Montag, 6. April 2009

HEILIGE FURCHTLOSIGKEIT UND GEISTLICHE VOLLMACHT

Je mehr jemand mit Jesus zusammen ist, desto mehr wird diese Person in Reinheit, Heiligkeit und Liebe wie Christus werden. Wiederum wird sein reiner Lebenswandel in ihm eine große Furchtlosigkeit für Gott hervorbringen. Die Schrift sagt: "Der Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt; der Gerechte aber ist furchtlos wie ein junger Löwe" (Sprüche 28,1; Luther). Das Wort für furchtlos in diesem Vers bedeutet "sicher, zuversichtlich". Das ist genau die Art von Furchtlosigkeit, welche die Synagogenoberhäupter in Petrus und Johannes sahen, als sie dienten (s. Apostelgeschichte 4,1-2).


Im vorangehenden Kapitel (Apostelgeschichte 3) beteten Petrus und Johannes für einen verkrüppelten Bettler, und er wurde augenblicklich geheilt. Die Heilung verursachte eine große Aufregung beim Tempel, und in einem Versuch, die Jünger vom Weitergeben ihres Glaubens aufzuhalten, nahmen die religiösen Führer sie gefangen und machten ihnen einen öffentlichen Prozess.


Petrus und Johannes kamen mit den Synagogenführern zusammen, aber die Bibel geht über diese Begebenheit in Apostelgeschichte 4 nicht sehr ins Detail. Aber ich kann dir versichern, dass die religiösen Führer sie mit allem Pomp und Getöse inszenierten. Zunächst nahmen die Würdenträger feierlich ihre samtenen Sitzplätze ein. Dann folgten die Angehörigen der Hohepriester. Schließlich, in einem Augenblick gedämpfter Spannung, zogen die in Roben gekleideten Hohepriester ein. Jeder verbeugte sich während die Priester vorbeigingen und steif den Gang entlang zum Richtstuhl zogen.


All das war dazu gedacht um Petrus und Johannes einzuschüchtern. Aber die Jünger waren ganz und gar nicht eingeschüchtert. Sie waren mit Jesus zu lange zusammen gewesen. Ich stelle mir Petrus vor, wie er denkt: "Macht schon, lasst uns diese Versammlung beginnen. Lasst mich von der Leine los und gebt mir die Kanzel. Ich habe ein Wort von Gott für diese Versammlung. Danke, Jesus, dass du mir erlaubst deinen Namen diesen Christus-Hassern zu predigen." Apostelgeschichte 4,8 beginnt mit: "Da wurde Petrus vom Heiligen Geist erfüllt..." (Neues Leben) und das sagt mir, dass er keine Vorlesung halten würde. Es würde nicht leise oder reserviert zugehen. Petrus war ein von Jesus eingenommener Mann, der vor Heiligen Geistes platzte.

Gottes Diener sind sicher in ihrer Identität in Christus. Und sie stehen mit voller Zuversicht in Jesu' Gerechtigkeit. Daher haben sie nichts zu verbergen; sie können vor jedermann mit einem reinen Gewissen stehen.

Freitag, 3. April 2009

DIESE MÄNNER SIND MIT JESUS ZUSAMMEN GEWESEN

In Apostelgeschichte 3 entdecken wir, wie Petrus und Johannes zum Tempel gehen, um anzubeten. Gerade außerhalb des Tempeltors saß ein Bettler, der von Geburt an verkrüppelt war. Dieser Mann war in seinem Leben noch nie einen Schritt gegangen. Als er Petrus und Johannes sah, bat er sie um Almosen. Petrus erwiderte ihm: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh" (3,6; Luther). Augenblicklich war der Mann geheilt! In äußerster Freude begann er durch den Tempel zu laufen, zu springen und zu rufen: "Jesus hat mich geheilt!"


Jeder im Tempel staunte bei dem Anblick, denn sie erkannten den Mann wieder als den Krüppel. Als Petrus und Johannes sahen, dass die Mengen sich versammelten, begannen sie Christus zu predigen. Tausende wurden gerettet. Doch während Petrus und Johannes noch predigten kamen die Synagogenoberhäupter "verdrossen" (Apostelgeschichte 4,1-2; Luther) auf sie zu. Diese hohen und mächtigen Männer fragten die Jünger: "Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?" (4,7). Petrus war durch den Heiligen Geist ermutigt. Er erwiderte den Oberhäuptern: "Sein Name ist Jesus Christus von Nazareth, den Mann den ihr gerade vor drei Wochen gekreuzigt habt. Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Und er ist die Kraft, die diesen Mann geheilt hat. Niemand kann durch irgendeinen anderen Namen gerettet werden. Ihr werdet verloren gehen, wenn ihr nicht den Namen Christi anruft" (vgl. 4,10-12).


