Freitag, 2. Oktober 2009

DAS ANGESICHT GOTTES SUCHEN

In Psalm 27 fleht David Gott in einem starken, eindringlichen Gebet an. Er bittet in Vers 7: "HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!" (Luther). Sein Gebet dreht sich um ein Verlangen, ein Bestreben, etwas das ihn vollständig verzehrt: "Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich" (27,4; Elberfelder).

David bezeugt: "Ich habe ein Gebet, Herr, eine Bitte. Es ist meine einzige, wichtigste Zielsetzung im Leben, mein fortwährendes Gebet, die eine Sache, die ich mir erbete. Und ich werde es begehren mit allem, was in mir ist. Diese eine Angelegenheit verzehrt mich als mein Lebensziel.

Was war diese eine Angelegenheit, die David über alles andere ersehnte, der Gegenstand auf das er sein Herz ausgerichtet hatte, um ihn zu erlangen? Er spricht zu uns: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4; King James Version).

Mach nicht den Fehler, David war kein Asket, der die Welt da draußen scheut. Er war kein Eremit, der sich an einen einsamen Ort in der Einöde verdrücken will. Nein, David war ein leidenschaftlicher Mann der Tat. Er war ein großartiger Krieger, mit einer gewaltigen Menschenmasse, die von seinen Siegen in der Schlacht sang. Er war auch leidenschaftlich in seinem Gebet und seiner Hingabe, mit einem Herzen, das nach Gott verlangte. Und der Herr hatte David mit so vielen Dingen, die seinen Herzenswünschen entsprangen, gesegnet.

Tatsächlich hatte David alles geschmeckt, was ein Mensch sich im Leben wünschen könnte. Er hatte Reichtümer und Wohlstand, Macht und Autorität kennengelernt. Er hatte Respekt, Lob und Bewunderung der Menschen erhalten. Gott hatte ihm Jerusalem als die Hauptstadt des Königreichs gegeben, und er war von treu ergebenen Männern umgeben, die bereit waren für ihn zu sterben.

Aber vor allem war David ein Anbeter. Er war ein lobpreisender Mann, der Gott für all seine Segnungen danksagte. Er bezeugte: "Der Herr hat tagtäglich Segnungen auf mich gelegt".

Tatsächlich sagte David damit: "Es gibt einen Lebensstil, den ich jetzt erstrebe - einen Ruheort im Herrn, wonach sich meine Seele sehnt. Ich möchte ununterbrochene geistliche Vertrautheit mit meinem Gott". Dies war das, was David meinte, als er betete: "Dass ich wohne im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Schönheit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel" (27,4).