Übersetzers: "Zuerst weinst du"). Wie wahr! Vor kurzem sprach ich mit einem Freund, der gerade informiert worden war, dass er Krebs im Endstadium hatte. "Das erste was du tust", sagte er, "ist zu weinen, bis keine Tränen mehr da sind. Dann fängst du an, dich näher zu Jesus zu bewegen, bis du weißt, dass seine Arme dich festhalten". 


Jesus wendet seinen Blick niemals von einem weinenden Herzen ab. Er sagte: "Ein zerschlagenes Herz werde ich nicht verachten" (vgl. Psalm 51,19). Nicht ein einziges Mal wird der Herr sagen: "Reiß dich zusammen! Steh auf und nimm deine Medizin! Beiß die Zähne zusammen und trockne deine Tränen". Nein! Jesus füllt jede Träne in sein ewiges Gefäß ein.

Geht es dir schlecht? Dann nur zu und weine. Und weine so lange bis die Tränen aufhören zu fließen. Aber lass jene Tränen nur dem Schmerz entspringen, nicht dem Unglauben oder dem Selbstmitleid.


Ermuntere dich im Herrn. Wenn dich Nebel umgibt und du keinen Ausweg aus deiner Zwangslage siehst, lehne dich zurück in die Arme von Jesus und vertraue ihm einfach. Er soll das alles bewerkstelligen! Er möchte deinen Glauben, dein Vertrauen. Er möchte, dass du laut ausrufst: "Jesus liebt mich! Er ist bei mir! Er wird mich nicht im Stich lassen! Gerade jetzt ist er dabei eine Lösung herbeizuführen! Ich werde nicht niedergeschlagen sein! Ich werde nicht unterliegen! Ich werde kein Leidtragender Satans sein! Ich werde weder meinen Verstand noch meine Ausrichtung verlieren! Gott ist auf meiner Seite! Ich liebe ihn, und er liebt mich!" 

Dienstag, 4. August 2009

HERR, BRING MICH NACH HAUSE!

Wie wir in Daniel 3,15-16 lesen, waren die drei hebräischen Männer für die Welt bereits tot als sie in das Feuer gingen. Sie konnten ihre Leiber freudevoll darbieten, als lebendige Opfer. Und wortwörtlich begegnete ihnen in ihrer Krise Jesus!


Was denkst du, sagten sie zu Jesus, als er im Feuerofen aufkreuzte? "Danke, dass du uns nicht den Schmerz fühlen lässt. Danke, dass du uns noch eine Gelegenheit schenkst - für ein paar weitere Jahre!"

 

Nein - niemals! Ich glaube sie sagten: "Herr, nimm uns mit! Lass uns nicht hier. Wir haben die Wonne, die Herrlichkeit, berührt - und wir wollen nicht mehr zurück! Bring uns nach hause, um mit dir zu sein." Sie hätten es vorgezogen, mit ihm zu sein! Jesus kennt diese Art von Herz - und es ist dergestalt, dass er sich selbst festlegt.

 

Bist du in der Lage zu sagen: "Herr, bring mich nach Hause"? Vielleicht hast du nie gelernt, deinen Körper, dein Unternehmen, deine Ehe, deine Krise in Gottes Hände zu legen. Ja, wir sollen immer im Glauben beten und glauben, dass Gott antworten wird; jedoch sollen wir ihm in unserer Situation vollkommen vertrauen, indem wir in unserem Herzen sagen: "Aber wenn nicht, Herr - Ich werde dir dennoch vertrauen!"


"Herr, du bist in der Lage, mich von diesem Feuerofen zu erlösen. Aber wenn du es nicht tust, dann werde ich dennoch glauben! Selbst wenn ich weiter durch diese entsetzliche Prüfung gehen muss - selbst wenn ich noch mehr Leiden, noch mehr Prüfungen ins Auge sehe - ich vertraue dir alles an. Nur komm und geh mit mir da hindurch!" Kannst du dieses Gebet beten?