Die Oberen standen fassungslos da. Die Schrift sagt: "Sie verwunderten sich [sie bewunderten sie]; und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren" (4,13). Der Ausdruck erkennen kommt von einer Wortwurzel, die bedeutet: "erkennen aufgrund eines charakteristischen Merkmals".


Was war das für ein Merkmal, das Petrus und Johannes charakterisierte? Es war die Gegenwart von Jesus. Sie trugen Christi Ebenbild und Geist in sich. 


Jene, die Zeit mit Jesus verbringen, können nicht genug von ihm bekommen. Ihre Herzen schreien beständig danach aus, den Meister besser kennenzulernen, ihm näher zu kommen, in der Erkenntnis seiner Wege zu wachsen. Paulus stellt fest: "Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus." (Epheser 4,7; vgl. auch Römer 12,3). Was ist das für ein Maß von dem Paulus hier spricht? Es besagt ein begrenztes Quantum. In anderen Worten, wir haben alle ein gewisses Quantum der rettenden Erkenntnis Christi erhalten.


Für einige Gläubige ist dieses Anfangs-Maß alles was sie überhaupt wünschen. Sie wollen gerade so viel von Jesus, um dem Gericht zu entkommen, Vergebung zu fühlen, um einen guten Ruf zu bewahren, um eine Stunde Kirche an jedem Sonntag zu ertragen. Solche Leute befinden sich im "Pflegezustand". Und sie geben Jesus nur das, was unbedingt erforderlich ist.


Paulus wünschte jedem Gläubigen das folgende: "Und er hat die einen als Apostel gegeben... Propheten... Evangelisten... Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen... bis wir alle hingelangen zur... Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen,... zu listig ersonnenem Irrtum. Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. (Epheser 4,11-15)


Paulus sagte hiermit: "Gott hat diese geistlichen Geschenke gegeben, damit du mit Christi Geist ausgefüllt bist. Dies ist entscheidend, weil Verführer kommen, um dir deinen Glauben zu rauben. Wenn du in Christus verwurzelt bist und in ihm heranreifst, wird dich keine verführerische Lehre jemals ins Wanken bringen. Doch die einzige Möglichkeit zu solch einer Reife zu gelangen, ist dass man nach mehr von Jesus verlangt.

Donnerstag, 2. April 2009

DIE JOSEF-GESELLSCHAFT

Josef hatte die Vision, dass sein Leben mächtig von Gott gebraucht werden würde. Aber diese Vision schien ein Hirngespinst zu sein, als seine eifersüchtigen Brüder ihn in die Sklaverei verkauften. Die folgenden Jahre von Josef's Leben waren angefüllt mit Entbehrung und Ungerechtigkeit. Und dann, als Josef wieder auf die Beine zu kommen schien, wurde er fälschlicherweise versuchter Vergewaltigung beschuldigt und ins Gefängnis geworfen.


Doch all diese Zeit hindurch wachte Gott über Josef's Leben. Und endlich, nach Jahren des Aufgewühltseins, verschlug es Josef in den Dienst im Haus des Pharao. Schließlich setzte Pharao Josef ein als Herrscher über ganz Ägypten.

 

Geliebte, so wirkt Gott. Er bereitete einen Mann, um einen Überrest zu erretten. Tatsächlich zieht der Herr in jeder Generation eine Josef-Gesellschaft heran. Er bringt diese hingegebenen Diener durch Jahre der Schwierigkeiten und Anfechtungen hindurch, um ihren Glauben zu erproben und zu stärken.


Was bedeutet das? Die Schrift sagt, dass es ist, was Josef durchmachte: "Er sandte einen Mann vor ihnen her: Josef wurde als Knecht verkauft. Sie zwängten seine Füße in Fesseln, in Eisen kam sein Hals, bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf, das Wort des HERRN ihn bewährte." (Psalm 105,17-19; Elberfelder).


Auch heute hat der Herr eine Josef-Gesellschaft. Diese sind gottgefällige Männer und Frauen, die er berührt und berufen hat. Sie streben nicht nach Ruhm oder Vermögen. Alles was sie wollen ist, zu leben und zu sterben um die Berufung zu erfüllen, die Gott auf sie gelegt hat. Und der Herr hat versprochen, dass ihr Leben in seinem Reich zählt.


Josef sagte seinen Brüdern: "Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Rest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große Rettung. Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten."(1. Mose 45,7-8; Elberfelder)


Josef konnte auf seine Jahre des Leids zurückschauen und bezeugen: "Gott hat mich auf diese Reise geschickt. Er hatte eine Absicht, als er mich durch all diese Nöte brachte. Ich sehe jetzt, dass alles was ich durchmachte zu dem jetzigen Punkt geführt hat. Brüder, der Herr hat mich bereitet, dass ich euch diene. Er hat all diese Dinge sorgfältig organisiert, um euch unter seine erhaltende Gnade zu bringen, wie er es mit mir getan hat."

