Freitag, 3. April 2009

DIESE MÄNNER SIND MIT JESUS ZUSAMMEN GEWESEN

In Apostelgeschichte 3 entdecken wir, wie Petrus und Johannes zum Tempel gehen, um anzubeten. Gerade außerhalb des Tempeltors saß ein Bettler, der von Geburt an verkrüppelt war. Dieser Mann war in seinem Leben noch nie einen Schritt gegangen. Als er Petrus und Johannes sah, bat er sie um Almosen. Petrus erwiderte ihm: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh" (3,6; Luther). Augenblicklich war der Mann geheilt! In äußerster Freude begann er durch den Tempel zu laufen, zu springen und zu rufen: "Jesus hat mich geheilt!"


Jeder im Tempel staunte bei dem Anblick, denn sie erkannten den Mann wieder als den Krüppel. Als Petrus und Johannes sahen, dass die Mengen sich versammelten, begannen sie Christus zu predigen. Tausende wurden gerettet. Doch während Petrus und Johannes noch predigten kamen die Synagogenoberhäupter "verdrossen" (Apostelgeschichte 4,1-2; Luther) auf sie zu. Diese hohen und mächtigen Männer fragten die Jünger: "Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?" (4,7). Petrus war durch den Heiligen Geist ermutigt. Er erwiderte den Oberhäuptern: "Sein Name ist Jesus Christus von Nazareth, den Mann den ihr gerade vor drei Wochen gekreuzigt habt. Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Und er ist die Kraft, die diesen Mann geheilt hat. Niemand kann durch irgendeinen anderen Namen gerettet werden. Ihr werdet verloren gehen, wenn ihr nicht den Namen Christi anruft" (vgl. 4,10-12).


Die Oberen standen fassungslos da. Die Schrift sagt: "Sie verwunderten sich [sie bewunderten sie]; und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren" (4,13). Der Ausdruck erkennen kommt von einer Wortwurzel, die bedeutet: "erkennen aufgrund eines charakteristischen Merkmals".


Was war das für ein Merkmal, das Petrus und Johannes charakterisierte? Es war die Gegenwart von Jesus. Sie trugen Christi Ebenbild und Geist in sich. 


Jene, die Zeit mit Jesus verbringen, können nicht genug von ihm bekommen. Ihre Herzen schreien beständig danach aus, den Meister besser kennenzulernen, ihm näher zu kommen, in der Erkenntnis seiner Wege zu wachsen. Paulus stellt fest: "Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus." (Epheser 4,7; vgl. auch Römer 12,3). Was ist das für ein Maß von dem Paulus hier spricht? Es besagt ein begrenztes Quantum. In anderen Worten, wir haben alle ein gewisses Quantum der rettenden Erkenntnis Christi erhalten.


Für einige Gläubige ist dieses Anfangs-Maß alles was sie überhaupt wünschen. Sie wollen gerade so viel von Jesus, um dem Gericht zu entkommen, Vergebung zu fühlen, um einen guten Ruf zu bewahren, um eine Stunde Kirche an jedem Sonntag zu ertragen. Solche Leute befinden sich im "Pflegezustand". Und sie geben Jesus nur das, was unbedingt erforderlich ist.


Paulus wünschte jedem Gläubigen das folgende: "Und er hat die einen als Apostel gegeben... Propheten... Evangelisten... Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen... bis wir alle hingelangen zur... Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen,... zu listig ersonnenem Irrtum. Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. (Epheser 4,11-15)


Paulus sagte hiermit: "Gott hat diese geistlichen Geschenke gegeben, damit du mit Christi Geist ausgefüllt bist. Dies ist entscheidend, weil Verführer kommen, um dir deinen Glauben zu rauben. Wenn du in Christus verwurzelt bist und in ihm heranreifst, wird dich keine verführerische Lehre jemals ins Wanken bringen. Doch die einzige Möglichkeit zu solch einer Reife zu gelangen, ist dass man nach mehr von Jesus verlangt.