Dienstag, 25. August 2009

DER EINSIEDLERKREBS

König David, der Autor von so vielen Psalmen, hatte genug von seinen Kämpfen. Er war so seelenmatt, so sehr von Sorgen umkämpft und bedrängt, dass er nur noch an einen Ort des Friedens und der Sicherheit fliehen wollte: "Mein Herz bebt in mir, und die Schrecken des Todes haben mich überfallen.... Und ich sprach: O dass ich Flügel hätte wie die Taube; ich würde davonfliegen, bis ich Ruhe fände.... ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem brausenden Wind, vor dem Sturm." (Psalm 55,5-9; Schlachter 2000)


Eine Lektion aus der Natur offenbart, was passiert, wenn wir den guten Kampf gegen einen einfacheren Weg eintauschen und von unserer Schlacht weglaufen. Kürzlich las ich die Studie eines Biologen über Krebse, Kreaturen, die in einer rauhen, gefährlichen Umgebung zwischen zerklüfteten Felsen leben. Die Krebse werden täglich von Wellen herumgeschleudert und von allen Seiten durch Lebewesen aus tieferem Wasser angegriffen. Sie kämpfen unentwegt, um sich selbst zu schützen. Und mit der Zeit entwickeln sie einen harten Panzer und gewaltige Überlebensinstinkte.

 

Erstaunlicherweise geben einige in der Krebsfamilie den Lebenskampf auf. Auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort nehmen sie ihren Wohnsitz in den abgeworfenen Schalen anderer Ozeankreaturen. Diese Krebse sind als Einsiedlerkrebse bekannt. Indem sie sich für Sicherheit entscheiden, ziehen sie sich vom Kampf zurück und flüchten in Secondhand-Fertighäuser.


Aber der "sichere Unterschlupf" erweist sich als kostenreich und ruinös. Aufgrund des mangelnden Kampfes verderben wichtige Teile ihres Körpers. Selbst ihre Organe verkümmern aufgrund des Mangels an Gebrauch. Mit der Zeit verliert der Einsiedlerkrebs alle Bewegungskraft, wie auch lebensnotwendige Körperteile, die zur Flucht notwendig sind. Diese Gliedmaße fallen einfach ab und lassen die Krabbe zwar ohne Gefahr zurück, aber unbrauchbar irgendetwas anderes zu tun als zu existieren.


Zwischenzeitlich wachsen und gedeihen jene Krebse, die den Kampf fortsetzten. Ihre fünf Beinpaare werden fleischig und stark, weil sie den kräftigen Gezeiten widerstehen. Und sie lernen sich vor ihren Räubern zu verstecken, indem sie geschickt unter Felsformationen krabbeln.

 

Dieses Gesetz der Natur ist ein Bild für das Gesetz des Geistes. Als Gläubige werden wir Welle um Welle von Schwierigkeiten gebeutelt und gestoßen. Wir schauen brutalen Räubern der Mächte und Gewalten Satans ins Auge. Aber wenn wir kämpfen, werden wir stärker. Und wir werden lernen die Listen des Teufels zu erkennen, wenn er sie gegen uns anwendet. Wir entdecken unsere wahre Zuflucht, die "Felsspalte", indem wir Jesus vertrauen. Nur dann sind wir inmitten unserer Schlacht wahrhaftig sicher.