Donnerstag, 15. Oktober 2009

CHRISTUS REGIERT

Oft nehmen Menschen Kontakt mit unserem Werk auf und sagen: "Ich habe keinen, mit dem ich reden kann, keinen, mit dem ich meine Last teilen kann, keinen, der Zeit hat, um meinen Schrei zu hören. Ich brauche jemanden, dem ich mein Herz ausschütten kann."


König David war ständig von Leuten umgeben. Er war verheiratet und hatte viele Gefährten an seiner Seite. Doch wir hören von ihm denselben Schrei: "Zu wem soll ich gehen?" Es liegt in unserer Natur, einen anderen Menschen, mit Gesicht, Augen und Ohren, zu wollen, der uns zuhört und berät.

Als Hiob von seinen Prüfungen überwältigt wurde, schrie er in Gram aus: "O, dass ich einen hätte, der mir Gehör schenkte!" (Hiob 31,35; Schlachter 2000). Er stieß diesen Schrei aus, während er vor seinen sogenannten Freunden saß. Jene Freunde hatten kein Mitleid für seine Sorgen; genau genommen waren sie Boten der Verzweiflung.

Hiob wandte sich nur an den Herrn: "Siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe... Zu Gott blickt mein Auge mit Tränen auf" (Hiob 16,19-20; Elberfelder)


David hielt Gottes Volk an, es gleichermaßen zu tun: "Vertraut auf ihn allezeit, ihr von Gottes Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht" (Psalm 62,9; Elberfelder).

Eines Tages kommt das Leiden zu uns allen, und gerade jetzt ist eine Vielzahl an Heiligen durch Bedrängnisse festgekettet. Ihre Situation hat ihre Freude in Gefühle der Hilflosigkeit und Nutzlosigkeit verwandelt. Viele fragen in ihrem Schmerz: "Warum geschieht mir das? Ist Gott zornig mit mir? Was habe ich falsch gemacht? Warum antwortet er nicht auf meine Gebete?"

Ich glaube von Herzen, dass dieses Wort eine Einladung des Heiligen Geistes an dich ist, einen ungestörten Ort aufzusuchen, wo du regelmäßig dem Herrn deine Seele ausschütten kannst. David "schüttete seine Klage vor ihm aus", und das kannst du auch. Du kannst mit Jesus über Alles reden - deine Probleme, deine gegenwärtige Prüfung, deine Finanzen, deine Gesundheit - und sage ihm, wie überfordert du bist, und selbst wie mutlos du bist. Er wird dich mit Liebe und Erbarmen anhören, und er wird deinen Schrei nicht verachten.

Gott ging auf David ein. Er ging auf Hiob ein. Und Jahrhunderte hindurch ist er auf den Schrei des Herzens von jedem eingegangen, der seinen Verheißungen vertraute. Er hat verheißen, dich anzuhören und zu leiten. Er hat feierlich geschworen, deine Stärke zu sein, so dass du zu ihm gehen kannst und erneuert herauskommst.