Ich verspreche dir - Jesus Christus wird in deine Krise hineinkommen. Er wird dich bei deiner Hand nehmen und dich durch das Feuer hindurchführen!


Ich betrachte das Kommen von Christus in meine Krise als größtmögliche Antwort auf Gebet, weil wenn er kommt, wird seine Gegenwart mich über all meine Schmerzen heben, über all meine Verletzungen, über all meine Verwirrung. Wenn Jesus an deiner Seite auftaucht, nimmt er dich an der Hand und macht dich standfest.

Montag, 3. August 2009

HINGEGEBEN - IM LEBEN ODER TOD!

"Nebukadnezar ergriff das Wort und sprach zu ihnen:... Wenn ihr es aber nicht anbetet, so sollt ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?" (Daniel 3,14-15; Schlachter 2000)

Daniels Freunde sahen der schlimmsten möglichen Krise entgegen, die je einem Mensch begegnen kann. Wenn Gott nicht kommen und sie durch ein Wunder befreien würde, wären sie tot!

Was wird Christus in deine Krise bringen? Er kommt, wenn du die gleiche Verpflichtung eingehst, welche die drei hebräischen Söhne eingingen: "
[Sie] sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen" (die Verse 16 bis 18).

In anderen Worten: "Es schaut hoffnungslos aus. Wenn Gott kein Wunder für uns tun wird, sind wir tot. Doch unser Gott ist in der Lage uns aus dieser feuergefährlichen Krise zu befreien! Aber selbst wenn er es nicht tut, werden wir ihn doch nicht verlassen. Im Leben oder Tod werden wir ihm vertrauen!"

Geliebte, dies ist die Art von Glauben, welche Engel zum Jubeln bringt und das Herz Gottes wirklich beglückt. Es ist ein Glaube, der sagt: "Gott, ich bin überzeugt, felsenfest überzeugt, dass du in der Lage bist, mich zu befreien. Wenn du nur ein Wort sprichst, wird das alles vorbei sein."

"Aber wenn nicht, werde ich nicht rennen. Ich werde dich nicht anklagen, als ob du mich verlassen würdest. Ich werde treu und wahrhaftig bleiben. Deine Wege sind höher als meine, Herr - und mein Leben ist in deiner Hand. Selbst wenn du mich umbringst, werde ich dir doch vertrauen!" Dies ist was Christus in unsere Krise bringt - die völlige Zuversicht, dass er in der Lage ist uns aus jeglicher Krise zu erretten und zu befreien! Es ist eine Zuversicht, die egal was kommt, wir sind in seiner Hand.

Freitag, 31. Juli 2009

GENAUE ANWEISUNGEN UND UNEINGETRÜBTE ENTSCHEIDUNGEN!

Gottes Absicht mit jedem seiner Kinder ist, dass wir uns in die Herrschaft und Führung des Heiligen Geistes ergeben:


"Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln" (Galater, 5,25; Schlachter 2000). In anderen Worten: "Wenn er in dir lebt, dann erlaube ihm dich zu leiten!"


Ich möchte dir aufzeigen, was es heißt im Geist zu wandeln. Ich bin in diesem siegreichen Wandel noch nicht völlig angekommen - aber ich gewinne an Boden!


Wir haben unser ganzes Leben lang den Ausdruck "im Geist wandeln" gehört, aber was bedeutet das wirklich? Ich glaube, dass das 16. Kapitel der Apostelgeschichte eines der besten Muster ist, was es bedeutet im Heiligen Geist zu wandeln.


Der Heilige Geist stellt absolute, ganz genaue Anweisungen für jene bereit, die in ihm wandeln. Wenn du im Geist wandelst, dann wandelst du nicht in Verwirrung - deine Entscheidungen sind nicht eingetrübt.


Die Christen der Frühzeit wandelten nicht in Verwirrung. Sie wurden in jeder Entscheidung, jeder Bewegung, jedem Tun durch den Geist geführt! Der Geist redete zu ihnen und führte sie in jeder einzelnen Tagesstunde. Keine Entscheidung wurde getroffen, ohne dass man ihn um Rat gefragt hätte. Das Gemeindemotto im ganzen Neuen Testament war: "Wer Ohren hat zu hören, der soll hören was der Geist zu sagen hat!"


