Freitag, 16. Oktober 2009

MEIN ABSOLUTER FAVORIT

Von allen 150 Psalmen ist Psalm 34 mein absoluter Favorit. Er handelt rund um die Treue des Herrn, der seine Kinder aus großen Prüfungen und Krisen befreit. David verkündet: "Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich... Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie... Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie... Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der HERR." (Psalm 34,5.8.18.20; Elberfelder/Luther)


Beachte Davids Behauptung in diesem Psalm: "Ich suchte den HERRN... Dieser Elende schrie..." (34,5.7). Wann war das, als David diesen Schrei von sich gab? Es muss geschehen sein, als er sich in Gat wahnsinnig stellte, und doch konnte er in Gegenwart der Philister nicht hörbar gebetet haben. Dies bringt uns zu einer großartigen Wahrheit hinsichtlich der Befreiung Gottes. Manchmal wird der lauteste Schrei ohne eine hörbare Stimme bewerkstelligt.

Ich weiß wie sich diese Art von "innerem Aufschrei" anhört. Viele der lautesten Gebete meines Lebens - meine wichtigsten, herzzerreißendsten, inbrünstigsten Schreie - geschahen in absoluter Stille.


Bisweilen war ich von Umständen so gelähmt, dass ich nicht sprechen konnte, von Situationen überwältigt, die mein Fassungsvermögen derart überstiegen, dass ich nicht klar genug denken konnte um zu beten. Gelegentlich saß ich allein in meinem Studierzimmer derart verwirrt, dass ich unfähig war dem Herrn überhaupt irgendetwas zu sagen, aber die ganze Zeit schrie mein Herz aus: "Gott, hilf mir! Ich weiß jetzt gerade nicht wie ich beten soll, so höre den Schrei meines Herzens. Befreie mich aus dieser Situation."


Warst du jemals dort, an jenem Punkt? Hast du jemals gedacht: "Ich verstehe nicht, was das alles soll. Ich bin so überwältigt von meiner Lebenslage, derart überflutet von tiefem Schmerz, dass ich es nicht erklären kann. Herr, ich weiß nicht einmal was ich dir sagen soll. Was ist los?"


Ich glaube, dies ist genau das, was David durchlebte, als er von den Philistern gefangen wurde. Als er Psalm 34 schrieb, gestand er ein: "Ich befand mich in einer derart erdrückenden Situation, dass ich die Rolle eines Trottels spielte. Doch innerlich fragte ich mich: "Was geht in mir vor? Wie kam es dazu? Herr, hilf!"


Und so mutet es an, dass David sagte: "Dieser Elende schrie von innen heraus, ohne zu wissen was oder wie er beten soll, und der Herr hörte und rettete mich". Es war ein tiefgehender Schrei von Herzen, und der Herr ist treu, er hört jedes Wimmern, egal wie schwach.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

CHRISTUS REGIERT

Oft nehmen Menschen Kontakt mit unserem Werk auf und sagen: "Ich habe keinen, mit dem ich reden kann, keinen, mit dem ich meine Last teilen kann, keinen, der Zeit hat, um meinen Schrei zu hören. Ich brauche jemanden, dem ich mein Herz ausschütten kann."


König David war ständig von Leuten umgeben. Er war verheiratet und hatte viele Gefährten an seiner Seite. Doch wir hören von ihm denselben Schrei: "Zu wem soll ich gehen?" Es liegt in unserer Natur, einen anderen Menschen, mit Gesicht, Augen und Ohren, zu wollen, der uns zuhört und berät.

Als Hiob von seinen Prüfungen überwältigt wurde, schrie er in Gram aus: "O, dass ich einen hätte, der mir Gehör schenkte!" (Hiob 31,35; Schlachter 2000). Er stieß diesen Schrei aus, während er vor seinen sogenannten Freunden saß. Jene Freunde hatten kein Mitleid für seine Sorgen; genau genommen waren sie Boten der Verzweiflung.

