Mittwoch, 3. Februar 2010

BLICK INS HERZ JESU

"Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische? Ist's nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken?"(Lukas 17:7-8).

Wir haben überhaupt kein Problem uns mit dem Knecht und seiner Pflicht gegenüber dem Herrn zu identifizieren. Keine Schwierigkeiten unsere Schürze umzubinden und dem Herrn einen Tisch voll mit Lobpreis zu servieren - ein gutes Fest der Anbetung. Wir lieben es, unseren Herrn zu füttern! Es ist unsere gröβte Freude, unsere höchste Erfüllung - dem Herrn zu Diensten zu sein.

Aber wir haben Schwierigkeiten mit dem letzten Teil - dem Teil des Herrn. "Danach sollst du auch essen!" Dass ist zu viel für uns um es zu begreifen. Wir wissen nicht, wie wir uns hinsetzen sollen nachdem wir ihm gedient haben - ihm die gleiche Freude ermöglichen, die wir erfahren haben als wir ihm gedient haben! Wir berauben unseren Herrn um die Freude uns zu dienen.

Wir denken, dass unser Herr genug Freude daran hat, was wir für ihn tun. Aber da ist noch viel mehr. Er antwortet auf unseren Glauben und ist glücklich wenn wir Buβe tun. Er spricht mit dem Vater über uns und hat Freude an unserem kindlichen Vertrauen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es sein gröβter Bedarf ist, mit denen die er hier auf der Welt gelassen hat, eine gegenseitige Beziehung zu haben. So einen Bedarf kann kein Engel erfüllen. Jesus möchte mit diesen auf dem Schlachtfeld sprechen.

Wo bin ich zu der Vorstellung gekommen, dass Christus einsam ist und so eine extreme Bedürfnis zu sprechen hat? Es ist alles in der Erzählung von Christus, als er den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus erscheint. Jesus ist gerade wiederauferstanden und an demselben Tag waren zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Sie trauerten um ihren verstorbenen Herrn, aber als er näher kam, haben sie ihn nicht erkannt. Er wollte sprechen; er hatte so viel was er ihnen sagen könnte.

"Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte sich Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen... und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren." (Lukas 24:15; 27)

Es konnte für die Jünger keine schönere Erfahrung geben. Sie gingen fort und sprachen: "... Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?" Wir denken an die Freude der Jünger. Aber was ist mit der Freude von Jesus? Ich sehe den Herrn auferstanden, seine verherrlichten Wangen tränenüberströmt, sein Herz erfüllt mit Freude. Er war erfüllt, seine Bedürfnisse waren befriedigt, und er sah überglücklich aus. Er hat gedient und hat zum ersten Mal in seiner besseren Gestalt die gegenseitige Gemeinschaft erlebt. Er hat sein einsames Herz ausgeschüttet und es wurde berührt und seine Bedürfnisse wurden befriedigt.

Dienstag, 2. Februar 2010

WIE ÜBERWINDET MAN VERSUCHUNG

Die Kraft um durchzuhalten und nicht der Versuchung zu erliegen kommt nicht indem wir unseren Kopf mit Bibelstellen vollstopfen, einen Schwur machen oder Versprechen geben, oder wenn wir Stunden im Gebet verbringen und fasten, und sogar nicht wenn wir uns selbst einer groβen geistigen Sache hingeben. Diese Taten sind alle lobenswert und normal für christliches Wachstum, aber in ihnen liegt unser Sieg nicht.

Das einfache Geheimnis wie man jeder Versuchung standhalten kann ist die Angst vor Satans Macht zu brechen! Die Angst ist die einzige Macht die Satan über den Menschen hat. Gott gibt uns nicht den Geist der Furcht. Der ist nur vom Satan! Aber der Mensch fürchtet sich vor dem Teufel. Er ist beängstigt vor den Dämonen. Er hat Angst zu versagen. Angst, dass seine Begierden und Gewohnheiten nicht geändert werden können. Angst vor innerem Verlangen, dass es hervorbricht und sein Leben kontrollieren wird. Angst, dass er einer von Tausend ist, der anders sein mag, voller Lust und dem nicht mehr zu helfen ist.

Der Mensch hat Angst mit seinen Sünden nicht mehr aufhören zu können. Er schreibt dem Satan solche Macht zu, die er nicht hat. Der Mensch schreit: „Ich bin süchtig und kann nicht aufhören! Ich bin verzaubert und in der Gewalt des Teufels. Der Teufel lässt mich das tun!“

Die Angst ist eine Qual. Solange du Angst vor dem Teufel hast, kannst du nie die Macht einer Versuchung stoppen. Satan profitiert von der Angst und Christen, die sich vor dem Teufel fürchten, haben wenig oder gar keine Kraft zu widerstehen.