Ich begann meinen Dienst in New York City weil der Heilige Geist mir ganz klar gesagt hatte: "Geh nach New York City und richte eine Gemeinde auf". Und er sagte mir wann ich kommen solle. Kein Teufel oder Dämon könnte mich hiervon abbringen - weil der Geist genaue Anweisungen gegeben hatte. Ich erinnere mich wie ich zwischen Broadway und Seventh Avenue stand, weinte und meine Hände erhob. Der Heilige Geist sagte: "In genau diesem Gebiet werde ich eine Gemeinde aufrichten. Gehorche mir, David. Beginne eine Gemeinde in New York City!" Die Times Square Church ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von klaren, genauen Anweisungen des Heiligen Geistes!

Donnerstag, 30. Juli 2009

WIE WICHTIG IST ES, DASS WIR UNSEREN FEINDEN VERGEBEN UND SIE SEGNEN?

Paulus schreibt: "Gebt Raum dem Zorn" (Römer 12,19). Er sagt: "Du erleidest das Falsche. Lege ihn nieder und ziehe weiter. Werde lebendig im Geist". Hingegen, wenn wir uns weigern, die uns zugefügten Schmerzen zu vergeben, dann müssen wir diesen Folgen ins Angesicht schauen:


  1. Wir werden schuldiger sein als die Person, die uns unsere Wunde zugefügt hat.
  2. Gottes Barmherzigkeit und Gnade uns gegenüber wird abgedreht. Und dann, wenn die Umstände in unserem Leben beginnen sich falsch zu entwickeln, werden wir sie nicht einordnen können, weil wir uns im Ungehorsam befinden.
  3. Die zu unserem Nachteil bereiteten Unannehmlichkeiten unseres Verfolgers werden uns weiterhin des Friedens berauben. Er wird der Sieger werden, indem es ihm gelingt uns eine bleibende Wunde beizufügen.
  4. Weil Satan sein Ziel erreicht, indem er uns in Rachegedanken hineintreibt, wird er in der Lage sein uns in noch tödlichere Sünden zu führen. Und wir werden Übertretungen begehen, die weit schlimmer sind als diese.


Der Autor der Sprüche gibt den Ratschlag: "Einsicht macht einen Menschen langsam zum Zorn, und es ist ihm eine Ehre, Vergehungen zu übersehen" (Sprüche 19,11; Schlachter 2000). In anderen Worten: Wir dürfen nichts tun, bis sich unser Zorn gelegt hat. Wir dürfen keine Entscheidung treffen oder irgendeine Tat durchziehen, solange wir noch ärgerlich sind.


Immer wenn wir Verletzungen übersehen und Sünden vergeben, die uns angetan wurden, bringen wir unserem himmlischen Vater Ehre. Wenn wir das tun, bildet das unseren Charakter. Wenn wir vergeben, wie Gott vergibt, bringt er uns in eine Offenbarung des Wohlwollens und Segens hinein, die wir bislang nicht kannten.


Jesus gebietet uns, dass wir jene lieben, die sich selbst zu unseren Feinden gemacht haben, indem wir drei Dinge tun:


  1. Wir sollen sie segnen
  2. Wir sollen ihnen Gutes tun
  3. Wir sollen für sie beten

In Matthäus 5,44 sagt Jesus:
"Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen".

