Dienstag, 24. Januar 2017

GLANZLOSE MAJESTÄT

Als Mose von Berg herabging, der die zehn Gebote in seinen Händen hielt, hörte er die Leute schreien und sahen, dass sie tanzten und feierten.
„Als nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos war, (denn Aaron hatte es zuchtlos werden lassen zur Schadenfreude ihrer Gegner) … (1.Mose 32:25). Das hebräische Wort, das hier für nackt verwendet wurde, ist para, was „entspannen, vorzuzeigen, alle Einschränkung zu entlassen" bedeutet. Das impliziert auch „einen neuen Anfang”.   
Die Israeliten sagten: „Es geht nicht so, wie es sein sollte. Wir sind müde von dieser Schlacht, müde auf Gott zu warten. So, jetzt werden wir Spaß haben. Weg mit den Alten! Wir wollen neue Freiheit, einen neuen Anfang - und es wollen wir jetzt.”
Die Nacktheit in der Bibel hat auch damit zu tun, dass man keinen Schild zum Kampf hat. Jeder Mann, der keinen Schild hatte, wurde als nackt betrachtet.  Wahr war es, dass diese Israeliten wiklich nackt waren - vor dem goldenen Kalb ausgezogen und getanzt haben - aber sie hatten auch ihren Schutz heruntergelassen.
Können Sie sich vorstellen, dass ihre Feinde, die Amalekiter, auf diese wilde Szene aus den umliegenden Bergen schauen? Die Amalekiter zitterten einmal vor Israel. Gott hatte Angst in ihren Herzen zu Seinem Volk gelegt, aber jetzt sahen, dass Israel ihre Rüstung abgenommen und ihre Kleidungen abgezogen haben.
Die Amalekiter begannen zu lachen und zu spotten: „ Siehen sie euch an. Sie sind genau wie wir! Ihr Gott hat keine Macht, und sie vertrauen Ihm offensichtlich nicht. Merkt ihr? Sie werfen alle ihre angestregenden Wege. Sie wollen Lust und  Spaß haben und verhalten sich wie der Rest von uns. Etwas Heiliglosigkeit! Solche Heuchelei."
In diesem einen Akt der Nacktheit, verachtete Israel seinen Gott in den Augen der Gottlosen. Sie machten den Herrn herzlos, grausam, ungehörig, hilflos. Sie verschmutzeten Seine Ehre, Seine Majestät, Seine Allmacht. Sie waren nicht mehr ein Beispiel für die Welt.
Das ist genau das, was wir tun, wenn wir unseren Glaube ausziehen und unser Vertrauen an Gott los lassen. Ohne wie ein Kind an Gott zu vertrauen, steht eine Christe nackt vor der Welt – sind allen Zweifeln, Ängsten und Unglauben ausgestellt.