Es basiert alles auf einer Lüge! Die Lüge ist, dass Satan die Kraft hat, Christen unter Druck scheitern zu lassen. Das ist nicht so! Jesus ist gekommen um alle Macht des Teufels über die im Blut gewaschenen Kinder Gottes zu vernichten. Ich habe mich häufig gewundert wieso Gott es erlaubt, dass die geistigen Menschen so versucht werden. Wieso entfernt Gott nicht alle Versuchungen anstatt „einen Fluchtweg zu schaffen damit wir es ertragen können“ (1. Korinther 10:13)? Die Antwort ist einfach. Sobald du erfährst wie machtlos Satan ist – sobald du begreifst, dass er dich nicht zwingen kann etwas zu tun – sobald du lernst, dass Gott alle Macht besitzt dich vor dem Fall zu bewahren – von da an kannst du allem widerstehen, womit dich Satan bewirft. Du kannst es durchmachen ohne Angst vor dem Fallen zu haben!

Wir sind nicht der Versuchung ausgeliefert, aber der Angst, dass der Teufel uns ihr erliegen lässt. Wir werden weiter versucht bis wir zu dem Ort der „Ruhe“ in unserem Glauben kommen. Diese Ruhe ist das unerschütterliche Vertrauen, dass Gott den Satan besiegt hat, dass Satan kein Recht oder Anrecht auf uns hat, und dass wir vorwärts kommen wie Gold dass im Feuer getestet wurde.

Montag, 1. Februar 2010

DER GRUND FÜR DIE VERSUCHUNG

Die Versuchung ist eine Einladung oder Verlockung eine unmoralische Tat zu begehen. Satan wütet gerade jetzt auf der Welt wie ein brüllender Löwe und versucht die Christen durch starke Verlockung zur Sittenlosigkeit zu verschlingen. Niemand ist gefeit und je näher du zu Gott kommst, desto mehr wird der Satan begehren dich auszusieben.

Sünder können nicht versucht werden – das werden nur wahre Kinder Gottes! Der Regen kann einen Körper, der schon unter Wasser ist, nicht berühren. Sünder sind schon ertrunken in Verdammnis und als Kinder von Satan tun sie das, was er ihnen diktiert. Sie müssen nicht versucht oder verlockt werden, denn sie sind schon unmoralisch – schon verurteilt. Genau wie die Sklaven haben sie keine freie Entscheidung. Sie gehen einfach vom Tod in den zweiten Tod, „werden mit den Wurzeln herausgerissen.“ Sünder können durch den Teufel gehänselt aber nicht versucht werden. Satan lockt seine eigenen Kinder in tiefere und dunklere Gräben der Sittenlosigkeit, aber sie sind schon tot in ihren Übertretungen und Sünden und kämpfen nicht mehr länger den Kampf des Lebens. Und deswegen sagt uns unser Herr dass wir uns freuen sollen wenn wir in mancherlei Anfechtungen fallen. Wir erleben etwas Besonderes nur um als Christen heranzureifen.

Versuchung ist „Training unter Kampfbedingungen.“ Es ist „begrenzte“ Kriegsführung – Gott begrenzt sie bis zu dem Punkt des „Erträglichen“. Er will kampferfahrene Krieger welche bezeugen können: „Ich stand unter Beschuss! Ich war im Kampf! Der Feind war überall um mich herum, hat auf mich geschossen, hat versucht mich umzubringen, aber Gott hat mir gezeigt wie ich es annehmen soll und mich nicht fürchte. Jetzt habe ich Erfahrung, also werde ich nächstes Mal keine Angst haben.“

Versuchung ist kein Zeichen von Schwäche oder Zuneigung für die Welt. Im Gegenteil, es ist eine Absolvierung, es ist ein Zeichen dass Gott uns vertraut. Der Geist führte Jesus in die Arena der Versuchung in der Wildnis damit er das Geheimnis der Kraft über alle Versuchung lernen konnte. Gott sagte sogar zu Jesus, „Sohn, ich habe dir den Geist reichlich gegeben. Ich habe dich vor der Welt bestätigt. Jetzt werde ich Satan erlauben dich mit jedem Kunstgriff zu bewerfen – damit du siehst wie machtlos er ist – damit du nie mehr seine Herrschaft fürchten musst – dass du herausgehen kannst und das Königreich mit dem Vertrauen verkünden kannst dass Satan besiegt ist - und das er dich in keiner Weise antasten kann.“

Und das ist der Grund wieso die Christen heute in Versuchung kommen. Die Versuchung ist in den heiligsten Leben zugelassen um uns die Einschränkung Satans zu lehren. Seine Schwäche aufzudecken. Um Satan als Vogelscheuche zu enthüllen. Wir haben nur vor dem Angst was wir nicht verstehen.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Gottes Wohlgefallen

Gott liebt nicht nur sein Volk, sondern freut sich an jedem einzelnen von uns. Er findet großen Gefallen an uns. Genau genommen ist er selig, indem er uns bewahrt und befreit.