Mittwoch, 29. Juli 2009

GEBET - LANGE REDE KURZER SINN

"Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde; darum seien deine Worte wenige." (Prediger 5,1; Elberfelder)


Häufig liegt in langen Gebeten ein Vorwand. Der Wunsch, bei Gott einen "Vertrauensvorschub" aufzubauen; der Ehrgeiz das Gebetsleben von Menschen zu kopieren, die Gott gebraucht; der unterschwellige Versuch, den Herrn mit Worten zu überhäufen, um ihn so anzuöden, dass er handelt. Ich frage mich - wird Gott davon nicht gelangweilt? Sehnt er sich vielleicht doch nach mehr Gebeten und Bitten, die kurz und intelligent sind? Einige von uns gehen in das verborgene Kämmerlein und "labern wie ein Wasserfall". Wir werden voreilig, langatmig, bedienen uns einer Papageischablone und bedeutungsloser Bitt- und Lobmuster. Aber Gott verdient eine intelligente, prägnante Darstellung unserer Bedürfnisse, ein besonnenes Lobpreisopfer, das von Herzen kommt, und eine Würde, die auf unserem Respekt gegenüber dem König aller Könige beruht.

 

Werde mit Gott konkret, wenn du betest, und er wird dir gegenüber konkret werden, was die Antwort angeht. Leichtfertigkeit und Leichtsinn haben keinen Raum in seinen Vorhöfen.


Jesus sagte: "Bleibt hier und wacht mit mir!" (Matthäus 26,38)

 

Der wahre Sinn des Gebets ist, dass wir die intensive persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn genießen. Das Herz sträubt sich davor in Gottes Gegenwart verweilen und befriedigt sich mit "Andachten". Dies beschreibt einen hastigen Zeitraum spät in der Nacht oder früh am Morgen, wo ein "Quickie"-Gebet dargebracht wird und eine hastige Portion der Heiligen Schrift halbwegs aufgenommen wird. Alles in-der-Welt-Zeugnisgeben kann einen Menschen nicht von seiner Pflicht und seinem Privileg des Gebets im verborgenen Kämmerlein entbinden. Eingeschlossen mit Gott bis die fleischliche Seele verändert wird! Kein Mensch sollte beten ohne zu ackern, und kein Mensch sollte ackern ohne zu beten.

 

Jedes Geschenk Gottes wird dich einen Ächzer kosten. Wahre Männer und Frauen Gottes fühlen sich zu schwach, dem Feind ohne tägliches, beständiges Gebet entgegenzutreten.

Dienstag, 28. Juli 2009

GEHORSAM IST BESSER ALS SEGEN

"Samuel aber sprach zu Saul: Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern!" (1. Samuel 15,22; Schlachter 2000)


Es ist geschrieben: "Gehorsam ist besser als Schlachtopfer". Er ist auch besser als Segen. Dies ist die tiefste Bedeutung in der Geschichte von Abram, als er dabei ist Isaak auf dem Altar zu opfern. Gott hatte gesagt: "Geh und tue dies". Und er gehorchte. Verließ Abram jenen Altar, indem er sagte: "Gott hat es sich anders überlegt"? Ich denke nicht. Gott wollte nur Gehorsam. Ich habe das gerade heute erlebt. Gott hatte mir gesagt, ich solle verhandeln und gab mir alle Hinweise, dass ich eine gewisse Sache einfordern sollte. Ich tat es. Ich tat alles, was in meiner Macht stand, um sie zu erlangen. Aber ich bekam sie nicht! Was nun? Soll ich Gott infrage stellen? Soll ich anzweifeln, dass er zu mir geredet hat? Soll ich glauben, dass Satan mich hinderte? Nein! Ich habe den Herrn sorgfältig gesucht. Er sagte: "Tue dies", und ich tat es. Ich bleibe im Frieden des Gehorsams. Das ist besser als Segen. Gott zeigt dir nur eine Seite der Münze - Gehorsam.


Der Diener muss gehorchen ohne Fragen zu stellen! Auch das ist Glaube: Wenn ein Herr seinem Knecht befiehlt zu gehen, so geht er; oder zu kommen, so kommt er.


"Auch wenn er mich erschlagen mag, werde ich ihm doch vertrauen" (Hiob 13,15; KJV).