Was für eine unglaubliche Offenbarung für Josef. Doch was ist hier die Lektion für Gottes Volk heute? Es ist das: Unser Herr hat uns in der Vergangenheit bewahrt, und er wird uns in den vor uns liegenden Tagen bewahren. Und, am allerwichtigsten, er hat eine ewige Absicht hinter all dem. Er hat dich bewahrt, weil er eine Bestimmung für dich hat. Er hat vor dir ein göttliches Werk ausgelegt. Und nur ein angefochtener, geprüfter, bewährter Gläubiger kann es bewerkstelligen.

Dies ist keine Zeit für zaghaften Glauben. Es ist eine Zeit in der jeder Christ, der große Prüfungen ertragen hat, nach vorne treten muss. Unser Hauptmann fordert uns auf, inmitten einer Gesellschaft voller Angst aufzustehen und mit "kraftvollem Glauben" anzugreifen. Wir haben die Josef-Erklärung abzulegen: "Gott hat mich vor euch hergesandt... [um] euch am Leben zu erhalten für eine große Rettung" (1. Mose 45,7; Elberfelder).

Mittwoch, 1. April 2009

BEWAHRT FÜR EINE AUFGABE

David betete: "Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich" (Psalm 16,1). Das hebräische Wort, das David für "bewahren" in diesem Vers gebraucht, ist voller Bedeutung. Im wesentlichen bedeutet es: "Lege eine Hecke um mich herum an, eine Wand schützender Dornen. Bewahre und erhalte mich. Achte auf jeden Schritt von mir, auf all mein Kommen und Gehen."

 

David glaubte in vollem Umfang, dass Gott den Gerechten bewahrt. Und die Schrift sagt, dass David auf all seinen Wegen geholfen und bewahrt wurde. Dieser gesegnete Mann verkündete: "Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele." (Psalm 121,4-7; Luther).

 

Dasselbe hebräische Wort für "bewahren" taucht auch in diesem Abschnitt auf. Abermals spricht David von Gottes göttlicher Hecke, der übernatürlichen Schutzwand. Er versichert uns: "Überall wohin du gehst passt Gott auf dich auf."

 

In der Tat ist der Herr mit uns an allen Orten: bei der Arbeit, in der Gemeinde, während wir einkaufen. Er ist mit uns in unserem Auto, im Bus, in der U-Bahn. Und die ganze Zeit schon sagt David, dass uns Gott vor dem Bösen bewahrt. Kurzum, unser Gott hat alle Grundlagen abgedeckt. Er hat versprochen, jegliche Waffe zu vereiteln, die gegen seine Kinder bereitet wird.


Wieder und wieder hat unser Gott sich selbst als ein Bewahrer seines Volkes erwiesen. Doch für was für ein Ziel? Warum ist der Herr so bedacht uns zu bewahren? Wir finden einen Hinweis in den Worten von Mose: "Und der Herr hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, dass wir den Herrn, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist" (5. Mose 6,24; Schlachter 2000). Mose sagt, dass Gott ihnen die Gebote aus einem Grund gegeben hat: sie zu bewahren und zu halten. Aber wofür? Es ist derselbe Grund, weshalb Gott uns erretten und beschützen möchte.


Denke an all die Wege, in denen Gott sein erwähltes Volk, Israel, bewahrte. Er beschützte sie vor den Zehn Plagen in Ägypten. Er errettete sie am Roten Meer von der Armee des Pharao. Er heilte sie in der Wüste von den tödlichen Schlangenbissen. Und das Volk bezeugte ihren Kindern und Enkelkindern Gottes bewahrende Kraft: "Der Herr hat uns von all unseren Feinden erlöst. Er hat uns Nahrung und Wasser gegeben und bewahrte unsere Kleidung vor dem Verschleiß. Er hat Israel durch alles hindurch bewahrt."


Aber ist das alles was es als Zeugnis für Israel gab? Wurden diese Leute bewahrt und beschützt um dann sterbend in der Wüste zu enden? Mose stellte fest: "Uns aber führte er von dort heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, das er unsern Vätern zugeschworen hat." (5. Mose 6,23; Elberfelder). Mose sagte Israel: "Betrachtet all die übernatürlichen Wege, die euch Gott aus der Knechtschaft geführt hat. Was meint ihr, worum ging es bei all diesen Dingen? Warum glaubt ihr, hat er euch erwählt und seit der Gründung der Welt als besonders bezeichnet? Warum hat er euch aus der Sklaverei erlöst? Warum hat er euch gesegnet, als ihr es verdient hattet aufgegeben zu werden?"


Der Herr hat dich bewahrt, damit er dich irgendwo hinbringen kann. Jenseits all der Wunder möchte Er etwas in deinem Leben erreichen. Der Herr bewahrte die Israeliten und errichtete um sie herum eine Wand für eine besondere Aufgabe: um sie an einen Ort der Brauchbarkeit zu bringen. Er war dabei sie zum Verheißenen Land zu führen, einem schicksalshaften Ort.