Immer wenn eines unserer Enkelkinder anruft, sehe ich diese Art elterlicher Freude bei meiner Frau Gwen. Gwen erstrahlt wie ein Weihnachtsbaum, wenn sie eines unserer lieben Kleinen an der Strippe hat. Nichts kann sie vom Telefon wegbringen. Selbst wenn ich ihr sagen würde, dass der Präsident an unserer Haustür stünde, würde sie mich fortscheuchen und weiterreden.


Wie könnte ich jemals meinen himmlischen Vater anklagen, dass er sich an mir weniger erfreute, als ich bei meinem eigenen Nachwuchs? Bisweilen haben mich meine Kinder enttäuscht, indem sie Dinge entgegen dem taten was ich sie gelehrt hatte. Aber kein einziges Mal habe ich aufgehört sie zu lieben oder mich an ihnen zu erfreuen. Also, wenn ich diese Art dauerhafter Liebe als ein unvollkommener Vater besitze, wie viel mehr kümmert sich unser himmlischer Vater um uns, seine Kinder?


Josua und Kaleb standen inmitten Israels auf und riefen: "Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben" (4. Mose 14,8; Elberfelder). Was für eine einfache und doch kraftvolle Aussage. Sie sagten: "Unser Herr liebt uns und hat Freude an uns. Und er wird jeden Riesen überwältigen, weil er Wohlgefallen hat es für uns zu tun. Daher dürfen wir nicht auf unsere Hindernisse schauen. Wir müssen unsere Augen auf die Liebe unseres Herrn richten, die er für uns hat."


In der ganzen Schrift lesen wir, dass Gott Wohlgefallen an uns hat: "Alle, die geradlinig leben, liebt er." (Sprüche 11,20; Gute Nachricht). "Das Gebet der Aufrichtigen ist ihm wohlgefällig." (Sprüche 15,8; Schlachter 2000). "Mein mächtiger Feind... war mir zu stark... aber der Herr war meine Stütze. Er führte mich heraus an einen weiten Ort; er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir." (Psalm 18,18-20; aus dem Englischen)


Es ist absolut unerlässlich, dass wir glauben, dass Gott uns liebt und Wohlgefallen an uns hat. Dann werden wir in der Lage sein zu akzeptieren, dass jeder Umstand in unserem Leben sich letzten Endes als der liebevolle Wille unseres Vaters für uns erweisen wird. Wir werden aus unserer Wüste hervorkommen indem wir uns auf die liebevollen Arme Jesu stützen. Und aus unserer Trauer wird er Freude hervorbringen.

Freitag, 16. Oktober 2009

MEIN ABSOLUTER FAVORIT

Von allen 150 Psalmen ist Psalm 34 mein absoluter Favorit. Er handelt rund um die Treue des Herrn, der seine Kinder aus großen Prüfungen und Krisen befreit. David verkündet: "Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich... Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie... Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie... Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der HERR." (Psalm 34,5.8.18.20; Elberfelder/Luther)


Beachte Davids Behauptung in diesem Psalm: "Ich suchte den HERRN... Dieser Elende schrie..." (34,5.7). Wann war das, als David diesen Schrei von sich gab? Es muss geschehen sein, als er sich in Gat wahnsinnig stellte, und doch konnte er in Gegenwart der Philister nicht hörbar gebetet haben. Dies bringt uns zu einer großartigen Wahrheit hinsichtlich der Befreiung Gottes. Manchmal wird der lauteste Schrei ohne eine hörbare Stimme bewerkstelligt.

Ich weiß wie sich diese Art von "innerem Aufschrei" anhört. Viele der lautesten Gebete meines Lebens - meine wichtigsten, herzzerreißendsten, inbrünstigsten Schreie - geschahen in absoluter Stille.


Bisweilen war ich von Umständen so gelähmt, dass ich nicht sprechen konnte, von Situationen überwältigt, die mein Fassungsvermögen derart überstiegen, dass ich nicht klar genug denken konnte um zu beten. Gelegentlich saß ich allein in meinem Studierzimmer derart verwirrt, dass ich unfähig war dem Herrn überhaupt irgendetwas zu sagen, aber die ganze Zeit schrie mein Herz aus: "Gott, hilf mir! Ich weiß jetzt gerade nicht wie ich beten soll, so höre den Schrei meines Herzens. Befreie mich aus dieser Situation."


Warst du jemals dort, an jenem Punkt? Hast du jemals gedacht: "Ich verstehe nicht, was das alles soll. Ich bin so überwältigt von meiner Lebenslage, derart überflutet von tiefem Schmerz, dass ich es nicht erklären kann. Herr, ich weiß nicht einmal was ich dir sagen soll. Was ist los?"


