Donnerstag, 24. September 2009

DAS ANGESICHT GOTTES

"Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich" (Psalm 27,4; Elberfelder). König David wusste, dass da noch mehr wäre als das Kennen Gottes; er spürte, dass der Herrn etwas bereithielt, das er noch nicht erhalten hatte, und er würde nicht stillehalten, bis er es gefunden hätte. Er sagte, lange Rede kurzer Sinn: "Da ist eine Anmut, eine Herrlichkeit, eine Begeisterung über den Herrn, die ich in meinem Leben noch nicht gesehen habe. Ich möchte wissen, wie es ist, eine ununterbrochene Gemeinschaft mit meinem Gott zu haben. Mein Leben soll ein lebendiges Gebet sein. Nur das wird mich den Rest meiner Tage hindurchtragen."


Das Angesicht Gottes ist sein Ebenbild, sein Spiegelbild. Als Antwort auf den Schrei aus Davids Herz, Innigkeit zu ihm zu haben, sagte Gott: "Suche mein Angesicht". Davids Antwort war: "Herr, als du sagtest: 'Suche mein Angesicht', da hüpfte mein Herz in Erwiderung auf Dein Reden". "Mein Herz sagte dir: Dein Angesicht, HERR, werde ich suchen" (Psalm 27,8; King James Version).

In seiner Antwort offenbarte der David, dass er seine Sehnsüchte befriedigen kann, indem er Gott in seinem eigenen Leben widerspiegelt. Er unterwies David: "Lerne von mir. Erforsche mein Wort und bete um Verstehen durch den Geist, so kannst du wie ich sein. Ich möchte, dass dein Leben der Welt meine Anmut offenbart."

Dies war nicht lediglich ein Aufruf zum Gebet; David betete bereits siebenmal am Tag. Tatsächlich sind die Gebete Davids das, was seine Leidenschaft entfachte, den Herrn zu kennen. Nein, dieser Ruf von Gott war, nach einem Lebensstil Hunger zu verspüren, der total widerspiegelt, wer Jesus ist.

Siehst du, auf Golgatha nahm Gott ein menschliches Antlitz an. Jesus kam auf die Erde als Mensch. Gott im Fleisch. Und er tat dies, darum konnte er unseren Schmerz empfinden, er wurde versucht und auf die Probe gestellt, wie wir, und er konnte den Vater abbilden. Die Heilige Schrift nennt Jesus den Abdruck (das ist das exakte Ebenbild) Gottes. Er ist dieselbe Essenz und Substanz Gott-Vaters (vgl. Hebräer 1,3), dasselbe "eingravierte Bild". Lange Rede kurzer Sinn, er ist "derselbe wie" der Vater in jeder Hinsicht.


Bis auf den heutigen Tag ist Jesus Christus das Angesicht, oder das genau Ebenbild Gottes auf der Erde. Und wegen ihm haben wir die ununterbrochene Gemeinschaft mit dem Vater. Durch das Kreuz haben wir das Vorrecht "sein Angesicht zu sehen", ihn zu berühren. Wir können wie er leben und bezeugen: "Ich tue nichts, außer ich sehe und höre es vom Herrn".

Heute, wenn Gott sagt: "Suche mein Angesicht", haben seine Worte größere Folgen als zu irgendeiner anderen Zeit in der Geschichte. Wie sollen wir bei all dem, was in der Welt um uns herum abläuft, reagieren? Als David von einer Menge Götzendiener umgeben war, sagte Gott: "Suche mein Angesicht". Und wir tun es aus dem einen Grund: dass wir wie er sein mögen! Dass wir sein Bildabdruck werden, so dass jene, die den wahren Christus suchen, ihn in uns sehen.

Freitag, 11. September 2009

LIEBE BEGINNT ZUHAUSE

Die Anweisung von Jesus in Johannes 15,6 hat damit zu tun wie ich meinen Ehepartner und meine Kinder behandle. Für Ledige schließt dies ein, wie du Mitbewohner, Mitchristen, die Leute, die Dir am nächsten sind, behandelst.

Es führt kein Weg daran vorbei. Wenn ich der Mann und Pastor werden soll zu dem mich Gott berufen hat, dann muss meine Ehefrau in der Lage sein vor dem Himmel, der Hölle und der ganzen Welt ehrlich zu sagen: "Mein Ehemann liebt mich mit der Liebe Christi. Er macht Fehler, aber er wird immer geduldiger und verständnisvoller mit mir. Er wird zärtlicher und fürsorglicher. Und er betet mit mir. Er ist kein falscher Fuffziger. Er ist was er predigt."

Aber wenn dies nicht das Zeugnis meiner Frau ist - wenn sie einen geheimen Schmerz in ihrem Herzen hat und denkt: "Mein Ehemann ist nicht der Mann Gottes den er vorgibt zu sein" - dann ist alles in meinem Leben umsonst. All meine Werke - das Predigen, die Erfolge, das wohltätige Spenden, die vielen Reisen - laufen dann auf nichts hinaus. Ich bin dann ein verdorrter, nutzloser Ast, der nicht die Frucht der Christusähnlichkeit trägt. Jesus wird andere dazu bringen, den Tod in mir zu sehen, und ich werde für sein Königreich wenig wert sein.

