Mittwoch, 3. Februar 2010

BLICK INS HERZ JESU

"Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische? Ist's nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken?"(Lukas 17:7-8).

Wir haben überhaupt kein Problem uns mit dem Knecht und seiner Pflicht gegenüber dem Herrn zu identifizieren. Keine Schwierigkeiten unsere Schürze umzubinden und dem Herrn einen Tisch voll mit Lobpreis zu servieren - ein gutes Fest der Anbetung. Wir lieben es, unseren Herrn zu füttern! Es ist unsere gröβte Freude, unsere höchste Erfüllung - dem Herrn zu Diensten zu sein.

Aber wir haben Schwierigkeiten mit dem letzten Teil - dem Teil des Herrn. "Danach sollst du auch essen!" Dass ist zu viel für uns um es zu begreifen. Wir wissen nicht, wie wir uns hinsetzen sollen nachdem wir ihm gedient haben - ihm die gleiche Freude ermöglichen, die wir erfahren haben als wir ihm gedient haben! Wir berauben unseren Herrn um die Freude uns zu dienen.

Wir denken, dass unser Herr genug Freude daran hat, was wir für ihn tun. Aber da ist noch viel mehr. Er antwortet auf unseren Glauben und ist glücklich wenn wir Buβe tun. Er spricht mit dem Vater über uns und hat Freude an unserem kindlichen Vertrauen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es sein gröβter Bedarf ist, mit denen die er hier auf der Welt gelassen hat, eine gegenseitige Beziehung zu haben. So einen Bedarf kann kein Engel erfüllen. Jesus möchte mit diesen auf dem Schlachtfeld sprechen.

Wo bin ich zu der Vorstellung gekommen, dass Christus einsam ist und so eine extreme Bedürfnis zu sprechen hat? Es ist alles in der Erzählung von Christus, als er den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus erscheint. Jesus ist gerade wiederauferstanden und an demselben Tag waren zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Sie trauerten um ihren verstorbenen Herrn, aber als er näher kam, haben sie ihn nicht erkannt. Er wollte sprechen; er hatte so viel was er ihnen sagen könnte.

"Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte sich Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen... und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren." (Lukas 24:15; 27)

Es konnte für die Jünger keine schönere Erfahrung geben. Sie gingen fort und sprachen: "... Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?" Wir denken an die Freude der Jünger. Aber was ist mit der Freude von Jesus? Ich sehe den Herrn auferstanden, seine verherrlichten Wangen tränenüberströmt, sein Herz erfüllt mit Freude. Er war erfüllt, seine Bedürfnisse waren befriedigt, und er sah überglücklich aus. Er hat gedient und hat zum ersten Mal in seiner besseren Gestalt die gegenseitige Gemeinschaft erlebt. Er hat sein einsames Herz ausgeschüttet und es wurde berührt und seine Bedürfnisse wurden befriedigt.