Ich glaube, dies ist genau das, was David durchlebte, als er von den Philistern gefangen wurde. Als er Psalm 34 schrieb, gestand er ein: "Ich befand mich in einer derart erdrückenden Situation, dass ich die Rolle eines Trottels spielte. Doch innerlich fragte ich mich: "Was geht in mir vor? Wie kam es dazu? Herr, hilf!"


Und so mutet es an, dass David sagte: "Dieser Elende schrie von innen heraus, ohne zu wissen was oder wie er beten soll, und der Herr hörte und rettete mich". Es war ein tiefgehender Schrei von Herzen, und der Herr ist treu, er hört jedes Wimmern, egal wie schwach.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

CHRISTUS REGIERT

Oft nehmen Menschen Kontakt mit unserem Werk auf und sagen: "Ich habe keinen, mit dem ich reden kann, keinen, mit dem ich meine Last teilen kann, keinen, der Zeit hat, um meinen Schrei zu hören. Ich brauche jemanden, dem ich mein Herz ausschütten kann."


König David war ständig von Leuten umgeben. Er war verheiratet und hatte viele Gefährten an seiner Seite. Doch wir hören von ihm denselben Schrei: "Zu wem soll ich gehen?" Es liegt in unserer Natur, einen anderen Menschen, mit Gesicht, Augen und Ohren, zu wollen, der uns zuhört und berät.

Als Hiob von seinen Prüfungen überwältigt wurde, schrie er in Gram aus: "O, dass ich einen hätte, der mir Gehör schenkte!" (Hiob 31,35; Schlachter 2000). Er stieß diesen Schrei aus, während er vor seinen sogenannten Freunden saß. Jene Freunde hatten kein Mitleid für seine Sorgen; genau genommen waren sie Boten der Verzweiflung.

Hiob wandte sich nur an den Herrn: "Siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe... Zu Gott blickt mein Auge mit Tränen auf" (Hiob 16,19-20; Elberfelder)


David hielt Gottes Volk an, es gleichermaßen zu tun: "Vertraut auf ihn allezeit, ihr von Gottes Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht" (Psalm 62,9; Elberfelder).

Eines Tages kommt das Leiden zu uns allen, und gerade jetzt ist eine Vielzahl an Heiligen durch Bedrängnisse festgekettet. Ihre Situation hat ihre Freude in Gefühle der Hilflosigkeit und Nutzlosigkeit verwandelt. Viele fragen in ihrem Schmerz: "Warum geschieht mir das? Ist Gott zornig mit mir? Was habe ich falsch gemacht? Warum antwortet er nicht auf meine Gebete?"

Ich glaube von Herzen, dass dieses Wort eine Einladung des Heiligen Geistes an dich ist, einen ungestörten Ort aufzusuchen, wo du regelmäßig dem Herrn deine Seele ausschütten kannst. David "schüttete seine Klage vor ihm aus", und das kannst du auch. Du kannst mit Jesus über Alles reden - deine Probleme, deine gegenwärtige Prüfung, deine Finanzen, deine Gesundheit - und sage ihm, wie überfordert du bist, und selbst wie mutlos du bist. Er wird dich mit Liebe und Erbarmen anhören, und er wird deinen Schrei nicht verachten.

Gott ging auf David ein. Er ging auf Hiob ein. Und Jahrhunderte hindurch ist er auf den Schrei des Herzens von jedem eingegangen, der seinen Verheißungen vertraute. Er hat verheißen, dich anzuhören und zu leiten. Er hat feierlich geschworen, deine Stärke zu sein, so dass du zu ihm gehen kannst und erneuert herauskommst.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

ICH BIN KRAFT UND ERBARMEN

"Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten." (Matthäus 15,32; Schlachter 2000)

Ich glaube, dass Christus hier seinen Jüngern gegenüber eine Erklärung abgab. Er sagte: "Ich werde mehr für die Leute tun, als sie zu heilen. Ich werde sicherstellen, dass sie genug Brot zu essen haben. Ich habe Sorge um jede Sache, die ihr Leben betrifft. Ihr müsst erkennen, dass ich mehr als nur Kraft bin. Ich bin auch Erbarmen. Wenn ihr mich nur als einen Heiler, einen Wundertäter seht, dann werdet ihr Angst vor mir haben. Aber wenn ihr mich auch als Barmherzigen seht, dann werdet ihr mich lieben und mir vertrauen."

Ich schreibe diese Botschaft für alle, die sich am Rande der Erschöpfung befinden, kurz vorm Umkippen sind, von der gegenwärtigen Situation überwältigt.