Hiob wandte sich nur an den Herrn: "Siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe... Zu Gott blickt mein Auge mit Tränen auf" (Hiob 16,19-20; Elberfelder)


David hielt Gottes Volk an, es gleichermaßen zu tun: "Vertraut auf ihn allezeit, ihr von Gottes Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht" (Psalm 62,9; Elberfelder).

Eines Tages kommt das Leiden zu uns allen, und gerade jetzt ist eine Vielzahl an Heiligen durch Bedrängnisse festgekettet. Ihre Situation hat ihre Freude in Gefühle der Hilflosigkeit und Nutzlosigkeit verwandelt. Viele fragen in ihrem Schmerz: "Warum geschieht mir das? Ist Gott zornig mit mir? Was habe ich falsch gemacht? Warum antwortet er nicht auf meine Gebete?"

Ich glaube von Herzen, dass dieses Wort eine Einladung des Heiligen Geistes an dich ist, einen ungestörten Ort aufzusuchen, wo du regelmäßig dem Herrn deine Seele ausschütten kannst. David "schüttete seine Klage vor ihm aus", und das kannst du auch. Du kannst mit Jesus über Alles reden - deine Probleme, deine gegenwärtige Prüfung, deine Finanzen, deine Gesundheit - und sage ihm, wie überfordert du bist, und selbst wie mutlos du bist. Er wird dich mit Liebe und Erbarmen anhören, und er wird deinen Schrei nicht verachten.

Gott ging auf David ein. Er ging auf Hiob ein. Und Jahrhunderte hindurch ist er auf den Schrei des Herzens von jedem eingegangen, der seinen Verheißungen vertraute. Er hat verheißen, dich anzuhören und zu leiten. Er hat feierlich geschworen, deine Stärke zu sein, so dass du zu ihm gehen kannst und erneuert herauskommst.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

ICH BIN KRAFT UND ERBARMEN

"Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten." (Matthäus 15,32; Schlachter 2000)

Ich glaube, dass Christus hier seinen Jüngern gegenüber eine Erklärung abgab. Er sagte: "Ich werde mehr für die Leute tun, als sie zu heilen. Ich werde sicherstellen, dass sie genug Brot zu essen haben. Ich habe Sorge um jede Sache, die ihr Leben betrifft. Ihr müsst erkennen, dass ich mehr als nur Kraft bin. Ich bin auch Erbarmen. Wenn ihr mich nur als einen Heiler, einen Wundertäter seht, dann werdet ihr Angst vor mir haben. Aber wenn ihr mich auch als Barmherzigen seht, dann werdet ihr mich lieben und mir vertrauen."

Ich schreibe diese Botschaft für alle, die sich am Rande der Erschöpfung befinden, kurz vorm Umkippen sind, von der gegenwärtigen Situation überwältigt.

Du warst ein treuer Knecht, in der Zuversicht, dass Gott das Unmögliche für sein Volk tun kann, hast du andere gespeist. Doch du hast einige andauernde Zweifel, hinsichtlich seiner Bereitschaft in deinen Kampf einzugreifen.

Ich frage mich, wie viele Leser dieser Botschaft Worte des Glaubens und der Hoffnung zu anderen geredet haben, die vor erschütternden, scheinbar hoffnungslosen Situationen stehen. Du hast sie angehalten: „Bleib dran! Der Herr ist imstande. Er ist ein wunderwirkender Gott, und seine Verheißungen sind wahr. So verliere nicht die Hoffnung, weil er deinen Schrei beantworten wird.

Glaubst du wirklich an Wunder?“ Das ist die Frage, die mich der Heilige Geist gefragt hat. Meine Antwort war: „Ja, natürlich, Herr. Ich glaube an jedes einzelne Wunder, von dem ich in der Heiligen Schrift gelesen habe“. Doch diese Antwort ist nicht gut genug. Die Frage des Herrn an jeden Einzelnen von uns lautet tatsächlich: „Glaubst du, dass ich ein Wunder für dich wirken kann?“ Und nicht nur ein Wunder, sondern ein Wunder für jede Krise, jede Situation, der wir begegnen. Wir brauchen mehr als alttestamentliche Wunder, neutestamentliche Wunder, sowie vergangene Wunder in der Geschichte. Wir benötigen aktuelle, persönliche Wunder, die nur für uns und unsere Situation entworfen sind.