Kann sich ein Mensch in seinem Herzen vornehmen Gott zu vertrauen, wenn es scheint, dass dieser seine Zusage bricht. Kann ein Mensch immer noch die Sprache des Glaubens reden, wenn all seine Führungen ihm um die Ohren fliegen? Die Hünen des Glaubens handelten so. Männer von großartigem Glauben sahen den hitzigsten Versuchungen ins Auge. Gott geht eigenartige Wege, um Glaube entfalten zu lassen, und je tiefer du mit Gott verbunden bist, desto eigenartiger werden deine Prüfungen sein. Lass dich nicht dahin leiten zu denken, jene Trübsale seien notwendigerweise ein Beweis dafür, dass du ihm missfällst! Wunder werden nur unter Unmöglichkeiten hervorgebracht. Du wünschst dir also ein Kind des Glaubens zu sein - dann mach dich bereit für ein Leben der eigenartigsten Prüfungen.


Glaube kommt indem du anwendest, was du hast. Warte nicht darauf, dass die Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Gehe auf jeden Fall voran! Der entscheidendste Teil des Glaubens ist "die letzte halbe Stunde".

Montag, 6. April 2009

HEILIGE FURCHTLOSIGKEIT UND GEISTLICHE VOLLMACHT

Je mehr jemand mit Jesus zusammen ist, desto mehr wird diese Person in Reinheit, Heiligkeit und Liebe wie Christus werden. Wiederum wird sein reiner Lebenswandel in ihm eine große Furchtlosigkeit für Gott hervorbringen. Die Schrift sagt: "Der Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt; der Gerechte aber ist furchtlos wie ein junger Löwe" (Sprüche 28,1; Luther). Das Wort für furchtlos in diesem Vers bedeutet "sicher, zuversichtlich". Das ist genau die Art von Furchtlosigkeit, welche die Synagogenoberhäupter in Petrus und Johannes sahen, als sie dienten (s. Apostelgeschichte 4,1-2).


Im vorangehenden Kapitel (Apostelgeschichte 3) beteten Petrus und Johannes für einen verkrüppelten Bettler, und er wurde augenblicklich geheilt. Die Heilung verursachte eine große Aufregung beim Tempel, und in einem Versuch, die Jünger vom Weitergeben ihres Glaubens aufzuhalten, nahmen die religiösen Führer sie gefangen und machten ihnen einen öffentlichen Prozess.


Petrus und Johannes kamen mit den Synagogenführern zusammen, aber die Bibel geht über diese Begebenheit in Apostelgeschichte 4 nicht sehr ins Detail. Aber ich kann dir versichern, dass die religiösen Führer sie mit allem Pomp und Getöse inszenierten. Zunächst nahmen die Würdenträger feierlich ihre samtenen Sitzplätze ein. Dann folgten die Angehörigen der Hohepriester. Schließlich, in einem Augenblick gedämpfter Spannung, zogen die in Roben gekleideten Hohepriester ein. Jeder verbeugte sich während die Priester vorbeigingen und steif den Gang entlang zum Richtstuhl zogen.


All das war dazu gedacht um Petrus und Johannes einzuschüchtern. Aber die Jünger waren ganz und gar nicht eingeschüchtert. Sie waren mit Jesus zu lange zusammen gewesen. Ich stelle mir Petrus vor, wie er denkt: "Macht schon, lasst uns diese Versammlung beginnen. Lasst mich von der Leine los und gebt mir die Kanzel. Ich habe ein Wort von Gott für diese Versammlung. Danke, Jesus, dass du mir erlaubst deinen Namen diesen Christus-Hassern zu predigen." Apostelgeschichte 4,8 beginnt mit: "Da wurde Petrus vom Heiligen Geist erfüllt..." (Neues Leben) und das sagt mir, dass er keine Vorlesung halten würde. Es würde nicht leise oder reserviert zugehen. Petrus war ein von Jesus eingenommener Mann, der vor Heiligen Geistes platzte.

Gottes Diener sind sicher in ihrer Identität in Christus. Und sie stehen mit voller Zuversicht in Jesu' Gerechtigkeit. Daher haben sie nichts zu verbergen; sie können vor jedermann mit einem reinen Gewissen stehen.