Mittwoch, 26. August 2009

IRDISCHE GEFÄSSE

Eine der ermutigsten Schriftstellen in der Bibel ist 2. Korinther 4,7: "Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns" (Luther). Und dann fährt Paulus fort, jene irdischen Gefäße als sterbende Menschen zu beschreibne, von allen Seiten bedrängt, bange, unterdrückt, niedergeschlagen. Auch wenn sie nie verlassen waren, noch verzweifelt, stöhnten jene von Gott gebrauchten Männer fortwährend unter der Last ihrer Leiber und warteten unruhig darauf mit neuen bekleidet zu werden.


Gott spottet der Kraft des Menschen. Er lacht über unsere egoistischen Bemühungen gut zu sein. Er gebraucht nie den Hohen und Mächtigen, sondern er gebraucht das, was schwach ist in dieser Welt, um die Weisen zuschanden zu machen. "Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist... damit sich kein Mensch vor Gott rühme." (1. Korinther 1,26-29; Luther)

 

Wow! Beschreibt das überhaupt mich! Schwach! Töricht! Verachtet! Gering! Was nicht sehr vornehm, nicht sehr gescheit, nicht sehr mächtig ist! Was für ein Wahnsinn zu denken, dass Gott solche Geschöpfe gebrauchen könnte! Doch das ist sein perfekter Plan und das größte Rätsel auf Erden. Gott beruft uns in unseren Schwachheiten, selbst wenn er weiß, dass wir es falsch machen werden. Er legt seinen unbezahlbaren Schatz in diese unsrigen Gefäße, weil es ihn begeistert das Unmögliche mit Nichts zu bewerkstelligen.

 

Gott hat festgelegt, dass er sein Ziel hier auf Erden durch Menschen mit Schwachheiten erreicht. Abraham hatte Schwachheiten: Er log, und machte beinahe seine Frau zu einer Ehebrecherin, aber Abraham "hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden" (Römer 4,3; Luther)