Denke an die eine Schwierigkeit, vor der du gerade stehst, deine größte Not, dein beunruhigendstes Problem. Du hast so lange dafür gebetet. Glaubst du wirklich, der Herr kann und wird es lösen, auf eine Art, die du dir nicht vorstellen kannst? Diese Art von Glauben befiehlt dem Herzen mit dem unruhigen Sorgen oder dem Fragenstellen aufzuhören. Er sagt dir, in der Fürsorge des Vaters zu ruhen, ihm zu vertrauen, dass er es alles auf seine Weise und zu seiner Zeit tut.

Dienstag, 13. Oktober 2009

JESUS HATTE EINEN PLAN

"Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen? Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte" (Johannes 6,5-6; Elberfelder). Jesus nahm Philippus auf die Seite und sagte: "Philippus, hier sind tausende von Menschen. Sie sind alle hungrig. Wo sollen wir genug Brot kaufen, um sie zu speisen? Was denkst du, sollten wir tun?"


Wie unglaublich liebevoll von Christus. Jesus wusste die ganze Zeit was er tun würde, so sagt es uns der Vers oben. Doch der Herr war dabei, Philippus etwas zu beizubringen, und die Lektion die er ihm weitergab, trifft auf jeden von uns heute zu. Denk doch mal nach, wieviele im Leib Christi sitzen die halbe Nacht aufrecht und versuchen ihre Probleme zu ergründen? Wir denken: "Vielleicht wird dies funktionieren. Nein, nein... aber vielleicht ist das die Lösung. Nein..."

Philippus und die Apostel hatten nicht nur ein Brotproblem. Sie hatten ein Bäckerladenproblem... und ein Geldproblem... und ein Verteilungsproblem... und ein Transportproblem... und ein Zeitproblem. Wenn man alles zusammenzählt, hatten sie Probleme, die sie sich nicht einmal vorstellen konnten. Ihre Lage war absolut unausführbar.


Jesus wusste die ganze Zeit genau, was er tun würde. Er hatte einen Plan. Und das gleiche gilt auch für deine Kümmernisse und Schwierigkeiten heute. Es gibt ein Problem, aber Jesus kennt deine ganze Situation. Und er kommt zu dir und fragt dich: "Was sollen wir diesbezüglich unternehmen?"

Die korrekte Antwort von Philippus wäre gewesen: "Jesus, du bist Gott. Bei dir ist kein Ding unmöglich. So übergebe ich dieses Problem an dich. Es ist nicht länger mein Problem, sondern deines".

Das ist es, was wir heute inmitten unserer Krise unserem Herrn sagen müssen: "Herr, du bist der Wundertäter, und ich händige all meine Zweifel und Ängste an dich aus. Ich vertraue meine gesamte Situation, mein ganzes Leben, deiner Fürsorge an. Ich weiß, du wirst es nicht zulassen, dass ich umkippe. Tatsächlich weißt du schon, was du mit meinem Problem tun wirst. Ich vertraue deiner Kraft."

Montag, 12. Oktober 2009

INMITTEN EINES WUNDERS

Du magst dich gerade inmitten eines Wunders befinden und es einfach nicht sehen. Es mag sein, dass du auf ein Wunder wartest. Du bist entmutigt, weil die Dinge stillzustehen scheinen. Du siehst kein Anzeichen für Gottes übernatürliches Wirken deinetwegen.