Du warst ein treuer Knecht, in der Zuversicht, dass Gott das Unmögliche für sein Volk tun kann, hast du andere gespeist. Doch du hast einige andauernde Zweifel, hinsichtlich seiner Bereitschaft in deinen Kampf einzugreifen.

Ich frage mich, wie viele Leser dieser Botschaft Worte des Glaubens und der Hoffnung zu anderen geredet haben, die vor erschütternden, scheinbar hoffnungslosen Situationen stehen. Du hast sie angehalten: „Bleib dran! Der Herr ist imstande. Er ist ein wunderwirkender Gott, und seine Verheißungen sind wahr. So verliere nicht die Hoffnung, weil er deinen Schrei beantworten wird.

Glaubst du wirklich an Wunder?“ Das ist die Frage, die mich der Heilige Geist gefragt hat. Meine Antwort war: „Ja, natürlich, Herr. Ich glaube an jedes einzelne Wunder, von dem ich in der Heiligen Schrift gelesen habe“. Doch diese Antwort ist nicht gut genug. Die Frage des Herrn an jeden Einzelnen von uns lautet tatsächlich: „Glaubst du, dass ich ein Wunder für dich wirken kann?“ Und nicht nur ein Wunder, sondern ein Wunder für jede Krise, jede Situation, der wir begegnen. Wir brauchen mehr als alttestamentliche Wunder, neutestamentliche Wunder, sowie vergangene Wunder in der Geschichte. Wir benötigen aktuelle, persönliche Wunder, die nur für uns und unsere Situation entworfen sind.

Denke an die eine Schwierigkeit, vor der du gerade stehst, deine größte Not, dein beunruhigendstes Problem. Du hast so lange dafür gebetet. Glaubst du wirklich, der Herr kann und wird es lösen, auf eine Art, die du dir nicht vorstellen kannst? Diese Art von Glauben befiehlt dem Herzen mit dem unruhigen Sorgen oder dem Fragenstellen aufzuhören. Er sagt dir, in der Fürsorge des Vaters zu ruhen, ihm zu vertrauen, dass er es alles auf seine Weise und zu seiner Zeit tut.

Dienstag, 13. Oktober 2009

JESUS HATTE EINEN PLAN

"Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen? Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte" (Johannes 6,5-6; Elberfelder). Jesus nahm Philippus auf die Seite und sagte: "Philippus, hier sind tausende von Menschen. Sie sind alle hungrig. Wo sollen wir genug Brot kaufen, um sie zu speisen? Was denkst du, sollten wir tun?"


Wie unglaublich liebevoll von Christus. Jesus wusste die ganze Zeit was er tun würde, so sagt es uns der Vers oben. Doch der Herr war dabei, Philippus etwas zu beizubringen, und die Lektion die er ihm weitergab, trifft auf jeden von uns heute zu. Denk doch mal nach, wieviele im Leib Christi sitzen die halbe Nacht aufrecht und versuchen ihre Probleme zu ergründen? Wir denken: "Vielleicht wird dies funktionieren. Nein, nein... aber vielleicht ist das die Lösung. Nein..."

Philippus und die Apostel hatten nicht nur ein Brotproblem. Sie hatten ein Bäckerladenproblem... und ein Geldproblem... und ein Verteilungsproblem... und ein Transportproblem... und ein Zeitproblem. Wenn man alles zusammenzählt, hatten sie Probleme, die sie sich nicht einmal vorstellen konnten. Ihre Lage war absolut unausführbar.


Jesus wusste die ganze Zeit genau, was er tun würde. Er hatte einen Plan. Und das gleiche gilt auch für deine Kümmernisse und Schwierigkeiten heute. Es gibt ein Problem, aber Jesus kennt deine ganze Situation. Und er kommt zu dir und fragt dich: "Was sollen wir diesbezüglich unternehmen?"

Die korrekte Antwort von Philippus wäre gewesen: "Jesus, du bist Gott. Bei dir ist kein Ding unmöglich. So übergebe ich dieses Problem an dich. Es ist nicht länger mein Problem, sondern deines".

Das ist es, was wir heute inmitten unserer Krise unserem Herrn sagen müssen: "Herr, du bist der Wundertäter, und ich händige all meine Zweifel und Ängste an dich aus. Ich vertraue meine gesamte Situation, mein ganzes Leben, deiner Fürsorge an. Ich weiß, du wirst es nicht zulassen, dass ich umkippe. Tatsächlich weißt du schon, was du mit meinem Problem tun wirst. Ich vertraue deiner Kraft."

Montag, 12. Oktober 2009

INMITTEN EINES WUNDERS

Du magst dich gerade inmitten eines Wunders befinden und es einfach nicht sehen. Es mag sein, dass du auf ein Wunder wartest. Du bist entmutigt, weil die Dinge stillzustehen scheinen. Du siehst kein Anzeichen für Gottes übernatürliches Wirken deinetwegen.


