Freitag, 13. März 2009

DIE VERANTWORTUNG EINES PASTORS HINSICHTLICH "EINER DRINGENDEN WARNUNG"

Es ist die Aufgabe eines wahren Propheten zu warnen. Kürzlich haben wir solch eine klare Warnung über direkt vor uns liegenden gefährlichen Tagen gehört. Der Prophet ist wie ein Mann, der einen Hirten warnt, dass räuberische Wölfe nahen.

Es ist dann die Aufgabe des Hirten die Warnung angemessen zu prüfen und jene in seiner Obhut an einen Ort der Weisheit und Sicherheit zu führen. Ich bin kein Prophet. Ich bin ein örtlicher Pastor. Ich muss mich selbst fragen was ich im Licht des Hörens von Gottes Warnung tuen soll. Was soll ich jenen unter meiner pastoralen Obhut sagen?

Erstens möchte ich, dass meine Leute das Wort klar hören. Was sagt es aus und was nicht. Einige haben von Bränden und Plünderung gehört, und ihre Herzen sind mit Furcht erfüllt. Ich muss meinen Leuten versichern, dass Gott immer Herr der Lage ist. Gott ist souverän. Nichts findet außerhalb seiner Kenntnisnahme und seinem Rat statt, und alle Dinge geschehen zu seiner äußersten, höchsten Ehre. Selbst in den überaus beunruhigenden Zeiten weiß unser Gott genau, was er tut.

Zweitens möchte ich, dass jene, denen ich diene, zwei Dinge hinsichtlich Gottes Zorn wissen. Erstens, einige Leiter in der Gemeinde sind traurigerweise der Verführung anheimgefallen, dass es so etwas wie den Zorn Gottes gar nicht gibt. Römer 1,18 sagt: "Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten" (Elberfelder). Einige handeln in gottloser Weise, andere sind gottlos indem sie die Wahrheit von Gottes Zorn niederhalten. Einige Leiter setzen jeden herab, ignorieren oder verspotten ihn, der sie an die Gewissheit des Zorns Gottes erinnert. Römer 2,5 redet zu uns auch deutlich, dass der Zorn Gottes gegen jene gerichtet ist, deren Herzen hart und verstockt sind. Dies führt zum zweiten Element des Verstehens von Gottes Zorn. Er wird nie, nie, niemals über die Kinder Gottes ausgegossen. In 1. Johannes 2,2 "ist er die Sühnung für unsere Sünden". Das Wort Sühnung bedeutet "Zornlöscher". Was für eine wunderbare Gnade, was für eine Erlösung! Gottes Zorn über meine Rebellion und Sünde wurde am Kreuz Christi gelöscht. Harte Zeiten kommen; der Regen fällt auch auf die Gerechten, aber der Zorn nicht.

Zuletzt bin ich verpflichtet die mir gegebene Herde mit Herzensgüte und Nüchternheit zu führen. Wenn ein Wolf oder ein Sturm kommt muss ich als ein Hirte die Gegebenheiten meiner Herde kennen. Sitzt irgendjemand auf dem Zaun? Warne sie, dass dies keine Zeit ist für Kompromiss oder eine enge Beziehung mit der Welt. In der Passahnacht ist es definitiv keine gute Idee im Haus eines Ägypters zu feiern. Dies ist eine Zeit, in der wir nahe beim Oberhirten bleiben. Dies ist auch eine Gelegenheit für uns laut nach jenen außerhalb des Gatters zu rufen. Jesus ist die Tür und hat sein Herz geöffnet. Sein Schrei ist, dass Alle vor dem kommenden Zorn fliehen. Mehr als das Zusammensinken hinter einer doppelt verriegelten Tür oder das Fliehen auf einen ländlichen Bauernhof ist dies ein Ruf von Jesus, dass du dein Leben in die Schafherde bewegst.

Wenn ein Prophet mit einer Botschaft der Warnung kommt, erwarten die Leute häufig, dass der Prophet ihnen einen genauen Rat gibt, was als Reaktion zu tun ist. Bisweilen gibt Gott dem Propheten ein Wort, aber häufiger liegt es am Hirten und sogar noch mehr an jedem einzelnen Mann Gottes, das Wort für seine eigene Familie mitzuberücksichtigen. So wie ein Pastor Gemeindehaushalterschaft besitzt, muss ein Mann Gottes für seine eigene Familie Rechenschaft ablegen. Wenn einer kommt um zu warnen, dass Wölfe kommen, ist es nicht immer seine Verantwortung ihnen zu sagen, was zu tun ist. Wir können Gott hören. Joseph hörte Gott sagen, dass er Nahrungsmittel für die kommende Zeit bevorraten sollte (1. Mose 41). Mose hörte Gott sagen, dass er von den Ägyptern Geschenke für ihre Reise annehmen solle (2. Mose 12). Auch wir können Gott in unserer Situation hören. Schafe hören die Stimme des Hirten.

Jesus wird - in dieser Stunde, in diesem Sturm - nicht nur sein Volk leiten und seine Herde trösten, sondern wird ihnen auch den Mut, die Zuversicht und ein Herz geben, jenen zu dienen die unter der Trübsal notleiden. Einst kam ein Prophet zu Paulus und prophezeite, dass wenn er nach Jerusalem ginge, er gebunden und ins Gefängnis gesteckt werden würde. Der Prophet gab gewissenhaft sein Wort weiter; es lag an Paulus von Gott zu hören, wie er mit jener Warnung umgehen solle. Nachdem er die Prophetie gehört hatte, entschied sich Paulus dennoch nach Jerusalem zu gehen - er war willens sein Leben für das Evangelium einzusetzen (Apostelgeschichte 21). Einige werden hören und an einem Ort der Sicherheit verbleiben; andere werden hören und an einen Ort gehen, um zu dienen. Einige Kirchen liegen in Städten, die ihre geistliche Stärke und ihr Erbarmen benötigen werden. Vielleicht trifft die Weisheit von Paulus in Epheser 5,15-18 am ehesten, was wir benötigen: "Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise! Kauft die rechte Zeit aus! Denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist" (Elberfelder).