Bedenke was David in Psalm 18 sagt: "In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren. Da bebte und erzitterte die Erde; die Grundfesten der Berge wurden erschüttert und bebten... Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund... Er neigte den Himmel und fuhr herab... Dann donnerte der Herr in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen... er schoss seine Pfeile... er schleuderte Blitze" (Psalm 18,7-10.14-15; Schlachter 2000)

Du musst dir vergegenwärtigen, dass keine dieser Dinge wortwörtlich geschahen. All das war etwas, was David mit seinem geistlichen Auge sah. Ihr Lieben, das ist Glaube. Das geschieht wenn du glaubst, dass Gott deinen Schrei gehört hat, dass er sich nicht verspätet hat, dass er deine Bitte nicht ignoriert. Stattdessen hat er, als du gebetet hast, sofort auf stille Weise dein Wunder begonnen, und selbst jetzt tut er deinetwegen das übernatürliche Werk. Das heißt es, wirklich an Wunder zu glauben, sein fabelhaftes fortschreitendes Werk in unserem Leben.

David verstand die grundlegende Wahrheit hinter dem allen: "Er führte mich auch heraus in die Weite; er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir" (Psalm 18,20; Schlachter 2000). David verkündete: "Ich weiß warum der Herr all das für mich tut. Es geschieht, weil er Wohlgefallen an mir hat".


Ich glaube wirklich an augenblickliche Wunder. Gott wirkt heute in der Welt immer noch herrliche, sofortige Wunder. In Matthäus 16,9-11 und Markus 8,19-21, wo Jesus seine Jünger an die übernatürliche Speisung der 5.000 und der 4.000 erinnert, bittet er sie und uns, seinen fortschreitenden Wunder und ihrer Rolle in unserem eigenen Leben heute Beachtung zu schenken.

Freitag, 9. Oktober 2009

EIN VOLLKOMMENES HERZ HABEN

Weißt du, dass es möglich ist vor dem Herrn mit einem vollkommenen Herzen zu wandeln. Wenn du nach Jesus hungerst, magst du bereits mit einem aufrichtigen Wunsch versuchen, diesem Gebot des Herrn zu gehorchen.


Ich möchte dich ermutigen, es ist möglich oder Gott hätte uns nicht einen solchen Ruf gegeben. Ein vollkommenes Herz zu haben war Teil des Glaubenslebens von der Zeit als Gott das erste Mal zu Abraham sprach: "Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei vollkommen" (1. Mose 17,1; Elberfelder).


Im Alten Testament sehen wir, dass Einige das Ziel erreichten. David etwa beschloss in seinem Herzen Gottes Gebot zu gehorchen, vollkommen zu sein: "
Ich will einsichtig handeln auf vollkommenem Weg... Ich will mit lauterem Herzen wandeln in meinem Hause.
" (Psalm 101,2; Elberfelder)

Um das Problem hinsichtlich der Idee der Vollkommenheit in den Griff zu bekommen müssen wir zunächst verstehen, dass Vollkommenheit nicht eine sündenlose, lupenreine Existenz bedeutet. Nein, Vollkommenheit bedeutet in den Augen des Herrn etwas völlig anderes. Es bedeutet Vollständigkeit, Reife.

Die hebräische und griechische Bedeutung von "Vollkommenheit" beinhaltet "Aufrichtigkeit, ohne Fehler noch Makel, total gehorsam sein". Es bedeutet das zu vollenden, was begonnen wurde, eine vollkommene Darbringung. John Wesley nannte dieses Konzept von Vollkommenheit "beständigen Gehorsam". Ein vollkommenes Herz ist ein zugängliches Herz, eines das rasch und restlos auf all das Liebeswerben, das Flüstern und die Warnungen des Herrn eingeht. Solch ein Herz sagt zu allen Zeiten: "Sprich, Herr, dein Knecht hört. Zeige mir den Weg, und ich werde auf ihm wandeln".

Das vollkommene Herz ruft mit David aus: "Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Weg bin" (Psalm 139,24; Schlachter 2000).

In der Tat erforscht Gott unsere Herzen; so viel sagte er zu Jeremia: "Ich, der Herr, erforsche das Herz" (Jeremia 17,10; Schlachter 2000). Die hebräische Bedeutung für diesen Satz ist: "Ich durchschaue, ich sichte tief".