Bedenke was David in Psalm 18 sagt: "In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren. Da bebte und erzitterte die Erde; die Grundfesten der Berge wurden erschüttert und bebten... Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund... Er neigte den Himmel und fuhr herab... Dann donnerte der Herr in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen... er schoss seine Pfeile... er schleuderte Blitze" (Psalm 18,7-10.14-15; Schlachter 2000)

Du musst dir vergegenwärtigen, dass keine dieser Dinge wortwörtlich geschahen. All das war etwas, was David mit seinem geistlichen Auge sah. Ihr Lieben, das ist Glaube. Das geschieht wenn du glaubst, dass Gott deinen Schrei gehört hat, dass er sich nicht verspätet hat, dass er deine Bitte nicht ignoriert. Stattdessen hat er, als du gebetet hast, sofort auf stille Weise dein Wunder begonnen, und selbst jetzt tut er deinetwegen das übernatürliche Werk. Das heißt es, wirklich an Wunder zu glauben, sein fabelhaftes fortschreitendes Werk in unserem Leben.

David verstand die grundlegende Wahrheit hinter dem allen: "Er führte mich auch heraus in die Weite; er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir" (Psalm 18,20; Schlachter 2000). David verkündete: "Ich weiß warum der Herr all das für mich tut. Es geschieht, weil er Wohlgefallen an mir hat".


Ich glaube wirklich an augenblickliche Wunder. Gott wirkt heute in der Welt immer noch herrliche, sofortige Wunder. In Matthäus 16,9-11 und Markus 8,19-21, wo Jesus seine Jünger an die übernatürliche Speisung der 5.000 und der 4.000 erinnert, bittet er sie und uns, seinen fortschreitenden Wunder und ihrer Rolle in unserem eigenen Leben heute Beachtung zu schenken.

Freitag, 9. Oktober 2009

EIN VOLLKOMMENES HERZ HABEN

Weißt du, dass es möglich ist vor dem Herrn mit einem vollkommenen Herzen zu wandeln. Wenn du nach Jesus hungerst, magst du bereits mit einem aufrichtigen Wunsch versuchen, diesem Gebot des Herrn zu gehorchen.


Ich möchte dich ermutigen, es ist möglich oder Gott hätte uns nicht einen solchen Ruf gegeben. Ein vollkommenes Herz zu haben war Teil des Glaubenslebens von der Zeit als Gott das erste Mal zu Abraham sprach: "Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei vollkommen" (1. Mose 17,1; Elberfelder).


Im Alten Testament sehen wir, dass Einige das Ziel erreichten. David etwa beschloss in seinem Herzen Gottes Gebot zu gehorchen, vollkommen zu sein: "
Ich will einsichtig handeln auf vollkommenem Weg... Ich will mit lauterem Herzen wandeln in meinem Hause.
" (Psalm 101,2; Elberfelder)

Um das Problem hinsichtlich der Idee der Vollkommenheit in den Griff zu bekommen müssen wir zunächst verstehen, dass Vollkommenheit nicht eine sündenlose, lupenreine Existenz bedeutet. Nein, Vollkommenheit bedeutet in den Augen des Herrn etwas völlig anderes. Es bedeutet Vollständigkeit, Reife.

Die hebräische und griechische Bedeutung von "Vollkommenheit" beinhaltet "Aufrichtigkeit, ohne Fehler noch Makel, total gehorsam sein". Es bedeutet das zu vollenden, was begonnen wurde, eine vollkommene Darbringung. John Wesley nannte dieses Konzept von Vollkommenheit "beständigen Gehorsam". Ein vollkommenes Herz ist ein zugängliches Herz, eines das rasch und restlos auf all das Liebeswerben, das Flüstern und die Warnungen des Herrn eingeht. Solch ein Herz sagt zu allen Zeiten: "Sprich, Herr, dein Knecht hört. Zeige mir den Weg, und ich werde auf ihm wandeln".

Das vollkommene Herz ruft mit David aus: "Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Weg bin" (Psalm 139,24; Schlachter 2000).

In der Tat erforscht Gott unsere Herzen; so viel sagte er zu Jeremia: "Ich, der Herr, erforsche das Herz" (Jeremia 17,10; Schlachter 2000). Die hebräische Bedeutung für diesen Satz ist: "Ich durchschaue, ich sichte tief".

Das vollkommene Herz möchte, dass der Heilige Geist kommt und den inneren Menschen erforscht, dass er in all die verborgenen Ecken leuchtet - um all das zu untersuchen, zu entblößen und hervorzuholen, was nicht wie Christus ist. Jene jedoch, die eine heimliche Sünde verbergen, wollen nicht überführt, durchforscht oder eingehend untersucht werden.

