Dienstag, 31. Januar 2017

DAS VATERS HERZEN VON MITLEID

Der Herr leitete mich dazu, Kapitel 2 von Nehemia zu lesen, und ich sah etwas, was ich bevor nie gesehen hatte. Dieses Kapitel enthält eine ermutigende Geschichte für alle, die mit einem schweren Herzen zu dem Herrn kommen.
Nehemia war ein Mundschenk des Königs Artahsasta von Persien. Dies bedeutete, dass er die Weine schmecktete, bevor sie zum Tisch des Königs gebracht wurden, um es sicher zu sein, dass sie nicht vergiftet wurden. Im Laufe der Zeit wurde Nehemia ein vertrauter Diener des Königs.
Nehemia bekam eine Nachricht von seinem Bruder, dass Jerusalem in Trümmern war. Die Bevölkerung war dezimiert, die Menschen waren in einer schrecklichen Situation, und die Bedingungen verschlechterten sich täglich. Das zerriß in Nehemias Herzen. Er liebte Juda und Jerusalem und eine Traurigkeit begann ihn zu packen.
„Und es geschah … als Wein vor ihm stand, da nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Ich war aber nie traurig vor ihm gewesen. Und der König sagte zu mir: Warum sieht dein Gesicht so traurig aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, das ist es nicht, sondern ein trauriges Herz! Da bekam ich einen furchtbaren Schrecken.” (Nehemia 2:1-2).
Merken Sie daran, dass es den Menschen verboten war, in die Gegenwart des Königs mit Traurigkeit, vor allem die Mitarbeiter des Gerichts, zu kommen. Nehemia wusste, dass dies ihm sein Leben kosten konnte und er sehr ängstlich war. Aber der König war voller Mitgefühl, denn er sah Nehemias Schmerz. Die Schrift sagt uns, dass er seinem trostlosen Diener einen Kreditbrief gegeben hat, der ihm die königliche Schatzkammer geöffnet hat. Und dann gab der König Nehemia den Wunsch seines Herzens: Erlaubnis, nach Jerusalem zu gehen, um den Tempel und die Stadtmauern wieder aufzubauen.
Hier ist der Punkt, den der Herr für mich wirklich machte: Wenn es für Nehemia möglich war, mit einem traurigen, schmerzvollen Gesicht in die Gegenwart eines heidnischen Königs einzutreten und trotzdem Gunst, Mitgefühl und Segen über allen Vorstellungen zu finden, wie viel mehr wird der König Jesus Mitgefühl zeigen und Segen für jeden von uns, Seine Kinder, in unserer Traurigkeit? Würde ein heidnischer König mehr Gnade einem schmerzvollen Diener zeigen als unserem barmherzigen König? Sicherlich nicht! Das Vaterherz bewegt sich immer mit Mitleid gegenüber seinen Kindern.