Das vollkommene Herz möchte, dass der Heilige Geist kommt und den inneren Menschen erforscht, dass er in all die verborgenen Ecken leuchtet - um all das zu untersuchen, zu entblößen und hervorzuholen, was nicht wie Christus ist. Jene jedoch, die eine heimliche Sünde verbergen, wollen nicht überführt, durchforscht oder eingehend untersucht werden.

Das vollkommene Herz verzehrt sich nach mehr als Sicherheit oder ein Bedecken von Sünde. Es bemüht sich darum immer in Gottes Gegenwart zu sein, in Gemeinschaft zu verweilen. Gemeinschaft bedeutet, mit dem Herrn zu reden, eine Super-Zeit mit ihm zu verbringen, sein Angesicht zu suchen und seine Gegenwart zu kennen.

Die Herzenserforschungen des Herrn sind nicht rachesüchtig, sondern erlösend. Seine Absicht ist nicht uns in Sünde verstrickt zu erwischen oder uns zu verdammen, sondern uns vorzubereiten, dass wir in seine heilige Gegenwart als saubere, reine Gefäße kommen. "Wer darf an seinem heiligen Ort stehen? Nur die Menschen, deren Hände und Herzen rein sind... Sie empfangen den Segen des Herrn" (Psalm 24,3-5; Neues Leben).

Donnerstag, 8. Oktober 2009

FORTSCHREITENDE WUNDER

Das Alte Testament ist voll von Gottes wunderwirkender Kraft: von der Teilung des Roten Meeres, zur Stelle, wo Gott zu Mose vom brennenden Dornbusch aus spricht und weiter zu Elia, der Feuer vom Himmel herbeiruft. All das waren unmittelbare Wunder. Die beteiligten Leute konnten sie vor ihren Augen sehen, sie fühlen und sich von ihnen begeistern lassen. Und sie sind die Art von Wunder, die wir heute sehen wollen, welche Ehrfurcht und Erstaunen einflößen. Wir wollen, dass Gott die Himmel aufreißt, herunter in unsere Situation kommt und in einer Explosion himmlischer Kraft die Dinge repariert.


Aber vieles von Gottes wunderwirkender Kraft im Leben seiner Leute geschieht durch, was wir "fortschreitende Wunder" nennen. Dies sind Wunder, die für das Auge kaum wahrnehmbar sind. Sie werden nicht durch Donner, Blitz oder irgendeine sichtbare Bewegung oder Veränderung begleitet. Vielmehr beginnen fortschreitende Wunder still, ohne Fanfaren, und sie entfalten sich langsam aber sicher, Schritt für Schritt.

Beide Arten von Wundern - plötzliche und fortschreitende - wurden bei den zwei Massenspeisungen Christi bezeugt. Die Heilungen, die er vollbrachte geschahen augenblicklich, sichtbar, durch jene, die in jenen Tagen gegenwärtig waren, leicht feststellbar. Ich denke an jenen verkrüppelten Mann mit dem verhutzelten Körper, der auf einmal eine äußerliche, physische Veränderung erfuhr, so dass er laufen und springen konnte. Hier war ein Wunder, das Alle in Erstaunen versetzen und bewegen musste, die es sahen.

Doch die Speisungen, die Christus tat, waren fortschreitende Wunder. Jesus brachte ein einfaches Segensgebet dar, ohne Feuer, Donner oder Erdbeben. Er brach bloß das Brot und den Trockenfisch, ohne ein Zeichen oder einen Ton von sich zu geben, dass gerade ein Wunder stattfand. Um jedoch so viele Menschen zu speisen, musste es tausende von jenen Brot- und Fischbrechungen geben, den ganzen Tag. Und jedes einzelne Stück Brot und Fisch war ein Teil des Wunders.

