Mittwoch, 7. Oktober 2009

DIE MACHT DER VERGEBUNG

Vergebung ist nicht eine einmalige Handlung, sondern ein Lebensstil, der uns in jegliche Segnung in Christus bringen soll. "Ich sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid." (Matthäus 5,44-45; Schlachter 2000)


Gemäß Jesus ist Vergebung nicht eine Angelegenheit des Herauspickens oder Aussuchens, wem wir gerne vergeben wollen. Wir können nicht sagen: "Du hast mich zu sehr verletzt, also vergebe ich dir nicht." Christus sagt uns: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?" (5,46)


Es spielt keine Rolle gegen wen sich unser Groll richtet. Wenn wir an ihm festhalten, wird er in Bitterkeit führen, die jeden Aspekt unseres Lebens vergiftet. Unversöhnlichkeit verursacht geistliche Hungersnot, Schwäche und einen Verlust des Glaubens und setzt dabei nicht nur uns zu, sondern Allen in unserem Umkreis.


In den vergangenen 50 Jahren meines Dienstes habe ich entsetzliche Verwüstungen in den Leben jener gesehen, welche Vergebung vorenthielten.

" Doch ich habe auch die siegreiche Kraft eines vergebenden Geistes gesehen. Vergebung verwandelt Menschenleben und lässt die Fenster des Himmels sich öffnen. Sie füllt unseren Becher mit geistlichem Segen bis zum Rand mit überfließendem Frieden, Freude und Ruhe im Heiligen Geist. Jesu Lehre über dieses Thema ist sehr konkret, und wenn du dich in diesen wunderbaren Bereich des Segens begeben willst, dann beherzige und ergreife seine Worte.
Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben" (Matthäus 6,14-15; Schlachter 2000). Mach nicht den Fehler, Gott schließt mit uns hier kein Geschäft ab. Er sagt nicht: "Weil du anderen vergeben hast, werde ich dir vergeben". Wir können niemals Gottes Vergebung verdienen. Nur das vergossene Blut Christi ist der Vergebung von Sünden wert.

Vielmehr sagt Christus: "Volle Vergebung der Sünde erfordert, dass du anderen vergibst. Wenn du an irgendeiner Unversöhnlichkeit festhältst, dann hast du nicht all deine Sünden bekannt. Wahre Buße heißt jeden Groll zu bekennen und aufzugeben, und somit jede Spur von Bitterkeit gegenüber Anderen zu kreuzigen. Alles andere ist keine Buße."


Das geht Hand in Hand mit seiner Seligpreisung: "Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!" (Matthäus 5,7; Schlachter 2000). Sein Punkt ist: Vergebe Anderen, so kannst du dich in die Segnungen und die Freude der Sohnschaft begeben. Dann kann Gott Zeichen seiner Liebe ausgießen. Und wenn du vergibst, offenbarst du der Welt das Wesen des Vaters.