Das vollkommene Herz verzehrt sich nach mehr als Sicherheit oder ein Bedecken von Sünde. Es bemüht sich darum immer in Gottes Gegenwart zu sein, in Gemeinschaft zu verweilen. Gemeinschaft bedeutet, mit dem Herrn zu reden, eine Super-Zeit mit ihm zu verbringen, sein Angesicht zu suchen und seine Gegenwart zu kennen.

Die Herzenserforschungen des Herrn sind nicht rachesüchtig, sondern erlösend. Seine Absicht ist nicht uns in Sünde verstrickt zu erwischen oder uns zu verdammen, sondern uns vorzubereiten, dass wir in seine heilige Gegenwart als saubere, reine Gefäße kommen. "Wer darf an seinem heiligen Ort stehen? Nur die Menschen, deren Hände und Herzen rein sind... Sie empfangen den Segen des Herrn" (Psalm 24,3-5; Neues Leben).

Donnerstag, 8. Oktober 2009

FORTSCHREITENDE WUNDER

Das Alte Testament ist voll von Gottes wunderwirkender Kraft: von der Teilung des Roten Meeres, zur Stelle, wo Gott zu Mose vom brennenden Dornbusch aus spricht und weiter zu Elia, der Feuer vom Himmel herbeiruft. All das waren unmittelbare Wunder. Die beteiligten Leute konnten sie vor ihren Augen sehen, sie fühlen und sich von ihnen begeistern lassen. Und sie sind die Art von Wunder, die wir heute sehen wollen, welche Ehrfurcht und Erstaunen einflößen. Wir wollen, dass Gott die Himmel aufreißt, herunter in unsere Situation kommt und in einer Explosion himmlischer Kraft die Dinge repariert.


Aber vieles von Gottes wunderwirkender Kraft im Leben seiner Leute geschieht durch, was wir "fortschreitende Wunder" nennen. Dies sind Wunder, die für das Auge kaum wahrnehmbar sind. Sie werden nicht durch Donner, Blitz oder irgendeine sichtbare Bewegung oder Veränderung begleitet. Vielmehr beginnen fortschreitende Wunder still, ohne Fanfaren, und sie entfalten sich langsam aber sicher, Schritt für Schritt.

Beide Arten von Wundern - plötzliche und fortschreitende - wurden bei den zwei Massenspeisungen Christi bezeugt. Die Heilungen, die er vollbrachte geschahen augenblicklich, sichtbar, durch jene, die in jenen Tagen gegenwärtig waren, leicht feststellbar. Ich denke an jenen verkrüppelten Mann mit dem verhutzelten Körper, der auf einmal eine äußerliche, physische Veränderung erfuhr, so dass er laufen und springen konnte. Hier war ein Wunder, das Alle in Erstaunen versetzen und bewegen musste, die es sahen.

Doch die Speisungen, die Christus tat, waren fortschreitende Wunder. Jesus brachte ein einfaches Segensgebet dar, ohne Feuer, Donner oder Erdbeben. Er brach bloß das Brot und den Trockenfisch, ohne ein Zeichen oder einen Ton von sich zu geben, dass gerade ein Wunder stattfand. Um jedoch so viele Menschen zu speisen, musste es tausende von jenen Brot- und Fischbrechungen geben, den ganzen Tag. Und jedes einzelne Stück Brot und Fisch war ein Teil des Wunders.

Auf diese Weise vollbringt Jesus heute viele seiner Wunder in dem Leben seiner Leute. Wir beten um plötzliche Wunder, aber oft ist der Herr still am Werk und gestaltet Stück für Stück ein Wunder für uns, häppchenweise. Vielleicht sind wir nicht in der Lage es zu hören oder zu berühren, aber er ist am Werk und gestaltet unsere Erlösung, über das hinaus was wir sehen können.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

DIE MACHT DER VERGEBUNG

Vergebung ist nicht eine einmalige Handlung, sondern ein Lebensstil, der uns in jegliche Segnung in Christus bringen soll. "Ich sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid." (Matthäus 5,44-45; Schlachter 2000)


Gemäß Jesus ist Vergebung nicht eine Angelegenheit des Herauspickens oder Aussuchens, wem wir gerne vergeben wollen. Wir können nicht sagen: "Du hast mich zu sehr verletzt, also vergebe ich dir nicht." Christus sagt uns: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?" (5,46)


Es spielt keine Rolle gegen wen sich unser Groll richtet. Wenn wir an ihm festhalten, wird er in Bitterkeit führen, die jeden Aspekt unseres Lebens vergiftet. Unversöhnlichkeit verursacht geistliche Hungersnot, Schwäche und einen Verlust des Glaubens und setzt dabei nicht nur uns zu, sondern Allen in unserem Umkreis.