Ein Pastor im mittleren Alter und seine Frau kamen todunglücklich und weinend zu mir. Der Pastor erzählte mir unter Tränen: "Bruder Dave, ich habe gegen Gott und meine Frau gesündigt. Ich habe Ehebruch begangen".

Er zitterte unter göttlicher Reue als er mir seine Sünde bekannte. Dann wandte sich seine Frau zu mir und sagte leise: "Ich habe ihm vergeben.

Seine Buße ist für mich echt, und ich bin zuversichtlich, dass der Herr uns wiederherstellen wird."

Ich war privilegiert, den Beginn einer wunderschönen Heilung mitzuerleben. Wir können niemals unsere vergangenen Verfehlungen wiedergutmachen. Aber wenn da wahre Buße ist, dann verspricht Gott all das wiederherzustellen, was die Heuschrecken zerstört haben.

Ich wünsche jedem Paar, das sich an einer christozentrischen Ehe erfreut, dass sie aufstehen und die Wahrheit erzählen würden: "Es ist nicht einfach". Ehe ist eine Tag-für-Tag Anstrengung, in gleicher Weise wie es das christliche Leben ist. Wie der Weg des Kreuzes bedeutet es, dass du täglich deine Rechte aufgibst. Natürlich weiß Satan, dass dein Herz bestrebt ist in deinem Heim christusähnlicher zu werden, daher wird er beständig Anfechtungen bringen.

Keine andere Schule ist so schwierig und intensiv wie die Schule der Ehe. Und man erlangt nie einen Abschluss. Gott macht es uns deutlich:

Unser Leben mit unseren Geliebten ist die Spitze, der äußerste Gipfel all unserer Prüfungen. Wenn wir es hier falsch machen, werden wir es auch sonst überall in unserem Leben falsch machen.

Donnerstag, 10. September 2009

ANDERE LIEBEN

Christusähnlich zu sein heißt Jesus in Anderen wahrzunehmen. Auf meinen Reisen treffe ich viele wertvolle Männer und Frauen, von denen ich weiß, dass sie dem Herrn völlig hingegeben sind. Wenn ich ihnen begegne hüpft augenblicklich mein Herz. Obwohl wir uns vorher noch nie begegnet sind, habe ich einen Zeugen im Heiligen Geist, dass sie von Christus erfüllt sind. 


Ich kann noch einige ihrer Gesichter sehen: Pastoren, Bischöfe, arme Straßenevangelisten. Und in dem Augenblick, als ich sie traf, realisierte ich ohne dass ein Wort gesprochen worden war: "Dieser Mann ist mit Jesus zusammen gewesen. Diese Frau ist in Christus gesättigt". Wenn ich sie begrüße, sage ich immer eine Sache, von der ich mir wünsche, dass andere sie von mir sagen: "Bruder, Schwester, ich sehe Jesus in dir".


Christusähnlichkeit hat damit zu tun, wie ich jene außerhalb meiner Familie behandle, andere zu lieben wie er uns liebt. Doch es bedeutet auch unsere Feinde zu lieben - jene, die uns hassen, die sich unserer auf gemeine Weise bedienen, die nicht in der Lage sind uns zu lieben. Und wir sollen dies tun und nichts im Gegenzug erwarten. Auf diese Weise zu lieben ist für menschliche Begriffe unmöglich. Es gibt keine Ratgeberbücher, keine Prinzipiensätze, oder irgendein Maß an menschlicher Intelligenz, die uns aufzeigen könnten, wie wir, in der Weise wie Christus uns geliebt hat, unsere Feinde lieben sollen. Doch haben wir die Anweisung erhalten es zu tun. Und wir müssen es mit einem immer größer werdenden Vorsatz tun.

 

Also, wie tun wir es? Wie liebe ich den Moslem, der einen Block von meiner Kirche entfernt mir ins Gesicht spuckt? Wie liebe ich die Leute, die Internetwebseiten betreiben auf denen sie mich als einen falschen Propheten bezeichnen? Wie liebe ich Homosexuelle, die die Fifth Avenue herunterstolzieren mit Schildern, die kundtun: "Jesus war schwul"? Wie liebe ich sie ehrlicherweise in Christus? Ich weiß nicht einmal wie andere Christen aus eigener Kraft zu lieben sind.

Es muss das Werk des Heiligen Geistes sein. Jesus betete zum Vater: "Dass die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen" (Johannes 17,26). Christus bittet den Vater, seine Liebe in uns hineinzulegen. Und er verspricht, dass der Heilige Geist uns zeigen wird, wie wir jene Liebe ausleben können.


Der Heilige Geist wird getreulich all die Weisen, wie Christus andere liebte, zusammenbringen und dir aufzeigen (Johannes 16,15). Tatsächlich ist der Heilige Geist begeistert, uns mehr von Jesus aufzuzeigen. Das ist der Grund, weshalb er in unseren leiblichen Tempeln wohnt: um uns Christus zu lehren. "Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein... er wird euch alles lehren" (Johannes 14,17.26)