Auf diese Weise vollbringt Jesus heute viele seiner Wunder in dem Leben seiner Leute. Wir beten um plötzliche Wunder, aber oft ist der Herr still am Werk und gestaltet Stück für Stück ein Wunder für uns, häppchenweise. Vielleicht sind wir nicht in der Lage es zu hören oder zu berühren, aber er ist am Werk und gestaltet unsere Erlösung, über das hinaus was wir sehen können.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

DIE MACHT DER VERGEBUNG

Vergebung ist nicht eine einmalige Handlung, sondern ein Lebensstil, der uns in jegliche Segnung in Christus bringen soll. "Ich sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid." (Matthäus 5,44-45; Schlachter 2000)


Gemäß Jesus ist Vergebung nicht eine Angelegenheit des Herauspickens oder Aussuchens, wem wir gerne vergeben wollen. Wir können nicht sagen: "Du hast mich zu sehr verletzt, also vergebe ich dir nicht." Christus sagt uns: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?" (5,46)


Es spielt keine Rolle gegen wen sich unser Groll richtet. Wenn wir an ihm festhalten, wird er in Bitterkeit führen, die jeden Aspekt unseres Lebens vergiftet. Unversöhnlichkeit verursacht geistliche Hungersnot, Schwäche und einen Verlust des Glaubens und setzt dabei nicht nur uns zu, sondern Allen in unserem Umkreis.


In den vergangenen 50 Jahren meines Dienstes habe ich entsetzliche Verwüstungen in den Leben jener gesehen, welche Vergebung vorenthielten.

" Doch ich habe auch die siegreiche Kraft eines vergebenden Geistes gesehen. Vergebung verwandelt Menschenleben und lässt die Fenster des Himmels sich öffnen. Sie füllt unseren Becher mit geistlichem Segen bis zum Rand mit überfließendem Frieden, Freude und Ruhe im Heiligen Geist. Jesu Lehre über dieses Thema ist sehr konkret, und wenn du dich in diesen wunderbaren Bereich des Segens begeben willst, dann beherzige und ergreife seine Worte.
Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben" (Matthäus 6,14-15; Schlachter 2000). Mach nicht den Fehler, Gott schließt mit uns hier kein Geschäft ab. Er sagt nicht: "Weil du anderen vergeben hast, werde ich dir vergeben". Wir können niemals Gottes Vergebung verdienen. Nur das vergossene Blut Christi ist der Vergebung von Sünden wert.

Vielmehr sagt Christus: "Volle Vergebung der Sünde erfordert, dass du anderen vergibst. Wenn du an irgendeiner Unversöhnlichkeit festhältst, dann hast du nicht all deine Sünden bekannt. Wahre Buße heißt jeden Groll zu bekennen und aufzugeben, und somit jede Spur von Bitterkeit gegenüber Anderen zu kreuzigen. Alles andere ist keine Buße."


Das geht Hand in Hand mit seiner Seligpreisung: "Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!" (Matthäus 5,7; Schlachter 2000). Sein Punkt ist: Vergebe Anderen, so kannst du dich in die Segnungen und die Freude der Sohnschaft begeben. Dann kann Gott Zeichen seiner Liebe ausgießen. Und wenn du vergibst, offenbarst du der Welt das Wesen des Vaters.

Dienstag, 6. Oktober 2009

DIESELBE HERRLICHKEIT

"Wer mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" (Johannes 14,21; Luther). "...damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein... Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien" (Johannes 17,21-23; kursiv von mir; Luther).


Wirf noch einmal einen Blick auf den kursiven Vers. Im wesentlichen sagt Jesus: "Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, Vater, habe ich ihnen gegeben". Christus macht hier eine unglaubliche Aussage. Er sagt aus, dass uns dieselbe Herrlichkeit gegeben worden ist, welche der Vater ihm gab. Was für ein verblüffender Gedanke. Doch, was ist das für eine Herrlichkeit, die Christus gegeben wurde, und wie gibt unser Leben den Blick auf jene Herrlichkeit frei? Sie ist nicht irgendeine Aura oder irgendein Gefühl; sie ist unbeeinträchtigter Zugang zum himmlischen Vater!