In den vergangenen 50 Jahren meines Dienstes habe ich entsetzliche Verwüstungen in den Leben jener gesehen, welche Vergebung vorenthielten.

" Doch ich habe auch die siegreiche Kraft eines vergebenden Geistes gesehen. Vergebung verwandelt Menschenleben und lässt die Fenster des Himmels sich öffnen. Sie füllt unseren Becher mit geistlichem Segen bis zum Rand mit überfließendem Frieden, Freude und Ruhe im Heiligen Geist. Jesu Lehre über dieses Thema ist sehr konkret, und wenn du dich in diesen wunderbaren Bereich des Segens begeben willst, dann beherzige und ergreife seine Worte.
Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben" (Matthäus 6,14-15; Schlachter 2000). Mach nicht den Fehler, Gott schließt mit uns hier kein Geschäft ab. Er sagt nicht: "Weil du anderen vergeben hast, werde ich dir vergeben". Wir können niemals Gottes Vergebung verdienen. Nur das vergossene Blut Christi ist der Vergebung von Sünden wert.

Vielmehr sagt Christus: "Volle Vergebung der Sünde erfordert, dass du anderen vergibst. Wenn du an irgendeiner Unversöhnlichkeit festhältst, dann hast du nicht all deine Sünden bekannt. Wahre Buße heißt jeden Groll zu bekennen und aufzugeben, und somit jede Spur von Bitterkeit gegenüber Anderen zu kreuzigen. Alles andere ist keine Buße."


Das geht Hand in Hand mit seiner Seligpreisung: "Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!" (Matthäus 5,7; Schlachter 2000). Sein Punkt ist: Vergebe Anderen, so kannst du dich in die Segnungen und die Freude der Sohnschaft begeben. Dann kann Gott Zeichen seiner Liebe ausgießen. Und wenn du vergibst, offenbarst du der Welt das Wesen des Vaters.

Dienstag, 6. Oktober 2009

DIESELBE HERRLICHKEIT

"Wer mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" (Johannes 14,21; Luther). "...damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein... Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien" (Johannes 17,21-23; kursiv von mir; Luther).


Wirf noch einmal einen Blick auf den kursiven Vers. Im wesentlichen sagt Jesus: "Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, Vater, habe ich ihnen gegeben". Christus macht hier eine unglaubliche Aussage. Er sagt aus, dass uns dieselbe Herrlichkeit gegeben worden ist, welche der Vater ihm gab. Was für ein verblüffender Gedanke. Doch, was ist das für eine Herrlichkeit, die Christus gegeben wurde, und wie gibt unser Leben den Blick auf jene Herrlichkeit frei? Sie ist nicht irgendeine Aura oder irgendein Gefühl; sie ist unbeeinträchtigter Zugang zum himmlischen Vater!


Jesus machte es uns einfach, Zugang zum Vater zu haben, indem er uns die Tür durch das Kreuz geöffnet hat: "Denn durch ihn [Christus] haben wir alle beide [wir und die Fernstehenden] durch 'einen' Geist den Zugang zum Vater" (Epheser 2,18). Das Wort "Zugang" meint die Berechtigung hereinzukommen. Es bedeutet freien Zutritt, wie auch direkte Ansprechbarkeit: "In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn" (3,12; Elberfelder).

Siehst du, was Paulus hier sagt? Durch den Glauben sind wir an einen Ort des unbeeinträchtigten Zugangs zu Gott gelangt. Uns geht es nicht wie Esther im Alten Testament. Sie musste auf ein Zeichen des Königs warten, bevor sie zum Thron hinzutreten konnte. Erst als er ihr sein Zepter entgegenstreckte,war es Esther erlaubt vorzutreten.

Dagegen sind du und ich bereits im Thronsaal. Und wir haben die Berechtigung und das Vorrecht den König jederzeit anzusprechen. Tatsächlich sind wir eingeladen, jegliche Bitte an ihn zu richten: "Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe" (Hebräer 4,16; Elberfelder).

Als Christus auf Erden diente, musste er sich nicht davonmachen, um im Gebet die Absicht des Vaters zu erlangen. Er sagte: "Ich kann nichts aus mir selbst tun. Ich tue nur, was der Vater mir sagt und zeigt" (vgl. Johannes 5,19). Heute ist uns genau derselbe Grad an Zugang zum Vater gegeben, den Christus hatte. Du magst sagen: "Augenblick mal. Ich habe denselben Zugang zum Vater, den Jesus hatte?"


Mach nicht den Fehler. Genau wie Jesus sollen wir oft und leidenschaftlich beten, Gott suchen, auf den Herrn warten. Aber wir müssen uns nicht davonmachen, um Gott wegen Kraft oder Führung anzuflehen, weil genau sein Geist in uns wohnt. Und der Heilige Geist offenbart uns die Absicht und den Willen des Vaters.