Donnerstag, 10. September 2009

ANDERE LIEBEN

Christusähnlich zu sein heißt Jesus in Anderen wahrzunehmen. Auf meinen Reisen treffe ich viele wertvolle Männer und Frauen, von denen ich weiß, dass sie dem Herrn völlig hingegeben sind. Wenn ich ihnen begegne hüpft augenblicklich mein Herz. Obwohl wir uns vorher noch nie begegnet sind, habe ich einen Zeugen im Heiligen Geist, dass sie von Christus erfüllt sind. 


Ich kann noch einige ihrer Gesichter sehen: Pastoren, Bischöfe, arme Straßenevangelisten. Und in dem Augenblick, als ich sie traf, realisierte ich ohne dass ein Wort gesprochen worden war: "Dieser Mann ist mit Jesus zusammen gewesen. Diese Frau ist in Christus gesättigt". Wenn ich sie begrüße, sage ich immer eine Sache, von der ich mir wünsche, dass andere sie von mir sagen: "Bruder, Schwester, ich sehe Jesus in dir".


Christusähnlichkeit hat damit zu tun, wie ich jene außerhalb meiner Familie behandle, andere zu lieben wie er uns liebt. Doch es bedeutet auch unsere Feinde zu lieben - jene, die uns hassen, die sich unserer auf gemeine Weise bedienen, die nicht in der Lage sind uns zu lieben. Und wir sollen dies tun und nichts im Gegenzug erwarten. Auf diese Weise zu lieben ist für menschliche Begriffe unmöglich. Es gibt keine Ratgeberbücher, keine Prinzipiensätze, oder irgendein Maß an menschlicher Intelligenz, die uns aufzeigen könnten, wie wir, in der Weise wie Christus uns geliebt hat, unsere Feinde lieben sollen. Doch haben wir die Anweisung erhalten es zu tun. Und wir müssen es mit einem immer größer werdenden Vorsatz tun.

 

Also, wie tun wir es? Wie liebe ich den Moslem, der einen Block von meiner Kirche entfernt mir ins Gesicht spuckt? Wie liebe ich die Leute, die Internetwebseiten betreiben auf denen sie mich als einen falschen Propheten bezeichnen? Wie liebe ich Homosexuelle, die die Fifth Avenue herunterstolzieren mit Schildern, die kundtun: "Jesus war schwul"? Wie liebe ich sie ehrlicherweise in Christus? Ich weiß nicht einmal wie andere Christen aus eigener Kraft zu lieben sind.

Es muss das Werk des Heiligen Geistes sein. Jesus betete zum Vater: "Dass die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen" (Johannes 17,26). Christus bittet den Vater, seine Liebe in uns hineinzulegen. Und er verspricht, dass der Heilige Geist uns zeigen wird, wie wir jene Liebe ausleben können.


Der Heilige Geist wird getreulich all die Weisen, wie Christus andere liebte, zusammenbringen und dir aufzeigen (Johannes 16,15). Tatsächlich ist der Heilige Geist begeistert, uns mehr von Jesus aufzuzeigen. Das ist der Grund, weshalb er in unseren leiblichen Tempeln wohnt: um uns Christus zu lehren. "Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein... er wird euch alles lehren" (Johannes 14,17.26)