Mittwoch, 18. März 2009

DAS PRIESTERTUM DES NEUEN TEMPELS

Bitte lies Hesekiel 44,15-16 sorgsam. Der hebräische Name "Zadok" bedeutet "Rechter oder Gerechter". Hesekiel bezieht sich hier auf einen Mann namens Zadok, der während der Herrschaft Davids als Priester diente. Dieser gerechte Mann wankte nie in seiner Treue David oder dem Herrn gegenüber. Durch dick und dünn stand er auf der Seite des Königs und auf der Seite von Gottes Wort. Zadok blieb David immer treu ergeben, weil er wusste, dass der König der Gesalbte des Herrn war.

Weil Zadok in allem treu blieb, sollte er schließlich einen Dienst verkörpern der sich durch seine Treue zum Herrn auszeichnete. In der Tat war Zadok das Musterbeispiel eines wahren Dieners Gottes - getrennt von dieser Welt, abgesondert für den Herrn, im beständigen Hören vom Himmel. Solch ein Diener erkennt Gebet als seine Hauptarbeit: Gott täglich suchen, beständig mit dem Heiligen Geist kommunizieren und Jesus dienen.

Die Priester des neuen Tempels stehen gewissenhaft vor dem Herrn bevor sie jemals vor der Gemeinde stehen. Sie verbringen kostbare Stunden in der Gegenwart des Herrn bis sie mit einer Botschaft durchtränkt sind, die sich in ihre Seele eingebrannt hat. Und wenn sie aus der Gegenwart Gottes auftauchen, dann sind sie in der Lage, direkt zu den Herzen der Menschen zu reden. Ihre Botschaft gelangt hinunter bis dorthin wo die Schafe leben, weil sie direkt vom Thron Gottes stammt.

Der Herr sagt dem Zadok-Priestertum: "Diese Diener werden mein Heiligtum betreten und vor mir stehen. Sie sollen an meinen Tisch herantreten und mir dienen. Und sie sollen meinen Dienst versehen. Ich werde getreu sein sie zu leiten und ihnen den Weg weisen, und ich werde ihnen mein Wort für mein Volk geben."

Das Zadok-Priestertum weiß, dass ihre zentrale Tätigkeit in dem neuen, dem Endzeit-Heiligtum, sein wird, dem Herrn zu dienen. Dieser Dienst schließt jeden Jesusliebenden ein, der danach verlangt in Gerechtigkeit zu wandeln. In der Tat sehen wir das "Priestertum der Gläubigen" durch die Bücher des Neuen Testaments hindurch aufleuchten. Johannes teilt uns mit: "[Er] hat uns gemacht zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater" (Offenbarung 1,6; Elberfelder). Petrus schreibt: "Lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen,... ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus!" (1. Petrus 2,5; Elberfelder)

Du magst kein offizielles Empfehlungsschreiben von einer Kirchenleitung besitzen. Du magst niemals ein theologisches Seminar besucht haben. Du magst niemals eine Predigt gehalten haben. Aber du bist genauso berufen und ordiniert in dem Zadok-Priestertum zu dienen wie sogar der bekannteste Prediger oder Evangelist. Altes und Neues Testament machen im Übermaß deutlich: Jeder von uns soll das Priesteramt inne haben und die Aufgaben eines Priesters verrichten.

Somit fragst du dich, wie du dies bewerkstelligen sollst? Du tust es, indem du in erster Linie dem Herrn dienst. Du bringst ihm Opfer dar - Opfer des Lobes, des Dienstes, des Auslieferns all deines Herzens, deiner Seele, deines Verstandes und deiner Kraft an ihn. Er hat dich gerufen Teil seines königlichen Priestertums zu sein. Daher darfst du anderen erst dienen, nachdem du ihm gedient hast. Dies heißt, dass du Woche für Woche nicht leer und langweilig im Hause Gottes erscheinst in der Hoffnung, dass irgendeine Botschaft des Predigers dir einheizt. Nein, du sollst vorbereitet kommen, um dem Herrn mit einem Herzen des Lobes zu dienen.