Jesus machte es uns einfach, Zugang zum Vater zu haben, indem er uns die Tür durch das Kreuz geöffnet hat: "Denn durch ihn [Christus] haben wir alle beide [wir und die Fernstehenden] durch 'einen' Geist den Zugang zum Vater" (Epheser 2,18). Das Wort "Zugang" meint die Berechtigung hereinzukommen. Es bedeutet freien Zutritt, wie auch direkte Ansprechbarkeit: "In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn" (3,12; Elberfelder).

Siehst du, was Paulus hier sagt? Durch den Glauben sind wir an einen Ort des unbeeinträchtigten Zugangs zu Gott gelangt. Uns geht es nicht wie Esther im Alten Testament. Sie musste auf ein Zeichen des Königs warten, bevor sie zum Thron hinzutreten konnte. Erst als er ihr sein Zepter entgegenstreckte,war es Esther erlaubt vorzutreten.

Dagegen sind du und ich bereits im Thronsaal. Und wir haben die Berechtigung und das Vorrecht den König jederzeit anzusprechen. Tatsächlich sind wir eingeladen, jegliche Bitte an ihn zu richten: "Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe" (Hebräer 4,16; Elberfelder).

Als Christus auf Erden diente, musste er sich nicht davonmachen, um im Gebet die Absicht des Vaters zu erlangen. Er sagte: "Ich kann nichts aus mir selbst tun. Ich tue nur, was der Vater mir sagt und zeigt" (vgl. Johannes 5,19). Heute ist uns genau derselbe Grad an Zugang zum Vater gegeben, den Christus hatte. Du magst sagen: "Augenblick mal. Ich habe denselben Zugang zum Vater, den Jesus hatte?"


Mach nicht den Fehler. Genau wie Jesus sollen wir oft und leidenschaftlich beten, Gott suchen, auf den Herrn warten. Aber wir müssen uns nicht davonmachen, um Gott wegen Kraft oder Führung anzuflehen, weil genau sein Geist in uns wohnt. Und der Heilige Geist offenbart uns die Absicht und den Willen des Vaters.

Montag, 5. Oktober 2009

VIER AUSSICHTEN

Gott ist jemand, der Zusagen macht und Zusagen hält, und er hat zu meinem Herzen über vier Dinge gesprochen, für die Gottes Volk ihm vertrauen sollte. Diese Aussichten gründen sich auf den Zusagen, die Gott uns gemacht hat.

1. Erwarte, dass du belohnt wirst, wenn du den Herrn aufrichtig suchst. "[Er] belohnt [die], die ihn aufrichtig suchen." (Hebräer 11,6; Neue Genfer Übersetzung).

Du kannst im Glauben Gott um ein Zeichen bitten, das dein Vertrauen belebt und wiederanfacht. Gott ist immer pünktlich, und er weiß, dass du in deiner Anfechtungszeit einen Strahl der Hoffnung und der guten Nachricht benötigst. Erwarte von ihm, dass er seine Zusage hält, dich jetzt zu belohnen, wo du dich in der größten Not befindest. Gott kann nicht lügen. Er hat gesagt, dass er jene belohnt, die ihn aufrichtig suchen. Suche ihn tagtäglich und glaube, dass dieses Jahr dein Jahr ist, geprägt von einem großartigen geistlichen Segen.

2. Erwarte, dass du Belege eines zunehmenden Wunders in deinem Leben sehen wirst. "Bei Gott sind alle Dinge möglich" (Markus 10,27; Elberfelder).

Ich glaube an Sofort-Wunder und an zunehmende Wunder. Zunehmende Wunder beginnen auf unbemerkte, stille Weise und entfalten sich ganz allmählich - ein kleines Erbarmen zur Zeit. Erwarte, Gott auf geheimnisvolle Weise handeln zu sehen, unsichtbar für das menschliche Auge.

3. Erwarte, in Gottes verheißenen Ort der Ruhe einzugehen. "Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes... Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen" (Hebräer 4,9.11; Luther/Elberfelder).

In den letzten paar Jahren haben wir eine Ausgießung von unglaublichen Katastrophen, Problemen und Anfechtungen gesehen. Inmitten all dessen sehnt sich der Herr danach, dass du ihm vertraust, dass er dich in seine verheißene Ruhe bringt. Gott hat niemals beabsichtigt, dass seine Kinder in Furcht und Verzweiflung leben. Wir brauchen einen draufgängerischen Glauben und vertrauen Gott im Angesicht der Furcht, der Schwierigkeiten und selbst des Todes.

4. Erwarte, dass der Heilige Geist sich immer in seinem Tempel befindet. "Wisst ihr nicht,dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?" (1. Korinther 6,19; Luther).

Der Heilige Geist wohnt in dem Herzen des Gläubigen. Auf der ganzen Welt ist er allgegenwärtig. Ich begehe jeden Tag mit dem Bekenntnis, dass er hier in seinem Tempel ist, um mich zu trösten, mich zu führen, mich zu ermutigen, mich zu salben und die Herrlichkeit Jesu Christi in einer fortwährend zunehmenden Offenbarung aufzudecken. Ihn verlangt danach, dass du von ihm erwartest, dass er dir seine Gegenwart aufzeigt, und das jeden Tag mehr. Er möchte dich zu einem unerschütterlichen Glauben bringen, so wie er es mit seinen Jüngern getan hat.

Glaube diesen Zusagen! Ergreife diese Aussichten, und du wirst Gott wunderbare Dinge tun sehen.

Freitag, 2. Oktober 2009

DAS ANGESICHT GOTTES SUCHEN

In Psalm 27 fleht David Gott in einem starken, eindringlichen Gebet an. Er bittet in Vers 7: "HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!" (Luther). Sein Gebet dreht sich um ein Verlangen, ein Bestreben, etwas das ihn vollständig verzehrt: "Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich" (27,4; Elberfelder).

David bezeugt: "Ich habe ein Gebet, Herr, eine Bitte. Es ist meine einzige, wichtigste Zielsetzung im Leben, mein fortwährendes Gebet, die eine Sache, die ich mir erbete. Und ich werde es begehren mit allem, was in mir ist. Diese eine Angelegenheit verzehrt mich als mein Lebensziel.

Was war diese eine Angelegenheit, die David über alles andere ersehnte, der Gegenstand auf das er sein Herz ausgerichtet hatte, um ihn zu erlangen? Er spricht zu uns: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4; King James Version).

Mach nicht den Fehler, David war kein Asket, der die Welt da draußen scheut. Er war kein Eremit, der sich an einen einsamen Ort in der Einöde verdrücken will. Nein, David war ein leidenschaftlicher Mann der Tat. Er war ein großartiger Krieger, mit einer gewaltigen Menschenmasse, die von seinen Siegen in der Schlacht sang. Er war auch leidenschaftlich in seinem Gebet und seiner Hingabe, mit einem Herzen, das nach Gott verlangte. Und der Herr hatte David mit so vielen Dingen, die seinen Herzenswünschen entsprangen, gesegnet.

Tatsächlich hatte David alles geschmeckt, was ein Mensch sich im Leben wünschen könnte. Er hatte Reichtümer und Wohlstand, Macht und Autorität kennengelernt. Er hatte Respekt, Lob und Bewunderung der Menschen erhalten. Gott hatte ihm Jerusalem als die Hauptstadt des Königreichs gegeben, und er war von treu ergebenen Männern umgeben, die bereit waren für ihn zu sterben.

Aber vor allem war David ein Anbeter. Er war ein lobpreisender Mann, der Gott für all seine Segnungen danksagte. Er bezeugte: "Der Herr hat tagtäglich Segnungen auf mich gelegt".

Tatsächlich sagte David damit: "Es gibt einen Lebensstil, den ich jetzt erstrebe - einen Ruheort im Herrn, wonach sich meine Seele sehnt. Ich möchte ununterbrochene geistliche Vertrautheit mit meinem Gott". Dies war das, was David meinte, als er betete: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4).